Wenn Business, Casual und Natürlichkeit in einem Shooting aufeinandertreffen, entsteht dieser besondere Look, der Professionalität und Authentizität perfekt vereint. Genau das zeigt Saskia bei unserem aktuellen Fotoshooting in Graz.
Zwischen klaren Linien, weichem Ringlicht und minimalistischer Kulisse entsteht eine Bildserie, die den modernen Business-Lifestyle neu interpretiert – selbstbewusst, sportlich und echt.
Im Mittelpunkt steht keine steife Pose, sondern pure Natürlichkeit: echte Emotionen, lebendige Gestik und der Mut, sich so zu zeigen, wie man ist.
Das Ergebnis sind authentische Aufnahmen, die sowohl im Business-Kontext als auch im Casual-Alltag überzeugen – und zeigen, dass starke Bilder nicht viel brauchen, um Wirkung zu entfalten.

Business Casual trifft auf Natürlichkeit – Fotoshooting mit Saskia P. in Graz
Fotograf: Markus Flicker |
Model: Saskia P. |
Ort: Businesspark Graz |
Licht: Ringlicht |
Kamera: Nikon Z50II + 16–50 mm VR
In einem schlichten Besprechungsraum im Businesspark Graz sind authentische Bilder entstanden, die moderne Business-Fitness-Casual-Vibes vermitteln.Ein schwarzes Top, schwarze Jogginghose und helle Sneaker – simpel, stark, echt. Die Kombination aus sportlichem Komfort und selbstbewusster Eleganz zeigt, wie wandelbar ein Look sein kann – ob fürs Homeoffice, ein kreatives Meeting oder den spontanen Coffee-Break in der Stadt. ☕
Location & Licht: Minimalismus mit maximaler Wirkung
Das Shooting fand in einem Besprechungsraum im Businesspark Graz statt. Eine weiße Wand, warmer Holzboden, klare Linien – mehr braucht es manchmal nicht.
Als einzige Lichtquelle diente ein Ringlicht, das weiches, gleichmäßiges Licht erzeugt und die Gesichtszüge perfekt modelliert.
Gerade in Zeiten von Remote Work und Social-Media-Content-Produktion zeigt sich, wie wirkungsvoll ein minimalistisches Setup sein kann.
Technik & Setup
- Kamera: Nikon Z50II
- Objektiv: NIKKOR 16–50 mm VR
- Licht: Ringlicht
- Ort: Businesspark Graz
Die Nikon Z50II ist kompakt, leicht und bietet mit dem 16–50 mm VR eine hohe Flexibilität.
Ideal für spontane Portraitsessions oder authentische Businessfotos in kleinem Raum.
Das Ringlicht betont dabei die Augen und sorgt für diesen markanten, modernen Look.
Outfit & Stil: Sportlich, urban, business casual
Saskias Outfit – schwarzes Crop-Top, schwarze Jogginghose und weiße Sneaker – steht für einen modernen, urbanen Stil.
Die Kombination wirkt lässig, selbstbewusst und natürlich.
Schwarz auf Schwarz bringt Tiefe ins Bild und lenkt den Fokus auf Mimik und Emotionen.
Perfekt für Business-Portraits, Lifestyle-Blogs oder Fitness-Marken.
Emotion & Ausdruck
Das Besondere an diesem Shooting: die Echtheit.
Saskia wechselt mühelos zwischen ernsthaften Momenten und offenem Lachen – nichts wirkt gestellt.
Das Ringlicht betont ihre Augen und bringt Ausdrucksstärke ins Spiel.
Diese Authentizität ist es, die Menschen auf Social Media heute suchen.
Trend 2025: Authentische Business-Fotografie
Aktuelle Trends in der Businessfotografie zeigen:
- Natürlichkeit statt Inszenierung
- Minimalismus statt Überladenheit
- Emotion statt Perfektion
Menschen wollen echte Gesichter sehen – Persönlichkeiten mit Haltung.
Diese Serie zeigt genau das: Authentische Stärke mit einem Touch Lifestyle.
Making-of: Kleine Details, große Wirkung
Das Shooting dauerte rund eine Stunde. Einfache Mittel, große Wirkung: neutrales Setting, gleichmäßiges Licht und ein gutes Gespür für Ausdruck.
Besonders bei dunklen Outfits sorgt das Ringlicht für sanfte Lichtverläufe, die Tiefe und Charakter schaffen.
Tipp für Fotograf:innen: Positioniere das Ringlicht leicht seitlich, um Dimension und Tiefe im Gesicht zu erzeugen.
So entsteht eine sanfte Schattierung, die Natürlichkeit und Struktur betont.
Dieses Shooting mit Saskia P. ist ein Paradebeispiel für moderne, authentische Portraitfotografie.
Minimalistisch, ehrlich und voller Energie. Im Zusammenspiel von Licht, Emotion und Stil entstehen Bilder, die sowohl im Business– als auch im Lifestyle-Kontext funktionieren.
„Weniger ist mehr – aber mit Persönlichkeit.“
Fotos
📸 37 Tipps & Tricks für Business-Models und Fotograf:innen
🎯 Vorbereitung & Planung
Kenne dein Ziel – Willst du Business-, Lifestyle- oder Personal-Branding-Fotos? Das bestimmt Licht, Outfit und Stimmung.
Erstelle ein Moodboard – Nutze Pinterest oder Canva, um Bildideen und Farbkonzepte abzustimmen.
Plane das Outfit passend zur Marke – Bei Business-Shootings lieber gedeckte Farben, bei Lifestyle-Sessions darf es lockerer sein.
Achte auf Sitz und Faltenfreiheit der Kleidung – Glatte Stoffe wirken professioneller.
Vermeide große Logos oder Prints, die vom Gesicht ablenken.
Bring mehrere Outfit-Optionen – so kann man spontan auf Licht oder Stimmung reagieren.
Pflege Hände und Nägel, besonders bei Close-ups mit Händen im Bild.
Wähle Accessoires gezielt – weniger ist oft mehr; lieber Akzente als Ablenkung.
Achte auf Details – Uhr, Gürtel, Schuhe – sie erzählen viel über Stil und Persönlichkeit.
Schlafe ausreichend und trinke genug Wasser – Haut und Augen danken es dir.
💡 Licht, Location & Technik
Nutze natürliches Licht, wann immer möglich – es wirkt weicher und authentischer.
