37 Fototipps und Bildideen für Produktfotos und -videos von Speisen und Lebensmitteln für Werbung (auch mit dem Smartphone)
- Natürliches Licht nutzen: Tageslicht ist ideal für Lebensmittelaufnahmen. Es sorgt für eine natürliche und gleichmäßige Beleuchtung, die die Farben und Texturen der Speisen hervorhebt.
- Lichtquelle richtig positionieren: Platzieren Sie Ihre Lichtquelle seitlich oder schräg hinter dem Objekt, um Tiefe und interessante Schatten zu erzeugen. Direkte Beleuchtung kann harte Schatten und ungleichmäßige Belichtung verursachen.
- Hintergrund beachten: Wählen Sie einen Hintergrund, der nicht vom Hauptmotiv ablenkt. Einfarbige oder minimalistische Hintergründe funktionieren am besten, um die Aufmerksamkeit auf das Essen zu lenken.
- Farben bewusst einsetzen: Verwenden Sie Komplementärfarben, um Ihre Speisen hervorzuheben. Ein grüner Salat auf einem roten Teller kann beispielsweise besonders appetitlich wirken.
- Auf die Details achten: Achten Sie darauf, dass die Speisen frisch und ansprechend aussehen. Vermeiden Sie verwelkte Blätter oder verschüttete Saucen, die das Bild unordentlich wirken lassen.
- Natürliche Texturen einfangen: Betonen Sie die natürliche Textur der Lebensmittel, indem Sie nah an das Motiv herangehen. Eine knusprige Brotkruste oder saftige Fruchtscheiben können so besonders gut zur Geltung kommen.
- Food-Styling: Verwenden Sie Requisiten wie Besteck, Servietten oder Kräuter, um das Bild zu beleben. Diese sollten jedoch sparsam und gezielt eingesetzt werden, um das Essen nicht in den Hintergrund zu drängen.
- Perspektive wählen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Blickwinkeln. Eine Draufsicht eignet sich gut für flache Gerichte wie Pizza, während eine seitliche Ansicht für gestapelte Speisen wie Sandwiches vorteilhaft ist.
- Makroaufnahmen: Nutzen Sie die Makrofunktion Ihres Smartphones, um Nahaufnahmen zu machen. Dies eignet sich besonders gut für detaillierte Lebensmittel wie Gewürze, Beeren oder kleine Desserts.
- Unscharfer Hintergrund (Bokeh): Nutzen Sie den Portraitmodus oder eine geringe Tiefenschärfe, um den Hintergrund unscharf zu machen. So bleibt der Fokus auf dem Essen und es entsteht ein professioneller Look.
- Stativ verwenden: Ein Stativ sorgt für stabile und scharfe Aufnahmen, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen. Auch bei Videoaufnahmen ist ein Stativ unverzichtbar, um Verwacklungen zu vermeiden.
- Bildkomposition: Verwenden Sie die Drittelregel, um Ihre Bilder harmonisch zu gestalten. Platzieren Sie das Hauptmotiv an einem der Schnittpunkte des imaginären Gitters, das Ihr Bild in neun Teile teilt.
- Negative Space: Lassen Sie bewusst Raum um Ihr Hauptmotiv herum. Dieser negative Raum hilft dabei, das Auge des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken und das Bild nicht überladen wirken zu lassen.
- Bearbeitung: Nutzen Sie Bildbearbeitungs-Apps wie Lightroom oder Snapseed, um Ihre Fotos zu optimieren. Helligkeit, Kontrast und Sättigung können oft kleine Wunder bewirken.
- Schärfe und Klarheit: Erhöhen Sie die Schärfe und Klarheit in der Nachbearbeitung, um die Texturen und Details der Lebensmittel hervorzuheben.
- Farbbalance: Achten Sie darauf, dass die Farben natürlich und appetitlich wirken. Vermeiden Sie einen Farbstich, indem Sie die Weißabgleich-Einstellungen anpassen.
- Natürliche Requisiten: Verwenden Sie natürliche Materialien wie Holzschneidebretter, Leinentücher oder Keramikgeschirr, um eine warme und einladende Atmosphäre zu schaffen.
- Action Shots: Nehmen Sie dynamische Bilder auf, indem Sie beispielsweise zeigen, wie eine Sauce über ein Gericht gegossen wird oder wie jemand in ein Sandwich beißt.
- Dampf und Rauch: Zeigen Sie die Frische und Wärme von Speisen durch aufsteigenden Dampf oder Rauch. Dies kann mit einer Nebelmaschine oder heißem Wasser erzeugt werden.
- Reflexionen vermeiden: Achten Sie auf unerwünschte Reflexionen, besonders bei glänzenden Oberflächen. Verwenden Sie Diffusoren oder positionieren Sie Ihre Lichtquelle so, dass Reflexionen minimiert werden.
- Arbeiten mit Schatten: Nutzen Sie Schatten bewusst, um Tiefe und Dimension in Ihre Bilder zu bringen. Ein sanfter Schatten kann die Form und Textur von Lebensmitteln betonen.
- Geschirr und Besteck: Wählen Sie passendes Geschirr und Besteck, das das Gesamtbild ergänzt und den Stil des Essens unterstreicht.
- Monochrome Farben: Ein monochromes Farbschema kann sehr elegant wirken. Verwenden Sie verschiedene Schattierungen derselben Farbe, um eine harmonische und stilvolle Aufnahme zu erstellen.
