Die Shootinganfrage – Dein Weg zum nächsten Shooting
Wenn du als Model deine Karriere aufbauen oder ausweiten willst, ist es unverzichtbar, zu lernen, wie man gezielt und professionell auf Fotografen zugeht. Eine Shootinganfrage ist viel mehr als nur eine beiläufige Nachricht – sie ist deine persönliche Visitenkarte, deine Minibewerbung und oft der erste Eindruck, den ein Fotograf von dir bekommt. Sie kann über Erfolg oder Ignoriertwerden entscheiden. In diesem Kapitel schauen wir uns genau an, wie du diese Anfrage gestalten kannst, worauf es ankommt und wie du dich als Model interessant, verlässlich und professionell präsentierst – mit aktuellen Bezügen zur Social-Media-Welt, Netzwerktreffen und rechtlichen Überlegungen.
Warum eine Shootinganfrage so wichtig ist
Viele Models warten darauf, dass Fotografen sie entdecken oder anschreiben. Doch wer erfolgreich sein will, sollte sich nicht nur passiv verhalten, sondern aktiv werden. Du selbst hast es in der Hand, wie sichtbar du wirst und ob du in Erinnerung bleibst. Eine Shootinganfrage ist dein Werkzeug, um auf dich aufmerksam zu machen – dabei kannst du entweder eigene Ideen einbringen oder dich für ein bereits geplantes Projekt bewerben.
Gerade in Zeiten von Instagram, TikTok und Portalen wie Model-Kartei, Stylink oder sogar LinkedIn, auf dem sich mittlerweile auch Kreative aus dem Fotobereich tummeln, ist der direkte Kontakt einfacher geworden – aber auch unübersichtlicher. Eine gute Shootinganfrage hilft dir dabei, dich aus der Masse der Bewerbungen und Nachrichten hervorzuheben.
Der richtige Zeitpunkt und die passende Situation
Bevor du eine Anfrage schreibst, solltest du dich fragen: Ist jetzt der richtige Moment? Hast du gerade aktuelle, hochwertige Bilder, ein gepflegtes Profil, ein sicheres Auftreten vor der Kamera und auch Kapazitäten für ein Shooting? Du musst nicht perfekt sein, aber eine gewisse Ernsthaftigkeit solltest du mitbringen. Je nach Fotograf ist das Niveau sehr unterschiedlich, daher lohnt sich auch eine vorherige Recherche: Arbeitet er oder sie eher mit Anfängern oder Profis? Wird kommerziell gearbeitet oder ist es ein reines TFP-Projekt? TFP steht für „Time for Prints“ – also Zusammenarbeit ohne Bezahlung, dafür auf Gegenseitigkeit mit Nutzungsrechten.
Wenn du dich für ein Shooting mit einem bestimmten Fotografen interessierst, ist es sinnvoll, seine Arbeit über einen längeren Zeitraum zu beobachten: Welche Art von Models fotografiert er oder sie? Welche Stimmung, welches Styling, welche Konzepte ziehen sich durch die Bildsprache? So kannst du herausfinden, ob du wirklich gut dazu passt – und deine Anfrage individuell anpassen. Damit hebst du dich schon von vielen anderen ab.

So baust du deine Shootinganfrage auf – persönlich, klar, selbstbewusst
Wenn du nun bereit bist, solltest du deine Anfrage wie eine kleine Bewerbung sehen. Kein Massentext, keine Copy-Paste-Nachricht. Du schreibst keine Freundin an, sondern jemanden, der vielleicht täglich Dutzende solcher Nachrichten bekommt. Beginne deine Nachricht immer mit einer persönlichen Anrede und einem kurzen Bezug zur Arbeit des Fotografen. Erwähne ruhig konkret, welches seiner Projekte oder Bilder dich besonders angesprochen hat und warum du denkst, dass eine Zusammenarbeit spannend sein könnte.
Danach stellst du dich kurz und klar vor. Kein Roman, aber die wichtigsten Punkte: dein Name, dein Wohnort oder deine Erreichbarkeit, Körpergröße, Konfektionsgröße, Haarfarbe, evtl. besondere Merkmale oder Skills wie Ballett, Pole Dance, Sport, Makeup-Kenntnisse. Wenn du schon Erfahrung hast, nenne gerne einige Highlights, vielleicht mit Links zu aussagekräftigen Bildern oder deinem Portfolio. Wichtig: Verwende professionelle Bilder, keine Selfies. Wenn du Anfängerin bist, dann formuliere das selbstbewusst – „Ich bin neu, aber mit großer Motivation und Lernbereitschaft“ klingt gleich viel besser als „Ich bin halt Anfängerin“.