Ein Ringlicht kann Wunder wirken – gleichmäßiges Licht, betonte Augen, klare Konturen.
Achte auf Schatten – sie schaffen Tiefe, aber können auch stören, wenn sie ungewollt fallen.
Verwende Reflektoren, um dunkle Bereiche aufzuhellen.
Arbeite mit der Raumumgebung – Wände, Böden oder Möbel können als Requisiten dienen.
Halte die Location sauber und aufgeräumt – besonders bei Business-Shootings.
Fotografiere in RAW, um später mehr Bearbeitungsmöglichkeiten zu haben.
Achte auf Weißabgleich und Farbtemperatur – neutrale Töne wirken professioneller.
Stativ bei langen Sessions – spart Energie und sorgt für Konsistenz.
Testbilder machen! – Licht, Fokus, Pose, alles kurz prüfen, bevor’s losgeht.
🤝 Kommunikation & Stimmung
Schaffe eine entspannte Atmosphäre – gute Laune = bessere Fotos.
Erkläre dein Vorgehen – Transparenz nimmt dem Model Nervosität.
Zeig erste Ergebnisse am Display – das stärkt das Vertrauen und motiviert.
Smalltalk hilft! – Ein lockeres Gespräch bringt natürliche Mimik.
Gib klare, aber freundliche Anweisungen – „Kopf leicht drehen“ funktioniert besser als „Mach das anders“.
Lobe, wenn’s gut aussieht! – Positive Energie spiegelt sich im Gesicht.
Achte auf Pausen, besonders bei längeren Shootings.
Musik kann helfen, die Stimmung zu lockern.
Vermeide Überforderung – lieber 5 gute Posen als 50 erzwungene.
Bleib flexibel – manchmal ergeben sich spontan bessere Motive als geplant.
🧠 Kreativität & Ausdruck
Experimentiere mit Perspektiven – auf Augenhöhe, leicht von unten oder oben erzeugt verschiedene Wirkungen.
Nutze Bewegung – ein Schritt, ein Lächeln, ein natürlicher Griff in die Haare.
Lass Raum für Persönlichkeit – echte Emotionen schlagen jede Pose.
Erzähle Geschichten – ein Shooting sollte ein Gefühl oder Thema transportieren.
Fang Zwischmomente ein – das Lachen nach der Pose ist oft das beste Bild.
Denk in Serien, nicht in Einzelbildern – das ergibt eine harmonische Bildstrecke.
Bleib authentisch – die besten Businessportraits sind ehrlich, nicht perfekt.
Ein erfolgreiches Shooting ist Teamwork.
Wenn Model und Fotograf:in gemeinsam an Ausdruck, Licht und Atmosphäre arbeiten, entstehen Bilder, die Persönlichkeit, Professionalität und Natürlichkeit vereinen – ob für LinkedIn, Website oder Social Media.
Vom guten Portrait zur visuellen Persönlichkeit
Wenn du bei einem Business-Casual-Shooting wirklich starke Bilder entstehen lassen möchtest, reicht es nicht, nur auf Kamera, Licht und Outfit zu achten. Der entscheidende Schritt beginnt dort, wo aus einem technisch guten Portrait ein Bild mit Persönlichkeit wird.
Denn ein professionelles Foto kann scharf, sauber belichtet und perfekt komponiert sein – und trotzdem austauschbar wirken.
Was ein Bild unverwechselbar macht, bist du.
Deine Haltung.
Deine Energie.
Deine Mimik.
Deine Art, dich zu bewegen.
Und genau deshalb lohnt es sich, bei einem modernen Business-Shooting nicht nur darüber nachzudenken, wie du aussehen möchtest, sondern vor allem darüber, wie du wahrgenommen werden möchtest.
Willst du kompetent wirken?
Nahbar?
Dynamisch?
Kreativ?
Ruhig und souverän?
Sportlich und leistungsorientiert?
Oder möchtest du mehrere dieser Seiten miteinander verbinden?
Genau hier liegt die Stärke eines Business-Casual-Shootings: Du musst dich nicht auf eine einzige Rolle reduzieren.
Du kannst professionell und locker sein.
Selbstbewusst und sympathisch.
Fokussiert und humorvoll.
Modern und trotzdem zeitlos.
Ein gutes Shooting gibt dir den Raum, genau diese unterschiedlichen Facetten sichtbar zu machen.
Deine Bildwirkung beginnt vor der Pose
Viele Menschen denken beim Thema Fotoshooting zuerst an Posen.
Wohin mit den Händen?
Wie stehen?
Wohin schauen?
Soll ich lächeln?
Doch bevor all diese Fragen relevant werden, passiert etwas viel Entscheidenderes: Du betrittst den Raum mit einer bestimmten Grundhaltung.
Wenn du innerlich angespannt bist, werden deine Schultern häufig automatisch höher.
Deine Hände wirken kontrollierter.
Dein Gesicht wird starrer.
Deine Bewegungen werden kleiner.
Wenn du dich dagegen sicher fühlst, verändert sich dein gesamter Ausdruck.
Du bewegst dich freier.
Du reagierst spontaner.
Dein Blick wird ruhiger.
Dein Lächeln entsteht natürlicher.
Deshalb solltest du ein Shooting nicht wie eine Prüfung betrachten.
Du musst nichts „richtig machen“.
Viel hilfreicher ist es, das Shooting als kontrollierte Situation zu sehen, in der verschiedene Versionen deiner Persönlichkeit ausprobiert werden dürfen.
Ein Foto darf ernst sein.
Das nächste darf lachen.
Ein weiteres darf ruhig wirken.
Ein anderes darf Bewegung zeigen.
Du musst nicht auf jedem Bild dieselbe Person spielen.
Du darfst einfach verschiedene Seiten von dir zeigen.
Die ersten zehn Minuten sind oft wichtiger als die letzten zehn Fotos
Gerade wenn du nicht regelmäßig vor der Kamera stehst, brauchst du möglicherweise einige Minuten, bis du wirklich im Shooting angekommen bist.
Das ist völlig normal.
Die ersten Aufnahmen können deshalb bewusst als Aufwärmphase genutzt werden.
Du kannst zunächst ganz einfache Bewegungen machen:
locker stehen,
ein paar Schritte gehen,
die Position wechseln,
die Arme kurz ausschütteln,
dich zur Seite drehen,
wieder zur Kamera schauen,
kurz lachen,
bewusst ausatmen.