- Minimalismus: Weniger ist oft mehr. Halten Sie das Arrangement einfach und fokussieren Sie sich auf das Wesentliche, um eine klare und ansprechende Bildaussage zu erzielen.
- Symmetrie: Nutzen Sie symmetrische Kompositionen, um ein Gefühl von Ordnung und Ästhetik zu schaffen. Symmetrische Bilder wirken oft besonders harmonisch und beruhigend.
- Reinigung und Ordnung: Achten Sie darauf, dass das Set und die Umgebung sauber und ordentlich sind. Unaufgeräumte Elemente können vom Hauptmotiv ablenken und das Gesamtbild stören.
- Farbige Untergründe: Experimentieren Sie mit verschiedenen farbigen Untergründen, um Kontraste zu schaffen und das Essen hervorzuheben.
- Bewegung im Bild: Integrieren Sie Bewegung in Ihre Bilder, zum Beispiel durch das Streuen von Salz oder das Eintauchen eines Löffels in eine Suppe.
- Hochformat für Social Media: Für Plattformen wie Instagram eignen sich Hochformat-Aufnahmen besonders gut, da sie den Bildschirm besser ausfüllen und mehr Aufmerksamkeit erregen.
- Natürliche Zutaten als Dekoration: Verwenden Sie frische Zutaten, die auch im Gericht vorkommen, als Dekoration. Dies verstärkt den natürlichen und authentischen Eindruck der Speisen.
- Dunkle und helle Kontraste: Setzen Sie auf starke Hell-Dunkel-Kontraste, um Dramatik und Tiefe zu erzeugen. Dunkle Hintergründe können helle Speisen besonders gut zur Geltung bringen.
- Experimentieren mit Filtern: Nutzen Sie verschiedene Filter, um den Stil Ihrer Fotos anzupassen. Ein Vintage-Filter kann zum Beispiel eine nostalgische Stimmung erzeugen.
- Videografie-Tipps: Für Videos sollten Sie auf eine gleichmäßige Beleuchtung und stabile Kameraführung achten. Verwenden Sie Slow-Motion-Effekte, um besondere Momente hervorzuheben.
- Timelapse-Videos: Nehmen Sie den Zubereitungsprozess Ihrer Gerichte in einem Timelapse-Video auf. Dies kann besonders bei aufwendigen Rezepten beeindruckend wirken.
- Musik und Soundeffekte: Fügen Sie Ihren Videos passende Musik und Soundeffekte hinzu, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen und die Emotionen der Betrachter anzusprechen.
- Stop-Motion-Technik: Erstellen Sie Stop-Motion-Videos, in denen Sie die Zubereitung oder das Arrangieren der Speisen in einzelnen Bildern festhalten. Dies verleiht Ihren Videos einen kreativen und einzigartigen Touch.
- Feedback einholen: Teilen Sie Ihre Fotos und Videos mit Freunden, Familie oder in sozialen Medien und holen Sie sich Feedback ein. Dies hilft Ihnen, Ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern und neue Ideen zu entwickeln.
Mit diesen 37 Tipps und Bildideen können Sie beeindruckende Produktfotos und -videos von Speisen und Lebensmitteln erstellen, die sowohl in der Werbung als auch in sozialen Medien begeistern. Nutzen Sie Ihre Kreativität und experimentieren Sie, um Ihren eigenen Stil zu finden und Ihre Zuschauer zu inspirieren.
Von einem guten Bild zu einer überzeugenden visuellen Markenwelt
Wenn du Speisen und Lebensmittel fotografierst oder filmst, geht es irgendwann nicht mehr nur darum, ein technisch sauberes und appetitliches Bild zu produzieren. Besonders für Werbung, Social Media, Webseiten, Speisekarten oder Onlineshops solltest du dir überlegen, welche Wirkung deine Bilder langfristig haben sollen.
Ein einzelnes gelungenes Foto kann Aufmerksamkeit erzeugen. Eine wiedererkennbare Bildsprache kann dagegen dafür sorgen, dass Menschen deine Produkte, dein Restaurant oder deine Marke bereits erkennen, bevor sie überhaupt den Namen gelesen haben.
Deshalb solltest du dir vor einer größeren Fotoserie überlegen, welche Stimmung deine Bilder vermitteln sollen. Möchtest du eher Natürlichkeit und Regionalität zeigen? Soll dein Produkt modern, exklusiv und hochwertig wirken? Oder möchtest du eine gemütliche, familiäre Atmosphäre erzeugen?
Diese Entscheidung beeinflusst praktisch alle weiteren Schritte – von der Auswahl des Hintergrunds über das Geschirr bis hin zum Licht und zur Bildbearbeitung.
Entwickle deinen eigenen visuellen Stil
Ein besonders professioneller Eindruck entsteht, wenn deine Fotos miteinander harmonieren. Das bedeutet nicht, dass jedes Bild gleich aussehen muss. Bestimmte Gestaltungselemente sollten sich jedoch wiederholen.
Du kannst zum Beispiel festlegen:
- welche Hintergrundfarben du bevorzugst,
- welche Materialien regelmäßig vorkommen,
- welche Art von Geschirr du verwendest,
- ob deine Bilder eher hell oder dunkel gestaltet sind,
- wie kräftig oder natürlich deine Farben erscheinen,
- welche Perspektiven besonders häufig genutzt werden,
- wie viel Dekoration du einsetzt,
- ob Hände oder Menschen in deinen Bildern vorkommen,
- und welche Stimmung du grundsätzlich vermitteln möchtest.
Wenn du beispielsweise eine kleine regionale Bäckerei präsentierst, können Holz, Leinen, warme Farbtöne, Mehl, Getreide und natürliches Fensterlicht sehr gut funktionieren.
Bei einem modernen Dessert oder einem Premiumprodukt könnten dagegen reduzierte Hintergründe, klare Linien, hochwertiges Geschirr und kontrolliertes Licht besser passen.
Wichtig ist, dass deine Gestaltung zum Produkt passt.
Plane vor dem Fotografieren eine kleine Bildgeschichte
Statt einfach nur ein einzelnes Produktfoto aufzunehmen, kannst du dir bereits vor dem Shooting überlegen, welche Geschichte du erzählen möchtest.
Nehmen wir als Beispiel einen frisch gebackenen Apfelkuchen.
Du könntest folgende Aufnahmen erstellen:
- den vollständigen Kuchen als klassisches Produktfoto,
- eine Nahaufnahme der knusprigen Oberfläche,
- ein angeschnittenes Stück mit sichtbarer Füllung,
- eine Hand, die ein Stück serviert,
- eine Aufnahme mit frischen Äpfeln und Zimt,
- eine Detailaufnahme der Zutaten,
- ein Bild mit einer Kaffeetasse daneben,
- ein kurzes Video beim Anschneiden,
- ein Video beim Bestreuen mit Staubzucker,
- eine Nahaufnahme der Kuchengabel beim ersten Bissen.
Auf diese Weise erhältst du aus einem einzigen Shooting zahlreiche unterschiedliche Inhalte.
Gerade für Social Media ist das besonders praktisch. Du musst nicht für jeden Beitrag ein komplett neues Shooting organisieren, sondern kannst aus einer durchdachten Produktion Material für mehrere Tage oder sogar Wochen erstellen.
Erstelle vor dem Shooting eine Shotlist
Eine Shotlist ist eine einfache Liste aller Bilder und Videos, die du aufnehmen möchtest.
Sie verhindert, dass du nach dem Shooting feststellst, dass eine wichtige Perspektive oder Szene fehlt.
Deine Shotlist könnte beispielsweise so aussehen:
- Gesamtaufnahme des Produkts
- Detailaufnahme
- Draufsicht
- 45-Grad-Perspektive
- Seitenansicht
- Produkt mit Verpackung
- Produkt ohne Verpackung
- Zutatenaufnahme
- Zubereitung
- Servieren
- Anschnitt
- Nahaufnahme der Textur
- Aufnahme mit Händen
- Hochformat für Social Media
- Querformat für Webseite
- Foto mit freiem Platz für Werbetext
- kurze Videosequenz
- Slow-Motion-Szene
- Detailvideo
- Abschlussaufnahme mit Logo oder Verpackung
Besonders bei kommerziellen Produktionen kann dir eine Shotlist viel Zeit sparen.
Denke bereits beim Fotografieren an den späteren Verwendungszweck
Ein häufiger Fehler besteht darin, zuerst Bilder zu produzieren und erst danach zu überlegen, wo diese eigentlich eingesetzt werden sollen.
Du solltest genau andersherum arbeiten.
Überlege dir vor dem Fotografieren:
Wird das Bild für eine Webseite benötigt?
Für Instagram?
Für einen Onlineshop?
Für eine Speisekarte?
Für ein Plakat?
Für einen Flyer?
Oder für eine bezahlte Werbeanzeige?
Je nach Einsatzgebiet benötigst du unterschiedliche Bildformate.
Für Webseiten und Banner sind häufig Querformate sinnvoll.
Für Social-Media-Feeds funktionieren Hochformate häufig besonders gut.
Für Stories, Reels und ähnliche Formate benötigst du meist ein sehr hohes vertikales Format.
Wenn du flexibel bleiben möchtest, fotografiere wichtige Motive deshalb in mehreren Varianten.
Fotografiere mit genügend freiem Raum
Bei Werbefotos ist sogenannter „Negative Space“ besonders wichtig.
Damit ist bewusst freigelassener Raum innerhalb des Bildes gemeint.
Dort können später beispielsweise:
- eine Überschrift,
- ein Preis,
- ein Logo,
- ein Aktionshinweis,
- ein Rabatt,
- ein Button,
- oder eine kurze Produktbeschreibung
eingefügt werden.
Wenn dein gesamtes Bild bereits mit Produkten, Dekoration und Requisiten gefüllt ist, bleibt für solche Informationen häufig kein Platz.
Du kannst deshalb vom selben Motiv mehrere Varianten fotografieren.
Bei einem Foto platzierst du das Produkt mittig.
Bei einer zweiten Version positionierst du es etwas weiter links.
Bei einer dritten Variante lässt du rechts besonders viel freien Raum.
Dadurch wird dein Bildmaterial wesentlich flexibler einsetzbar.
Nutze ein einfaches Set statt einer komplizierten Kulisse
Du brauchst für professionelle Foodfotografie nicht unbedingt ein großes Studio.
Ein kleiner Tisch neben einem Fenster kann bereits ausreichen.