Dadurch entsteht etwas Entscheidendes: Bewegung ersetzt Selbstbeobachtung.
Sobald du nicht mehr darüber nachdenkst, was deine linke Hand oder dein rechter Fuß gerade macht, wirst du automatisch natürlicher.
Für Fotograf:innen bedeutet das:
Nicht jedes Bild der ersten Minuten muss ein finales Portfoliofoto werden.
Diese Phase ist Teil des Prozesses.
Sie hilft dabei, einen gemeinsamen Rhythmus zu entwickeln.
Micro-Posing: Warum kleine Veränderungen so wirkungsvoll sind
Bei Businessportraits funktionieren oft keine spektakulären Posen, sondern kleine Veränderungen.
Ein minimal gedrehter Oberkörper kann bereits deutlich mehr Tiefe erzeugen.
Ein leicht verlagertes Gewicht kann einen Stand entspannter wirken lassen.
Eine Hand, die locker in Richtung Hosentasche geht, kann mehr Natürlichkeit vermitteln als zwei exakt positionierte Arme.
Das bedeutet:
Du musst deine Pose nicht nach jedem Foto komplett verändern.
Oft reicht es, innerhalb einer Grundposition kleine Varianten zu fotografieren.
Zum Beispiel:
Du stehst zunächst frontal.
Dann drehst du deinen Oberkörper leicht.
Danach geht dein Blick kurz aus dem Bild.
Anschließend wieder direkt in die Kamera.
Dann entsteht ein kleines Lächeln.
Danach ein stärkeres Lachen.
Vielleicht folgt eine kurze Bewegung.
So entstehen innerhalb weniger Minuten viele unterschiedliche Bildwirkungen, obwohl sich die Ausgangsposition kaum verändert hat.
Das ist besonders effizient, wenn du eine zusammenhängende Business-Serie fotografieren möchtest.
Was deine Hände über deine Körpersprache erzählen
Hände sind bei Portraits eines der wichtigsten, aber häufig unterschätzten Gestaltungselemente.
Wenn du nervös bist, zeigen deine Hände diese Spannung oft sofort.
Verkrampfte Finger.
Zu fest verschränkte Arme.
Unnatürlich gerade gehaltene Hände.
Oder Hände, die scheinbar keinen Platz finden.
Eine einfache Regel hilft:
Gib deinen Händen eine Aufgabe.
Du kannst beispielsweise:
eine Hand locker an die Hüfte legen,
mit einer Hand eine Jacke berühren,
die Hände locker ineinanderlegen,
einen Ärmel richten,
eine Haarsträhne bewegen,
eine Hand teilweise in die Hosentasche geben,
ein Smartphone oder Notebook halten,
einen Stuhl berühren,
die Arme kurz locker verschränken und wieder lösen.
Wichtig ist dabei weniger die konkrete Position als die Entspanntheit.
Finger sollten selten fest zusammengedrückt wirken.
Auch kleine Bewegungen helfen.
Bewege die Hände zwischen den Aufnahmen immer wieder neu, damit sie nicht wie eingefroren wirken.
Dein Blick entscheidet über die Beziehung zum Betrachter
Ein Businessportrait kommuniziert nicht nur über Kleidung oder Pose.
Besonders stark wirkt dein Blick.
Wenn du direkt in die Kamera schaust, entsteht eine unmittelbare Verbindung.
Der Betrachter hat das Gefühl, von dir angesprochen zu werden.
Das funktioniert besonders gut für:
Profilbilder,
About-Me-Seiten,
LinkedIn,
Speaker-Profile,
Teamseiten,
Unternehmenswebsites.
Doch nicht jedes Bild muss direkten Blickkontakt enthalten.
Ein Blick aus dem Bild kann ganz andere Eigenschaften vermitteln.
Er kann nachdenklich wirken.
Visionär.
Konzentriert.
Ruhig.
Beobachtend.
Gerade innerhalb einer Bildserie lohnt es sich deshalb, verschiedene Blickrichtungen bewusst einzuplanen.
So entsteht nicht nur mehr Auswahl, sondern auch mehr erzählerische Tiefe.
Das Geheimnis natürlicher Gesichtsausdrücke
„Jetzt natürlich lächeln.“
Dieser Satz funktioniert erstaunlich selten.
Denn sobald du bewusst versuchst, natürlich zu wirken, passiert häufig das Gegenteil.
Ein authentischer Gesichtsausdruck entsteht besser durch Reaktion als durch Anweisung.
Deshalb können kleine Impulse während des Shootings helfen.
Ein Gespräch.
Eine humorvolle Bemerkung.
Eine kurze Frage.
Ein bewusst ernster Moment.
Oder die Aufforderung, kurz nicht in die Kamera zu schauen und anschließend wieder zurückzublicken.
Gerade der Moment des Zurückblickens ist oft besonders interessant.
Warum?
Weil dein Gesicht dabei für einen Sekundenbruchteil noch nicht vollständig „in Pose“ ist.
Und genau diese Übergänge wirken häufig lebendig.
Fotografiere die Übergänge
Die stärksten Bilder entstehen nicht immer während der eigentlichen Pose.
Oft entstehen sie direkt davor oder danach.
Du lachst nach einer ernsthaften Aufnahme.
Du wechselst die Position.
Du richtest kurz dein Outfit.
Du atmest aus.
Du schaust nach einer Bewegung wieder zur Kamera.
Du reagierst auf eine Bemerkung.
Diese Sekundenbruchteile haben einen großen Vorteil:
Du kontrollierst dich weniger.
Deine Gestik wird automatisch natürlicher.
Deshalb solltest du als Fotograf:in nicht ausschließlich dann auslösen, wenn das Model vollständig „fertig“ positioniert ist.
Bleib aufmerksam.
Gerade zwischen zwei geplanten Bildern kann das Foto entstehen, das später die stärkste Wirkung hat.
Bewegung macht Businessbilder moderner
Businessfotografie muss nicht statisch sein.
Ganz im Gegenteil.
Schon kleine Bewegungen können einem Bild deutlich mehr Energie geben.
Du kannst:
einen Schritt auf die Kamera zugehen,
seitlich durch den Raum gehen,
dich während einer Bewegung umdrehen,
von einer Wand weggehen,
dich anlehnen und wieder lösen,
einen Stuhl verschieben,
eine Jacke anziehen,
mit einem Smartphone arbeiten,
kurz stehen bleiben und weitergehen.