Ein sehr praktisches Grundset besteht beispielsweise aus:
- einem Tisch,
- zwei oder drei unterschiedlichen Untergründen,
- einem weißen Reflektor,
- einem schwarzen Karton,
- einem kleinen Stativ,
- einigen neutralen Tellern,
- Gläsern,
- Besteck,
- Leinentüchern,
- Holzbrettchen,
- und einigen natürlichen Dekorationselementen.
Mit wenigen Gegenständen kannst du bereits sehr unterschiedliche Looks erzeugen.
Wenn du ständig Lebensmittel fotografierst, lohnt es sich, eine kleine Sammlung neutraler Requisiten aufzubauen.
Achte darauf, dass die Requisiten nicht zu dominant sind. Das Lebensmittel sollte weiterhin der wichtigste Bestandteil des Bildes bleiben.
Kleine Teller können auf Fotos größer wirken
Ein interessanter Foodfotografie-Trick besteht darin, eher kleinere Teller und Schüsseln zu verwenden.
Auf sehr großen Tellern wirkt eine Portion manchmal verloren oder zu klein.
Ein etwas kleinerer Teller kann dagegen dafür sorgen, dass das Gericht großzügiger und üppiger erscheint.
Du solltest dabei natürlich darauf achten, dass die Darstellung glaubwürdig bleibt.
Das Ziel ist nicht, Kunden zu täuschen, sondern das Produkt innerhalb des Bildes vorteilhaft zu präsentieren.
Arbeite mit Ebenen im Bild
Ein interessantes Foodfoto besteht häufig aus mehreren räumlichen Ebenen.
Du kannst dir dein Bild beispielsweise in drei Bereiche aufteilen:
Vordergrund:
Hier kann ein leicht unscharfes Glas, ein Kräuterzweig oder ein Teil eines Tellers liegen.
Hauptmotiv:
Hier befindet sich dein eigentliches Produkt.
Hintergrund:
Hier können weitere Zutaten, Geschirr oder dekorative Elemente erscheinen.
Diese Aufteilung erzeugt räumliche Tiefe.
Gerade bei seitlichen Perspektiven können solche Ebenen dazu beitragen, dass ein Bild wesentlich lebendiger wirkt.
Nutze Reflektoren, um Schatten aufzuhellen
Wenn du mit Fensterlicht fotografierst, kann eine Seite deines Produktes relativ dunkel erscheinen.
Du brauchst dafür nicht sofort eine zusätzliche Lampe.
Ein weißer Karton, eine Styroporplatte oder sogar ein großes weißes Blatt Papier kann bereits als Reflektor dienen.
Stelle den Reflektor auf die gegenüberliegende Seite des Fensters.
Das Licht wird dadurch zurück auf dein Motiv geworfen und dunkle Schatten werden aufgehellt.
Möchtest du dagegen stärkere Schatten erzeugen, kannst du einen schwarzen Karton verwenden.
Dadurch wird Licht regelrecht „geschluckt“, wodurch Kontraste stärker werden.
Mit diesen beiden einfachen Hilfsmitteln kannst du deine Lichtwirkung erstaunlich präzise steuern.
Kontrolliere die Lichtfarbe
Verschiedene Lichtquellen besitzen unterschiedliche Farbtemperaturen.
Fensterlicht kann beispielsweise relativ neutral oder leicht kühl wirken.
Eine normale Zimmerlampe kann dagegen gelblich erscheinen.
Wenn du gleichzeitig Tageslicht und künstliches Raumlicht verwendest, können dadurch unangenehme Farbstiche entstehen.
Ein Teil des Gerichts wirkt dann vielleicht neutral, während ein anderer Bereich gelb oder orange erscheint.
Versuche deshalb möglichst mit einer dominanten Lichtart zu arbeiten.
Wenn du mit Fensterlicht fotografierst, kannst du unnötige Raumbeleuchtung häufig einfach ausschalten.
Reinige deine Smartphone-Kamera vor jedem Shooting
Dieser Punkt klingt banal, wird aber erstaunlich oft vergessen.
Smartphones befinden sich ständig in Händen, Taschen oder auf Tischen. Dadurch sammelt sich auf der Kameralinse schnell Fett oder Staub.
Eine verschmutzte Linse kann:
- Kontraste reduzieren,
- Lichtreflexe erzeugen,
- Bilder weich erscheinen lassen,
- und Details verschlechtern.
Wische deshalb deine Kameralinsen vor dem Fotografieren vorsichtig mit einem sauberen Mikrofasertuch ab.
Dieser kleine Schritt kann die Bildqualität sichtbar verbessern.
Vermeide unnötiges digitales Zoomen
Wenn du mit dem Smartphone fotografierst, solltest du möglichst nicht stark digital hineinzoomen.
Digitaler Zoom bedeutet bei vielen Geräten im Grunde, dass ein Ausschnitt des Bildes vergrößert wird. Dadurch können Details verloren gehen.
Wenn es möglich ist, solltest du dich stattdessen näher zum Motiv bewegen.
Bei Smartphones mit mehreren echten Kameraobjektiven kannst du dagegen unterschiedliche Brennweiten gezielt ausprobieren.
Überprüfe dabei immer, welche Kamera dein Smartphone tatsächlich verwendet.
Nutze die Belichtungskorrektur deines Smartphones
Viele Smartphones erlauben dir, nach dem Antippen des Motivs die Belichtung manuell anzupassen.
Das ist bei Lebensmitteln sehr hilfreich.
Sehr helle Zutaten wie:
- Sahne,
- Mozzarella,
- weißes Geschirr,
- Zucker,
- Mehl
können schnell überbelichtet wirken.
Dunkle Produkte wie:
- Schokolade,
- Kaffee,
- dunkles Brot,
- Grillfleisch
können dagegen Details in den Schatten verlieren.
Passe die Helligkeit deshalb bereits während der Aufnahme an, anstatt später alles über die Bildbearbeitung korrigieren zu müssen.
Sperre Fokus und Belichtung bei Videos
Bei Smartphone-Videos kann es störend wirken, wenn die Kamera ständig automatisch Fokus und Helligkeit verändert.
Wenn du beispielsweise eine Sauce über ein Gericht gießt, könnte dein Smartphone plötzlich auf deine Hand fokussieren und das eigentliche Produkt unscharf werden lassen.
Viele Kamera-Apps ermöglichen deshalb eine Fokus- oder Belichtungssperre.
Wenn deine Kamera diese Funktion anbietet, solltest du sie vor der Aufnahme aktivieren.
Dadurch wirkt das Video wesentlich ruhiger und professioneller.
Fotografiere Lebensmittel möglichst frisch
Foodfotografie ist häufig ein Wettlauf gegen die Zeit.
Viele Lebensmittel verändern sich bereits wenige Minuten nach dem Anrichten.
Salat kann zusammenfallen.
Eis beginnt zu schmelzen.
Saucen trocknen an.
Kräuter verlieren ihre Frische.
Schaum verschwindet.
Fleisch kann seinen Glanz verlieren.
Deshalb solltest du das Set möglichst vollständig vorbereiten, bevor das eigentliche Gericht auf den Teller kommt.
Licht, Kamera, Stativ, Hintergrund und Requisiten sollten bereits an ihrem Platz sein.
Erst danach bereitest du das „Hero Product“ vor – also das Produkt, das tatsächlich fotografiert wird.
Bereite Ersatzportionen vor
Bei professionellen Food-Shootings wird häufig nicht nur eine Portion vorbereitet.
Eine Ersatzportion kann sehr hilfreich sein.
Vielleicht fällt ein Stück auseinander.
Eine Sauce läuft an die falsche Stelle.
Ein Kräuterblatt sitzt ungünstig.
Ein Getränk verliert seinen Schaum.
Mit einer zweiten vorbereiteten Portion kannst du schnell reagieren, ohne das gesamte Shooting unterbrechen zu müssen.
Achte auf den perfekten Moment
Einige Food-Aufnahmen leben von einem ganz bestimmten Augenblick.
Zum Beispiel:
- wenn Käse Fäden zieht,
- wenn Schokolade aus einem Kuchen läuft,
- wenn eine Sauce eingegossen wird,
- wenn Puderzucker fällt,
- wenn Kaffee in eine Tasse fließt,
- wenn eine Zitronenscheibe ins Getränk fällt,
- wenn Brot auseinandergebrochen wird,
- oder wenn Dampf sichtbar aufsteigt.
Solche Momente solltest du vorher planen.
Bei Fotos kann eine Serienbildfunktion hilfreich sein.
Bei Videos kannst du den Vorgang mehrfach aufnehmen und später den besten Moment auswählen.
Zeige menschliche Interaktion
Lebensmittel wirken häufig emotionaler, wenn Menschen im Bild vorkommen.
Dabei muss nicht immer eine ganze Person sichtbar sein.
Schon Hände können genügen.
Du kannst beispielsweise zeigen, wie jemand:
- ein Stück Brot abbricht,
- Kaffee einschenkt,
- eine Gabel zum Teller führt,
- ein Glas hält,
- eine Pizza anschneidet,
- Kräuter über ein Gericht streut,
- oder eine Verpackung öffnet.
Solche Bilder vermitteln Nutzung und Alltag.
Der Betrachter kann sich dadurch leichter vorstellen, das Produkt selbst zu essen oder zu verwenden.
Entwickle kleine Bewegungsabläufe für deine Produktvideos
Ein gutes Foodvideo muss nicht lang sein.
Gerade für Social Media können wenige Sekunden genügen.
Du könntest beispielsweise folgende Sequenz verwenden:
Szene 1: Zutaten liegen bereit.
Szene 2: Eine Zutat wird verarbeitet.
Szene 3: Das Gericht wird angerichtet.
Szene 4: Sauce oder Topping wird hinzugefügt.
Szene 5: Detailaufnahme des fertigen Produkts.
Szene 6: Ein Stück wird angeschnitten oder probiert.
Damit erzählst du innerhalb kurzer Zeit eine vollständige Geschichte.
Drehe zusätzliche B-Roll
B-Roll bezeichnet ergänzende Videoaufnahmen, die du später beim Videoschnitt einsetzen kannst.
Bei Foodvideos können das beispielsweise sein:
- Hände beim Schneiden,
- Nahaufnahmen von Zutaten,
- Dampf,
- sprudelndes Wasser,
- Öl in einer Pfanne,
- Messerbewegungen,
- Gewürze,
- Verpackungen,
- Küchenutensilien,
- ein gedeckter Tisch,
- das Öffnen eines Ofens,
- oder das Einschenken eines Getränks.
B-Roll macht dein Video abwechslungsreicher und erleichtert den Schnitt.