Bewegung erzeugt automatisch Veränderungen in Kleidung, Haaren, Körperspannung und Gesichtsausdruck.
Dadurch wirkt eine Serie weniger wie eine Sammlung einzelner Portraits und mehr wie eine Momentaufnahme deines beruflichen Alltags.
Nutze den Raum als Teil deiner Geschichte
Ein minimalistischer Besprechungsraum bietet mehr Möglichkeiten, als es zunächst scheint.
Du brauchst keine aufwendigen Kulissen.
Schon wenige Elemente können unterschiedliche Bildwelten erzeugen.
Eine Wand kann zur ruhigen Portraitfläche werden.
Ein Tisch vermittelt Arbeitsplatz und Business-Kontext.
Ein Stuhl kann für sitzende Portraits genutzt werden.
Ein Fenster kann eine neue Lichtsituation ermöglichen.
Ein Gang erzeugt Bewegung.
Eine Tür oder Raumecke kann Tiefe in die Komposition bringen.
Der entscheidende Punkt ist:
Betrachte einen Raum nicht nur als Hintergrund.
Betrachte ihn als Werkzeug.
Frage dich:
Welche Linie kann ich nutzen?
Welche Fläche wirkt ruhig?
Wo entstehen interessante Perspektiven?
Welche Elemente passen zur Bildaussage?
Was sollte lieber nicht im Bild erscheinen?
Minimalismus bedeutet nicht, dass wenig vorhanden sein muss.
Minimalismus bedeutet, dass alles Sichtbare eine Funktion haben sollte.
Ein Outfit – viele unterschiedliche Bildwirkungen
Gerade ein reduziertes Outfit kann fotografisch besonders vielseitig sein.
Du brauchst nicht zwangsläufig fünf komplette Kleidungswechsel.
Manchmal reichen kleine Veränderungen.
Zum Beispiel:
Haare offen oder anders gelegt.
Ärmel hochgeschoben.
Jacke an oder aus.
Sneaker vollständig sichtbar oder enger angeschnitten.
Stehendes Portrait oder sitzende Aufnahme.
Ganzkörper oder Close-up.
Ernster Ausdruck oder Lachen.
Direkter Blick oder Profil.
Dadurch kann ein einziges Outfit deutlich abwechslungsreicher wirken, ohne dass die visuelle Identität der Serie verloren geht.
Das ist besonders wertvoll für Personal Branding.
Denn Wiedererkennbarkeit entsteht nicht dadurch, dass jedes Bild identisch aussieht.
Sie entsteht durch eine gemeinsame visuelle Sprache.
Close-up, Halbportrait oder Ganzkörper?
Eine professionelle Bildserie sollte unterschiedliche Bildausschnitte enthalten.
Close-up
Hier stehen Gesicht, Augen und Ausdruck im Mittelpunkt.
Perfekt für:
Profilbilder,
Social-Media-Avatare,
Kontaktbereiche,
Autor:innenprofile.
Halbportrait
Hier wird mehr Körpersprache sichtbar.
Hände können eingebunden werden.
Das Outfit spielt eine größere Rolle.
Ideal für:
Websites,
LinkedIn-Beiträge,
Presse,
Personal Branding.
Dreiviertelportrait
Diese Perspektive kombiniert Persönlichkeit mit Mode und Körpersprache.
Sie wirkt oft dynamischer als ein enger Portraitschnitt.
Ganzkörper
Hier werden Outfit, Haltung und Raum besonders wichtig.
Ganzkörperbilder eignen sich hervorragend für:
Landingpages,
Lifestyle-Content,
Social Media,
Editorials,
Kampagnen.
Wenn du alle vier Varianten während eines Shootings produzierst, hast du später deutlich mehr Möglichkeiten.
Hochformat und Querformat bewusst planen
Ein häufiger Fehler bei Shootings:
Es entstehen viele schöne Bilder – aber später passt keines exakt an die Stelle, an der es gebraucht wird.
Deshalb solltest du bereits während des Shootings überlegen:
Wo sollen die Fotos eingesetzt werden?
Für Social Media brauchst du andere Formate als für einen Website-Header.
Ein Profilbild funktioniert anders als ein Blogtitelbild.
Deshalb lohnt es sich, Motive gezielt mehrfach aufzunehmen.
Einmal enger.
Einmal weiter.
Einmal im Hochformat.
Einmal im Querformat.
Und vor allem:
mit Platz rund um die Person.
Dieser sogenannte Negativraum ist später besonders wertvoll.
Dort können beispielsweise Texte, Überschriften, Logos oder grafische Elemente platziert werden.
Ein Bild, das fotografisch etwas „zu leer“ wirkt, kann für Webdesign oder Social-Media-Grafiken genau richtig sein.
Denke bereits beim Fotografieren an Textflächen
Wenn Businessfotos später für Marketing verwendet werden, ist nicht nur das Motiv entscheidend.
Auch die Position der Person im Bild spielt eine Rolle.
Stehst du immer exakt in der Mitte, lässt sich später nur schwer zusätzlicher Text platzieren.
Deshalb können bewusst asymmetrische Kompositionen sinnvoll sein.
Du stehst beispielsweise rechts im Bild.
Links bleibt freie Fläche.
Oder umgekehrt.
Dadurch entstehen Bilder, die später ideal für:
Website-Header,
LinkedIn-Banner,
Workshop-Ankündigungen,
Werbegrafiken,
Speaker-Posts,
Newsletter,
Blogartikel
eingesetzt werden können.
Das macht aus einem schönen Foto ein praktisches Kommunikationswerkzeug.
Fotografiere mit unterschiedlichen emotionalen Intensitäten
Nicht jeder professionelle Kontext verlangt dieselbe Emotion.
Deshalb solltest du während einer Session verschiedene Abstufungen aufnehmen.
Neutral und ruhig
Ein entspannter Gesichtsausdruck ohne deutliches Lächeln.
Wirkt konzentriert und professionell.
Leichtes Lächeln
Nahbar, sympathisch und universell einsetzbar.
Offenes Lächeln
Lebendig und kommunikativ.
Echtes Lachen
Sehr emotional und besonders gut für Social Media oder Lifestyle-Kontexte.
Fokussierter Blick
Ideal für strategische, unternehmerische oder leistungsorientierte Themen.
Nachdenklicher Ausdruck
Kann für Editorials, Artikel und persönliche Storytelling-Inhalte interessant sein.
Dadurch erhältst du später nicht nur unterschiedliche Fotos.
Du erhältst unterschiedliche Kommunikationswerkzeuge.
Personal Branding braucht visuelle Wiedererkennbarkeit
Wenn du regelmäßig Bilder für LinkedIn, Instagram, deine Website oder andere Plattformen verwendest, sollte nicht jedes Shooting vollkommen anders aussehen.
Wiedererkennbarkeit hilft dabei, eine visuelle Identität aufzubauen.
Das bedeutet nicht, dass du immer dieselbe Kleidung tragen musst.
Viel wichtiger sind wiederkehrende Elemente.
Zum Beispiel:
ähnliche Lichtstimmung,
vergleichbare Farbwelt,
bestimmte Hintergründe,
wiederkehrender Bildstil,
ähnliche Bearbeitung,
ähnliche Perspektiven,
eine erkennbare Mischung aus Professionalität und Natürlichkeit.
Wenn Menschen deine Bilder sehen und bereits vor dem Lesen des Namens erkennen, dass sie zu dir gehören, funktioniert Personal Branding besonders gut.
Plane eine Bildbibliothek statt eines einzelnen Profilfotos
Ein moderner Online-Auftritt benötigt meistens mehr als ein einziges Foto.
Du brauchst möglicherweise:
ein klassisches Profilbild,
ein lockeres Portrait,
ein Ganzkörperbild,
ein Querformat,
ein Bild mit freiem Raum,
ein sympathisches Lachen,
ein konzentriertes Motiv,
ein Arbeitsmotiv,
ein Detailbild,
eine dynamische Aufnahme.
Aus diesem Grund solltest du dein Shooting wie den Aufbau einer persönlichen Bildbibliothek betrachten.
Du produzierst nicht einfach „Fotos von dir“.
Du produzierst visuelles Material für unterschiedliche Kommunikationssituationen.
Das verändert auch die Planung.
Statt nur zu fragen:
„Welches Foto gefällt mir am besten?“
fragst du:
„Welche Bilder brauche ich für meine Kommunikation?“
Erstelle vor dem Shooting eine Motivliste
Eine einfache Motivliste verhindert, dass wichtige Varianten vergessen werden.
Beispielsweise:
- klassisches Portrait mit direktem Blick,
- lächelndes Portrait,
- ernstes Portrait,
- Halbportrait,
- Ganzkörperaufnahme,
- sitzende Variante,
- Bewegung,
- Blick aus dem Bild,
- Querformat mit Textfläche,
- Hochformat für Social Media,
- Detailaufnahme,
- spontane Zwischensituation.
Eine solche Liste bedeutet nicht, dass das Shooting starr ablaufen muss.
Sie dient lediglich als Sicherheitsnetz.
Spontane Ideen dürfen jederzeit entstehen.
Kleine Serien innerhalb der großen Serie
Eine besonders effiziente Arbeitsweise besteht darin, Mini-Serien zu fotografieren.
Du bleibst beispielsweise für einige Minuten an einer Position und produzierst dort mehrere zusammengehörige Varianten.
Serie 1: Clean Business
Direkter Blick.
Ruhige Haltung.
Reduzierter Ausdruck.
Serie 2: Casual
Lockerere Haltung.
Leichtes Lächeln.
Mehr Bewegung.
Serie 3: Dynamisch
Gehen.
Drehen.
Lachen.
Serie 4: Editorial
Seitlicher Blick.
Stärkerer Bildaufbau.
Mehr Raum.
Serie 5: Detail
Hände.
Sneaker.
Outfit.
Accessoires.
Auf diese Weise entsteht bereits während des Shootings Struktur.
Warum Auswahl wichtiger ist als Masse
Nach einem Shooting können sehr viele technisch gute Bilder entstehen.
Doch nicht jedes technisch gute Foto sollte veröffentlicht werden.
Eine starke Serie lebt von Auswahl.
Wenn zehn Bilder nahezu denselben Ausdruck zeigen, brauchst du wahrscheinlich nicht alle zehn.
Wähle lieber die stärkste Variante.
Dadurch wirkt dein Portfolio klarer.
Professioneller.
Bewusster.
Frage bei der Auswahl:
Ist das Bild technisch sauber?
Ist die Mimik überzeugend?
Wirkt die Körpersprache natürlich?
Passt das Bild zur gewünschten Markenwirkung?
Ergänzt es die anderen Bilder?
Oder ist es nur eine Wiederholung?
Gute Bildauswahl bedeutet auch, gute Fotos nicht zu verwenden.
Die Reihenfolge einer Bildserie erzählt eine Geschichte
Wenn du mehrere Fotos auf einer Website, in einem Blogartikel oder in einem Social-Media-Karussell verwendest, solltest du auch über die Reihenfolge nachdenken.
Beginne beispielsweise mit einem starken Blickkontakt.
Danach kann ein lockeres Bild folgen.
Dann eine Bewegung.
Anschließend ein Detail.
Zum Schluss vielleicht ein offenes Lachen.
So entsteht Rhythmus.
Eine gute Bildstrecke funktioniert ähnlich wie ein Gespräch.
Nicht jede Aussage hat dieselbe Intensität.
Nicht jedes Bild muss der absolute Höhepunkt sein.
Manche Bilder dienen dazu, das nächste vorzubereiten.
Bildbearbeitung: Persönlichkeit erhalten
Bei der Nachbearbeitung solltest du immer bedenken, was das ursprüngliche Ziel war.
Wenn Natürlichkeit im Mittelpunkt steht, sollte die Bearbeitung diese Natürlichkeit unterstützen und nicht zerstören.
Kleine Hautunreinheiten können reduziert werden.
Temporäre Rötungen können ausgeglichen werden.
Belichtung und Kontrast können optimiert werden.
Störende Elemente im Hintergrund können gegebenenfalls entfernt werden.
Aber:
Haut darf Haut bleiben.
Gesichtsstruktur darf sichtbar bleiben.
Falten in der Mimik dürfen existieren.
Denn genau dort lebt Persönlichkeit.
Ein authentisches Businessportrait muss nicht aussehen wie eine Werbekampagne für makellose Kunststoffhaut.
Es sollte nach dir aussehen.
Nur in einer starken, bewussten fotografischen Version.
Schwarz richtig fotografieren und bearbeiten
Dunkle Kleidung wirkt elegant und reduziert.
Sie bringt jedoch eine besondere Herausforderung mit sich.