Nutze unterschiedliche Videolängen
Wenn du schon ein Produktvideo aufnimmst, solltest du möglichst Material für mehrere Versionen produzieren.
Du kannst daraus beispielsweise erstellen:
- einen sehr kurzen Clip,
- ein kurzes Social-Media-Video,
- ein ausführlicheres Produktvideo,
- eine Story,
- einen Werbeclip,
- oder ein Hintergrundvideo für eine Webseite.
Je mehr unterschiedliche Einstellungen du aufgenommen hast, desto einfacher kannst du später verschiedene Versionen schneiden.
Denke an den ersten Moment eines Videos
Bei kurzen Werbevideos entscheidet häufig bereits der Anfang darüber, ob jemand weiterschaut.
Beginne deshalb möglichst nicht mit einer langweiligen statischen Aufnahme.
Ein visueller Einstieg kann beispielsweise sein:
- aufbrechende Schokolade,
- spritzendes Wasser,
- fallendes Gewürz,
- schmelzender Käse,
- aufsteigender Dampf,
- ein Anschnitt,
- ein Einschenkvorgang,
- oder eine extreme Nahaufnahme.
Danach kannst du das eigentliche Produkt ausführlicher zeigen.
Ton kann Lebensmittel erstaunlich attraktiv machen
Bei Foodvideos wird der Ton häufig unterschätzt.
Bestimmte Geräusche können die Wirkung eines Lebensmittels stark unterstützen.
Dazu gehören beispielsweise:
- das Knacken einer Brotkruste,
- das Brutzeln in einer Pfanne,
- das Einschenken eines Getränks,
- das Öffnen einer Flasche,
- das Schneiden von Gemüse,
- das Zerbrechen von Schokolade,
- oder das Knuspern beim Reinbeißen.
Solche Geräusche werden häufig als besonders unmittelbar wahrgenommen.
Du kannst deshalb zusätzlich zur Musik gezielt Originalgeräusche aufnehmen.
Achte auf Kontinuität bei mehreren Videoaufnahmen
Wenn du verschiedene Szenen später zusammenschneiden möchtest, solltest du auf sogenannte Continuity achten.
Wenn beispielsweise in der ersten Aufnahme drei Erdbeeren auf einem Teller liegen und in der nächsten plötzlich nur noch zwei, kann das auffallen.
Auch folgende Dinge sollten möglichst konstant bleiben:
- Position des Bestecks,
- Füllstand von Gläsern,
- Lage von Servietten,
- Menge der Sauce,
- Position von Dekoration,
- Licht,
- Hintergrund,
- Kleidung sichtbarer Personen.
Mache bei aufwendigeren Produktionen ruhig ein Referenzfoto deines Sets.
So kannst du nach einer Unterbrechung leichter wieder zur ursprünglichen Anordnung zurückkehren.
Fotografiere Verpackung und Produkt gemeinsam
Bei verpackten Lebensmitteln solltest du nicht nur das Lebensmittel selbst fotografieren.
Plane auch Aufnahmen ein, auf denen Produkt und Verpackung gemeinsam sichtbar sind.
Damit kannst du gleichzeitig:
- Appetit erzeugen,
- die Marke zeigen,
- das Produkt identifizierbar machen,
- und einen Bezug zwischen Verpackung und Inhalt herstellen.
Besonders für Werbung und Onlineshops ist diese Kombination häufig wertvoll.
Erstelle verschiedene Arten von Produktbildern
Eine vollständige Fotoserie kann aus mehreren Bildtypen bestehen.
Freisteller
Das Produkt wird möglichst neutral und klar dargestellt.
Diese Bilder eignen sich besonders für:
- Onlineshops,
- Produktübersichten,
- Preislisten,
- Kataloge.
Lifestyle-Aufnahmen
Das Produkt wird innerhalb einer passenden Situation gezeigt.
Zum Beispiel ein Frühstücksprodukt auf einem gedeckten Frühstückstisch.
Detailaufnahmen
Hier stehen Oberflächen, Texturen und kleine Besonderheiten im Mittelpunkt.
Anwendungsbilder
Diese zeigen, wie das Produkt verwendet oder konsumiert wird.
Mood-Aufnahmen
Hier steht weniger die sachliche Produktinformation und stärker die Atmosphäre im Vordergrund.
Eine professionelle Bildserie kombiniert häufig mehrere dieser Varianten.
Prüfe deine Bilder auch auf kleinen Displays
Viele Kunden sehen deine Bilder nicht auf einem großen Monitor, sondern auf einem Smartphone.
Deshalb solltest du nach dem Shooting überprüfen, wie deine Bilder in kleiner Darstellung wirken.
Ist das Produkt sofort erkennbar?
Ist der wichtigste Bereich deutlich genug?
Sind Details eventuell zu klein?
Ist der Hintergrund zu unruhig?
Funktioniert das Bild auch als kleines Vorschaubild?
Gerade bei Werbung kann diese Kontrolle sehr wichtig sein.
Übertreibe die Bildbearbeitung nicht
Eine gute Nachbearbeitung kann Foodfotos deutlich verbessern.
Du solltest jedoch darauf achten, dass das Produkt weiterhin glaubwürdig aussieht.
Zu starke Sättigung kann Lebensmittel künstlich wirken lassen.
Zu viel Schärfe kann unangenehme Strukturen erzeugen.