Schwarz darf nicht komplett absaufen.
Wenn sämtliche Strukturen verschwinden, wirkt das Outfit schnell wie eine einzige dunkle Fläche.
Achte deshalb auf:
sichtbare Stoffstruktur,
leichte Helligkeitsunterschiede,
Konturen an Armen und Oberkörper,
Abstand zwischen Kleidung und Hintergrund,
saubere Belichtung.
In der Bearbeitung lohnt es sich, dunkle Bereiche differenziert zu behandeln.
Das Ziel ist nicht, Schwarz grau zu machen.
Das Ziel ist, innerhalb des Schwarztones noch Struktur erkennen zu können.
Der Hintergrund braucht ebenfalls Aufmerksamkeit
Minimalistische Räume wirken nur dann minimalistisch, wenn störende Details konsequent kontrolliert werden.
Vor dem Auslösen lohnt sich deshalb ein kurzer Blick an die Bildränder.
Ist irgendwo eine Steckdose dominant sichtbar?
Ragt ein Kabel ins Bild?
Steht etwas unnötig auf einem Tisch?
Entsteht hinter dem Kopf eine störende Linie?
Schneidet eine Türkante ungünstig durch den Körper?
Solche Kleinigkeiten fallen während des Shootings manchmal kaum auf.
Auf einem fertigen Bild können sie jedoch enorm störend wirken.
Eine einfache Routine hilft:
Erst Model kontrollieren, dann Hintergrund, dann auslösen.
Der Abstand zur Wand verändert das gesamte Bild
Wenn du direkt vor einer weißen Wand stehst, wirkt das Bild schnell flach.
Schon etwas mehr Abstand kann einen großen Unterschied machen.
Der Hintergrund wird ruhiger.
Der Schatten verändert sich.
Die räumliche Tiefe nimmt zu.
Die Person löst sich stärker vom Hintergrund.
Gerade mit einfachem Licht ist diese Veränderung besonders wertvoll.
Bevor zusätzliches Equipment aufgebaut wird, solltest du deshalb zuerst mit der Position des Models experimentieren.
Manchmal ist der beste Lichtformer schlicht ein Schritt nach vorne.
Fotografiere nicht nur auf Augenhöhe
Augenhöhe ist für Businessportraits eine sichere und natürliche Perspektive.
Doch kleine Veränderungen können eine Serie deutlich abwechslungsreicher machen.
Eine minimal tiefere Kameraposition kann Präsenz verstärken.
Eine leicht erhöhte Perspektive kann ein Portrait weicher wirken lassen.
Eine seitliche Perspektive kann mehr räumliche Tiefe erzeugen.
Wichtig ist dabei:
Extreme Kamerawinkel solltest du gezielt und nicht zufällig einsetzen.
Der Winkel sollte die gewünschte Wirkung unterstützen.
Nicht davon ablenken.
Die Brennweite beeinflusst die Atmosphäre
Mit einem flexiblen Zoomobjektiv kannst du unterschiedliche Bildwirkungen erzeugen, ohne das Setup komplett zu verändern.
Eine weitere Perspektive zeigt mehr Umgebung.
Dadurch entsteht mehr Lifestyle-Charakter.
Eine längere Brennweite reduziert den sichtbaren Raum und konzentriert den Blick stärker auf die Person.
Deshalb lohnt es sich, Motive nicht immer nur aus derselben Position und mit derselben Brennweite aufzunehmen.
Varianz in der Perspektive sorgt später für eine interessantere Bildserie.
Schärfe bewusst setzen
Bei Portraits ist der Blick entscheidend.
Deshalb sollte die Schärfe zuverlässig auf den Augen liegen.
Besonders bei näheren Portraits fällt bereits eine kleine Fokusabweichung deutlich auf.
Wenn ein Auge näher zur Kamera liegt, sollte dieses in der Regel besonders sauber fokussiert sein.
Kontrolliere zwischendurch einzelne Bilder vergrößert.
Nicht erst nach dem Shooting.
Denn ein schöner Ausdruck lässt sich nicht einfach wiederholen.
Technische Probleme solltest du deshalb möglichst früh erkennen.
Rhythmus statt Dauerfeuer
Viele Bilder pro Sekunde bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse.
Bei gezielten Portraits kann es sogar sinnvoll sein, bewusster auszulösen.
Beobachte.
Warte.
Reagiere.
Löse im richtigen Moment aus.
Bei Bewegung oder spontanen Lachmomenten kann eine kurze Bildserie dagegen sinnvoll sein.
Die Kunst besteht darin, beide Methoden miteinander zu kombinieren.
Kontrolliertes Einzelbild bei ruhigen Portraits.
Kurze Serien bei Bewegung.
So entsteht Qualität ohne unnötige Datenmengen.
Entwickle ein gemeinsames Tempo
Jedes Model hat einen eigenen Rhythmus.
Manche verändern ihre Pose nach jeder Aufnahme.
Andere brauchen mehr Zeit.
Manche reagieren gut auf klare Anweisungen.
Andere funktionieren besser mit freien Bewegungen.
Als Fotograf:in solltest du diesen Rhythmus beobachten.
Wenn ein Model gerade einen starken Ausdruck gefunden hat, solltest du nicht sofort die komplette Pose verändern.
Bleib kurz in dieser Situation.
Variiere nur Kleinigkeiten.
Wenn dagegen Unsicherheit entsteht, kann Bewegung helfen.
Ein Schritt.
Ein Positionswechsel.
Eine kurze Pause.
Dann beginnt eine neue Sequenz.
Pausen sind Teil des Shootings
Gerade bei längeren Sessions nimmt die Konzentration irgendwann ab.
Dann verändert sich die Körpersprache.
Das Lächeln wirkt angestrengter.
Die Schultern werden schwerer.
Die Bewegungen wiederholen sich.
Eine kurze Pause kann deshalb produktiver sein als weitere fünfzig Aufnahmen.
Trinken.
Kurz sitzen.
Bilder ansehen.
Outfit kontrollieren.
Durchatmen.
Danach beginnt oft eine neue, deutlich bessere Phase.
Gemeinsam Bilder auswählen schafft Vertrauen
Zwischendurch einige gelungene Bilder zu zeigen, kann sehr hilfreich sein.
Das Model erkennt:
Wie wirkt meine Haltung?
Welche Seite funktioniert gut?
Wie sieht das Licht aus?
Welche Bewegung wirkt natürlich?
Dadurch entsteht ein gemeinsames Verständnis.
Allerdings sollte nicht nach jeder einzelnen Aufnahme kontrolliert werden.
Sonst geht der Flow verloren.
Besser ist es, nach einer abgeschlossenen kleinen Serie kurz gemeinsam auf das Display zu schauen.
Denke über die Lebensdauer deiner Bilder nach
Ein Businessportrait kann unterschiedlich lange relevant bleiben.
Ein stark trendgebundener Look wirkt möglicherweise nach kurzer Zeit veraltet.
Ein reduziertes Portrait kann dagegen über Jahre funktionieren.
Das bedeutet nicht, dass du Trends vollständig vermeiden musst.
Die entscheidende Frage lautet:
Welche Bilder sollen langfristig funktionieren?
Und welche dürfen bewusst aktueller und experimenteller sein?
Eine gute Bildbibliothek enthält idealerweise beides.
Zeitlose Kernbilder.
Und dynamischere Content-Bilder.
Deine Bilder sollten zu deiner tatsächlichen Persönlichkeit passen
Personal Branding funktioniert nur dann langfristig, wenn Bild und Person zusammenpassen.
Wenn du im echten Leben locker und unkompliziert bist, aber auf jedem Foto extrem streng und distanziert wirkst, entsteht ein Widerspruch.
Umgekehrt gilt dasselbe.
Ein Businessportrait ist kein Kostüm.
Es ist eine visuelle Übersetzung deiner Persönlichkeit.
Natürlich etwas bewusster.
Etwas klarer.
Etwas stärker komponiert.
Aber immer noch glaubwürdig.
Genau deshalb ist Natürlichkeit kein Gegensatz zu Professionalität.
Sie ist ein Teil davon.
Aus einem Shooting Content für Wochen machen
Eine durchdachte Bildserie lässt sich deutlich vielseitiger nutzen als nur für ein neues Profilfoto.
Aus einem einzigen Shooting können Inhalte entstehen für:
LinkedIn-Beiträge,
Instagram-Posts,
Stories,
Website-Unterseiten,
Blogartikel,
Newsletter,
Speaker-Unterlagen,
Presseanfragen,
Präsentationen,
Workshop-Ankündigungen,
Online-Kurse,
Unternehmensprofile.
Deshalb lohnt es sich, bereits vor dem Shooting eine einfache Content-Planung zu machen.
Welche Plattformen verwendest du?
Welche Bildformate brauchst du dort?
Welche Themen kommunizierst du regelmäßig?
Welche Motive könnten dafür sinnvoll sein?
Je klarer diese Fragen beantwortet sind, desto wertvoller wird dein Shooting langfristig.
Dateiorganisation gehört zum professionellen Workflow
Nach dem Shooting beginnt ein oft unterschätzter Teil der Arbeit.
Die Organisation der Dateien.
Eine klare Struktur spart später enorm viel Zeit.
Du kannst beispielsweise mit Kategorien arbeiten:
01_Portraits
02_Ganzkörper
03_Bewegung
04_Querformat
05_Details
06_Social-Media
07_Website-Auswahl
Auch eindeutige Dateinamen helfen.
Statt einer unübersichtlichen Sammlung aus zufälligen Kameranummern entsteht eine Bildbibliothek, in der du auch Monate später schnell findest, was du brauchst.
Sichere deine wichtigsten Bilder mehrfach
Professionelle Fotos sind wertvoll.
Nicht nur finanziell.
Sie können über Jahre Teil deiner Marke sein.
Deshalb sollte eine fertige Bildserie nicht nur auf einem einzelnen Computer gespeichert werden.
Eine sinnvolle Sicherungsstrategie kann mehrere Speicherorte umfassen.
Zum Beispiel:
Arbeitsrechner,
externe Festplatte,
zusätzlicher externer Speicher,
Cloud-Backup.
Je wichtiger die Bilder sind, desto weniger solltest du dich auf einen einzigen Speicherort verlassen.
Der finale Qualitätscheck vor Veröffentlichung
Bevor du ein Businessfoto veröffentlichst, schau es dir nicht nur groß am Bildschirm an.
Teste es in der tatsächlichen Anwendung.
Wie wirkt es als kleines Profilbild?
Wie sieht es auf dem Smartphone aus?
Passt der Ausschnitt auf LinkedIn?
Funktioniert das Querformat als Website-Header?
Ist dein Gesicht bei kleiner Darstellung noch klar erkennbar?
Gibt es genügend Platz für Text?
Erst im realen Einsatz zeigt sich, ob ein Bild wirklich funktioniert.
25-Punkte-Checkliste für deine professionelle Business-Casual-Bildserie
Vor dem Shooting
☐ Habe ich klar definiert, wofür ich die Bilder brauche?
☐ Weiß ich, welche Wirkung ich vermitteln möchte?
☐ Habe ich eine Liste der wichtigsten Motive erstellt?
☐ Sind Hoch- und Querformat eingeplant?
☐ Habe ich auch Motive mit freier Textfläche vorgesehen?
☐ Sind Kleidung, Schuhe und Accessoires vollständig vorbereitet?
☐ Habe ich mögliche störende Details am Outfit kontrolliert?
☐ Weiß ich, welche emotionalen Varianten ich fotografieren möchte?
Während des Shootings
☐ Sitzt der Fokus zuverlässig auf den Augen?
☐ Sind dunkle Kleidungsbereiche noch ausreichend strukturiert sichtbar?
☐ Kontrolliere ich regelmäßig die Bildränder?
☐ Variiere ich den Abstand zwischen Model und Hintergrund?
☐ Fotografiere ich Close-ups, Halbportraits und Ganzkörper?
☐ Nutze ich unterschiedliche Blickrichtungen?
☐ Fotografiere ich auch Übergänge zwischen den Posen?
☐ Baue ich natürliche Bewegung ein?
☐ Bekommen die Hände eine sinnvolle Aufgabe?
☐ Entstehen sowohl ruhige als auch dynamische Bilder?
☐ Werden regelmäßig kurze Pausen gemacht?
☐ Habe ich mindestens ein starkes Motiv für jede geplante Verwendung?
Nach dem Shooting
☐ Entferne ich doppelte oder nahezu identische Bilder?
☐ Bleibt die Bearbeitung natürlich und konsistent?
☐ Sortiere ich die finale Auswahl nach Verwendungszweck?