Zu starke Kontraste können wichtige Details verschwinden lassen.
Auch Hauttöne von Händen oder Personen können bei extremer Bearbeitung unnatürlich aussehen.
Versuche deshalb, das tatsächliche Produkt zu optimieren und nicht vollständig zu verändern.
Erstelle eigene Bearbeitungsvorgaben
Wenn du regelmäßig Fotos für dieselbe Marke produzierst, kannst du dir feste Bearbeitungsschritte merken oder eigene Presets anlegen.
Zum Beispiel:
- ähnliche Helligkeit,
- ähnliche Farbtemperatur,
- ähnliche Kontraste,
- ähnliche Sättigung,
- ähnliche Schärfe.
Damit erhält deine Bildserie einen einheitlichen Stil und du sparst gleichzeitig Zeit.
Organisiere deine Dateien konsequent
Eine gute Produktion endet nicht mit dem Fotografieren.
Wenn du viele Bilder und Videos erstellst, solltest du ein verständliches Dateisystem verwenden.
Eine mögliche Ordnerstruktur könnte so aussehen:
Produktfotos
→ Jahr
→ Kunde oder Marke
→ Produkt
→ Datum des Shootings
→ RAW beziehungsweise Original
→ Auswahl
→ Bearbeitet
→ Web
→ Social Media
→ Video
Auch verständliche Dateinamen helfen.
Statt:
IMG_8274.jpg
könntest du beispielsweise verwenden:
Apfelkuchen_Detail_01.jpg
oder:
Apfelkuchen_Instagram_Hochformat_01.jpg
Je größer dein Bildarchiv wird, desto wertvoller wird eine gute Organisation.
Sichere deine Originaldateien
Lösche die Originalaufnahmen nicht direkt nach der Bearbeitung.
Vielleicht benötigst du später:
- einen anderen Bildausschnitt,
- eine größere Auflösung,
- eine neue Farbkorrektur,
- ein anderes Format,
- oder eine neue Werbeversion.
Idealerweise besitzt du mindestens eine zusätzliche Sicherung deiner wichtigen Aufnahmen.
Analysiere, welche Bilder tatsächlich funktionieren
Bei Werbefotografie solltest du nicht ausschließlich nach deinem eigenen Geschmack entscheiden.
Wenn du deine Bilder beispielsweise auf Social Media verwendest, kannst du beobachten:
- welche Bilder besonders oft angesehen werden,
- welche mehr Interaktionen erhalten,
- bei welchen Videos länger zugesehen wird,
- welche Produktdarstellungen mehr Klicks erzeugen,
- und welche Bildstile besonders gut funktionieren.
Diese Erkenntnisse kannst du bei zukünftigen Shootings berücksichtigen.
So entwickelst du deinen Stil nicht nur kreativ, sondern auch auf Grundlage tatsächlicher Ergebnisse weiter.
Ein praktischer Ablauf für dein nächstes Food-Shooting
Wenn du möglichst effizient arbeiten möchtest, kannst du dein Shooting in einzelne Phasen unterteilen.
1. Ziel bestimmen
Überlege dir zuerst, wofür du die Bilder oder Videos benötigst.
2. Bildstil festlegen
Entscheide dich für Farben, Stimmung, Licht und Hintergrund.
3. Shotlist erstellen
Notiere alle gewünschten Perspektiven und Szenen.
4. Set aufbauen
Platziere Hintergrund, Licht, Reflektoren, Stativ und Requisiten.
5. Testaufnahmen machen
Fotografiere zunächst einen leeren Teller oder ein Ersatzobjekt.
6. Produkt vorbereiten
Bereite das eigentliche Lebensmittel erst vor, wenn technisch alles funktioniert.
7. Hauptaufnahmen erstellen
Beginne mit den wichtigsten Produktbildern.
8. Detailbilder aufnehmen
Fotografiere Texturen, Zutaten und besondere Eigenschaften.
9. Lifestyle-Aufnahmen erstellen
Ergänze Hände, Besteck, Getränke oder passende Szenen.
10. Videomaterial aufnehmen
Produziere Hauptszenen und zusätzlich B-Roll.
11. Material kontrollieren
Zoome in wichtige Fotos hinein und überprüfe Schärfe und Belichtung.
12. Varianten aufnehmen
Fotografiere lieber noch eine zusätzliche Perspektive, solange das Set aufgebaut ist.
13. Dateien sichern
Übertrage deine Daten und erstelle möglichst eine Sicherheitskopie.
14. Auswahl treffen
Suche nur die stärksten Bilder aus.
15. Einheitlich bearbeiten
Achte auf einen konsistenten Look.
Checkliste für dein nächstes Produktfoto- und Foodvideo-Shooting
Vorbereitung
Licht und Set
Fotografieren
Video
Nach dem Shooting
Praktische Tipps und Tricks für bessere Ergebnisse
Tipp 1: Baue zuerst das komplette Set auf.
Lege das eigentliche Lebensmittel möglichst erst dann hinein, wenn Licht, Kamera und Komposition bereits stimmen. So bleibt es länger frisch.
Tipp 2: Fotografiere zuerst die wichtigste Aufnahme.
Beginne nicht mit Experimenten. Produziere zuerst das Bild, das du unbedingt benötigst. Danach kannst du kreativer werden.
Tipp 3: Nimm mehr Varianten auf, als du momentan brauchst.