☐ Sichere ich die fertigen Dateien an mehreren Orten?
☐ Teste ich wichtige Bilder direkt in Website- und Social-Media-Layouts?
Praktische Tipps & Tricks für noch stärkere Business-Casual-Fotos
1. Starte bewusst einfach
Beginne nicht mit der kompliziertesten Pose. Ein entspannter Stand hilft dir, zuerst Sicherheit vor der Kamera zu gewinnen.
2. Verändere immer nur eine Sache
Wenn eine Pose funktioniert, ändere zunächst nur den Blick, dann die Hände, danach den Körperwinkel. So entstehen kontrollierte Variationen.
3. Fotografiere direkt nach dem Lachen weiter
Der Moment nach einem echten Lachen wirkt häufig besonders sympathisch und entspannt.
4. Lass das Model kurz wegschauen
Dann wieder zur Kamera blicken lassen. Dieser Übergang erzeugt oft einen besonders natürlichen Gesichtsausdruck.
5. Nutze kurze Gehbewegungen
Zwei oder drei Schritte reichen bereits. Du brauchst keinen langen Raum, um Dynamik ins Bild zu bekommen.
6. Kontrolliere die Finger
Selbst wenn die Gesamtpose perfekt aussieht, können angespannte Hände den Eindruck zerstören.
7. Lass etwas Platz um das Model
Zu eng fotografierte Bilder bieten später kaum Möglichkeiten für unterschiedliche Zuschnitte.
8. Produziere gezielt Querformate
Sie werden für Websites, Präsentationen und Banner häufig dringender benötigt, als man während eines Portraitshootings denkt.
9. Fotografiere ein Motiv zweimal
Einmal mit Blick in die Kamera und einmal ohne direkten Blickkontakt. Du erhältst sofort zwei unterschiedliche Kommunikationswirkungen.
10. Nutze Sitzmöglichkeiten sparsam
Ein Stuhl kann Abwechslung bringen. Achte aber darauf, dass die Haltung nicht zusammensackt.
11. Lass die Schultern kurz ausschütteln
Wenn eine Pose steif wird, einmal komplett lösen und neu beginnen.
12. Mache einen Rand-Check
Schau vor wichtigen Aufnahmen einmal bewusst in alle vier Ecken des Suchers.
13. Halte Abstand zum Hintergrund
Schon ein kleiner Positionswechsel kann das Bild räumlicher und hochwertiger wirken lassen.
14. Fotografiere auch Detailbilder
Schuhe, Hände, Accessoires oder kleine Ausschnitte können später wertvoller Content für Websites und Social Media sein.
15. Nutze dieselbe Pose in mehreren Bildausschnitten
Ganzkörper, Halbportrait und Close-up können direkt nacheinander entstehen.
16. Plane ein „sicheres“ Profilbild
Auch wenn du kreativ fotografierst, sollte mindestens ein klassisches, universell einsetzbares Portrait entstehen.
17. Plane zusätzlich ein experimentelles Bild
Wenn die sicheren Motive im Kasten sind, darfst du bewusst etwas ausprobieren.
18. Prüfe schwarze Kleidung auf dem Kameradisplay
Achte nicht nur auf die Helligkeit des Gesichts. Prüfe, ob im Stoff noch Details sichtbar sind.
19. Nutze Sprache statt komplizierter Posen
„Dreh dich ein bisschen zu mir“ wirkt oft natürlicher als eine technisch komplizierte Anweisung.
20. Gib eine Bewegungsrichtung
Statt „Sei locker“ ist „Mach zwei Schritte nach vorne und schau dann kurz zu mir“ deutlich leichter umzusetzen.
21. Fotografiere Reaktionen
Ein spontaner Gesichtsausdruck wirkt oft stärker als ein bewusst erzeugtes Lächeln.
22. Teste dein Bild klein
Ein Portrait, das großartig in voller Bildschirmgröße aussieht, muss nicht automatisch als kleines Profilbild funktionieren.
23. Bearbeite eine Serie gemeinsam
Vergleiche mehrere fertige Bilder nebeneinander. So erkennst du schnell, ob Farben, Kontrast und Helligkeit konsistent sind.
24. Lösche nicht zu früh
Sortiere zuerst. Lösche erst später endgültig. Manchmal wird ein unscheinbares Bild für einen bestimmten Layout-Zweck plötzlich interessant.
25. Erstelle verschiedene Exportgrößen
Eine hochauflösende Version für Druck und Archiv sowie optimierte Varianten für Web und Social Media erleichtern später die Nutzung.
26. Denke in Kampagnen statt Einzelposts
Ein Shooting kann Material für mehrere Wochen oder Monate liefern. Plane deine Bilder deshalb nicht nur für den nächsten Beitrag.
27. Lass Persönlichkeit vor Perfektion gewinnen
Wenn du zwischen einem technisch völlig perfekten, aber emotionslosen Bild und einem minimal unperfekten, dafür echten Moment wählen musst, kann die emotionale Aufnahme die stärkere sein.
Dein Businessportrait ist mehr als dein Aussehen
Am Ende geht es bei moderner Businessfotografie nicht darum, möglichst perfekt vor einer Kamera zu stehen.
Es geht darum, sichtbar zu machen, wer du bist.
Deine Kompetenz.
Deine Energie.
Deine Haltung.
Deine Persönlichkeit.
Technik schafft die Grundlage.
Licht schafft Atmosphäre.
Kleidung unterstützt deine visuelle Sprache.
Körpersprache erzeugt Wirkung.
Doch das, was Menschen letztlich im Bild wahrnehmen, lässt sich nicht vollständig inszenieren:
Glaubwürdigkeit.
Wenn all diese Elemente zusammenspielen, entsteht mehr als ein professionelles Portrait.
Es entsteht ein Bild, das für dich kommuniziert, noch bevor du selbst ein Wort gesagt hast.
Und genau darin liegt die eigentliche Stärke eines gelungenen Business-Casual-Shootings:
Du wirkst nicht professionell, weil du eine bestimmte Pose einnimmst.
Du wirkst professionell, weil das Bild deine Persönlichkeit klar, selbstbewusst und glaubwürdig transportiert.
Natürlichkeit ist dabei kein Zufall.
Sie entsteht aus Vorbereitung, Vertrauen, Kommunikation und dem Mut, vor der Kamera nicht irgendeine Rolle zu spielen.
Sondern einfach du selbst zu sein.