Wenn alles aufgebaut ist, kostet eine zusätzliche Perspektive nur wenige Sekunden. Ein neues Shooting dagegen deutlich mehr Zeit.
Tipp 4: Verwende einen weißen Karton als günstigen Reflektor.
Damit kannst du Schatten aufhellen, ohne zusätzliches professionelles Licht kaufen zu müssen.
Tipp 5: Verwende schwarzen Karton für dramatischere Bilder.
Wenn dein Motiv zu flach wirkt, kann eine schwarze Fläche auf der Schattenseite für deutlich mehr Tiefe sorgen.
Tipp 6: Klebe kleine Requisiten bei Bedarf außerhalb des sichtbaren Bereichs fest.
Servietten, Besteck oder leichte Dekoration können sich während eines Shootings ständig verschieben. Eine unauffällige Fixierung kann dir viel Arbeit ersparen.
Tipp 7: Halte Küchenpapier und Wattestäbchen bereit.
Damit kannst du kleine Saucenflecken, Tropfen oder unerwünschte Krümel schnell entfernen.
Tipp 8: Verwende eine Pinzette für kleine Dekorationselemente.
Kräuter, Samen, Gewürze und kleine Zutaten lassen sich damit wesentlich präziser positionieren.
Tipp 9: Fotografiere Getränke unmittelbar nach dem Einschenken.
Schaum, Kohlensäure und Kondensation verändern sich oft sehr schnell.
Tipp 10: Prüfe den Tellerrand.
Ein einziger Saucenfleck am Rand kann ein ansonsten perfektes Foto unprofessionell wirken lassen.
Tipp 11: Arbeite mit wenigen, aber gezielten Requisiten.
Wenn du unsicher bist, entferne lieber ein Element aus dem Bild, anstatt noch eines hinzuzufügen.
Tipp 12: Fotografiere dein Set vor Veränderungen.
Wenn du mehrere Varianten planst, hilft dir ein schnelles Referenzfoto dabei, später zur ursprünglichen Anordnung zurückzukehren.
Tipp 13: Verwende Zutaten aus dem tatsächlichen Gericht als Dekoration.
Das wirkt meist glaubwürdiger als Dekoration, die keinen Bezug zum Produkt besitzt.
Tipp 14: Achte besonders auf Kanten.
Schneide Teller, Gläser oder Verpackungen nicht unbeabsichtigt an ungünstigen Stellen ab.
Tipp 15: Kontrolliere die Ecken deines Bildes.
Störende Gegenstände werden beim Fotografieren oft übersehen und fallen erst später bei der Bearbeitung auf.
Tipp 16: Mache vor einer wichtigen Videosequenz eine Probeaufnahme.
Du erkennst dadurch sofort, ob Bewegung, Fokus und Geschwindigkeit funktionieren.
Tipp 17: Wiederhole Action-Szenen mehrfach.
Ein einziger Versuch reicht bei fallendem Zucker, spritzenden Flüssigkeiten oder ziehendem Käse häufig nicht aus.
Tipp 18: Bewege bei Videos entweder die Kamera oder das Produkt – nicht ständig beides gleichzeitig.
Dadurch wirkt die Aufnahme kontrollierter.
Tipp 19: Filme einige Sekunden länger als notwendig.
Lasse vor und nach der eigentlichen Aktion etwas zusätzliches Material laufen. Das erleichtert dir später den Schnitt.
Tipp 20: Entwickle eine feste Routine.
Je öfter du denselben strukturierten Ablauf verwendest, desto weniger technische Dinge musst du während des Shootings bewusst bedenken.
Fazit
Professionelle Produktfotos und Produktvideos von Speisen und Lebensmitteln entstehen nicht ausschließlich durch teure Kameras oder aufwendige Studios. Viel wichtiger sind Planung, Licht, Gestaltung, Timing und ein gutes Verständnis dafür, wie Lebensmittel auf Bildern wirken.
Gerade mit einem modernen Smartphone kannst du sehr hochwertige Ergebnisse erzielen, wenn du deine Aufnahmen bewusst vorbereitest.
Versuche deshalb nicht nur, dein Essen zu dokumentieren. Überlege dir, was der Betrachter fühlen soll.
Soll das Brot besonders knusprig wirken?
Soll das Getränk erfrischend erscheinen?
Soll ein Dessert luxuriös und hochwertig aussehen?
Oder möchtest du bei einem regionalen Produkt Natürlichkeit und Vertrauen vermitteln?
Wenn du diese Wirkung vor dem Shooting definierst, kannst du Licht, Perspektive, Farben, Requisiten und Bewegung gezielt danach ausrichten.
Mit zunehmender Erfahrung wirst du außerdem feststellen, dass kleine Veränderungen oft einen größeren Unterschied machen als neues Equipment. Ein anderer Kamerawinkel, ein leicht verschobener Reflektor, ein sauberer Tellerrand oder eine perfekt platzierte Zutat können aus einer durchschnittlichen Aufnahme ein überzeugendes Werbebild machen.
Das Wichtigste bleibt deshalb: Beobachte genau, experimentiere bewusst und analysiere deine Ergebnisse. Mit jedem Shooting entwickelst du ein besseres Gefühl dafür, welche Perspektiven, Lichtstimmungen und Bildideen zu deinen Produkten passen. Genau daraus entsteht nach und nach dein eigener visueller Stil.