Im nächsten Abschnitt kannst du eigene Ideen einbringen: Vielleicht hast du ein Moodboard erstellt oder ein Shootingkonzept im Kopf – umso besser, wenn du das mit einbindest. Wenn du flexibel bist, was Ort und Stil betrifft, dann zeig dich offen, aber ohne unterwürfig zu wirken. Niemand möchte eine Nachricht lesen, die klingt wie: „Ich bin für alles zu haben, bitte nimm mich.“
Abschließend solltest du einen konkreten Vorschlag machen: „Ich könnte an dem Wochenende XY in deiner Stadt sein – hättest du Interesse an einem gemeinsamen Projekt?“ Oder: „Ich bin oft in [Stadt] – vielleicht ergibt sich ja mal etwas, wenn es terminlich passt?“ Dazu deine Kontaktdaten, Link zum Portfolio und der höfliche Abschluss – auch wenn du keine Antwort bekommst, bleibt ein professioneller Eindruck zurück.
Was du vermeiden solltest – und wie du professionell bleibst
Ein häufiger Fehler: Anfragen, die wie Massenmails wirken. Fotografen merken schnell, wenn du dich nicht mit ihrer Arbeit beschäftigt hast oder nur auf Masse gehst. Ebenso unglücklich wirken zu flapsige Nachrichten, Emojis, zu viele Ausrufezeichen oder Sätze wie „Ich wäre echt happy, wenn du dich meldest!!!!“. Du kannst freundlich und locker schreiben, aber bleib dabei immer respektvoll und klar.
Auch wichtig: Erwartungen transparent machen. Ist es für dich ein reines Spaßprojekt oder erwartest du bestimmte Bilder? Willst du damit dein Portfolio erweitern oder baust du gezielt an einem bestimmten Image? Wenn du schon kommerzielle Ambitionen hast, dann sei ehrlich – das erspart Missverständnisse.
Falls du nach einigen Tagen oder Wochen keine Antwort bekommst, darfst du höflich nachfragen. Aber nur einmal. Kein Nachhaken à la „Hallo? Hast du meine Nachricht gesehen?“ – das wirkt ungeduldig und unsicher. Sieh es sportlich: Wenn es nicht klappt, war es vielleicht einfach nicht der richtige Zeitpunkt oder das passende Match.
Aktuelle Trends: Digitales Portfolio, KI-Modelle und rechtliche Klarheit
In der aktuellen Fotobranche spielen auch neue Themen eine Rolle: Digitale Sedcards, KI-generierte Models und rechtliche Fragen rund um Bildrechte. Wenn du langfristig als Model aktiv sein willst, solltest du dich auch damit auseinandersetzen. Viele Fotografen achten mittlerweile stark auf Nutzungsrechte und Releases – überlege dir im Vorfeld, wie du mit Themen wie Bildnutzung in sozialen Medien, kommerziellen Veröffentlichungen oder Retusche umgehen möchtest.
Dein Portfolio kannst du mittlerweile auch über Plattformen wie Behance, Adobe Portfolio oder spezielle Model-Plattformen präsentieren. Achte darauf, dass du deine Daten und Bilder gut verwaltest – und keine zu privaten Infos preisgibst.
Ein Tipp zum Schluss: Es ist ein Unterschied, ob du für dich selbst schreibst oder mit einer Modelagentur im Rücken. Wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, solltest du doppelt auf deine Außenwirkung achten. Eine gute Anfrage öffnet dir Türen – und manchmal auch ganz neue Möglichkeiten. Denn nicht selten ergibt sich aus einer gelungenen Zusammenarbeit ein ganzes Netzwerk, das dich weiterträgt.
Wie du als Model Fotografen findest – und warum das mehr ist als nur Netzwerken
Du hast dich entschieden, als Model durchzustarten – vielleicht stehst du noch am Anfang, vielleicht hast du auch schon erste Shootings hinter dir. Doch eine der zentralen Fragen bleibt für viele: Wie finde ich eigentlich Fotografen, mit denen ich zusammenarbeiten kann? Und noch viel wichtiger – wie finde ich die richtigen Fotografen, die zu mir passen, mich fördern, respektieren und bei denen ich mich wohlfühle? In diesem Kapitel zeige ich dir Wege, die du heute, im Zeitalter von Social Media, digitaler Selbstvermarktung und wachsendem Bewusstsein für Diversität und Professionalität im Model-Bereich gehen kannst.
Der erste Schritt bist immer du
Bevor du überhaupt auf die Suche nach Fotografen gehst, solltest du dir selbst einige Fragen stellen. Was möchtest du als Model ausdrücken? Welche Art von Shootings interessieren dich besonders – Fashion, Editorial, Beauty, Lifestyle, vielleicht auch Artistic Nudes oder Commercials? Je klarer du bist, desto leichter wird es, Fotografen zu finden, die mit dir auf Augenhöhe zusammenarbeiten wollen.
Das bedeutet nicht, dass du dich sofort festlegen musst. Am Anfang darfst und sollst du experimentieren. Aber reflektiere regelmäßig über deine Erfahrungen. Du wirst merken, welche Art von Arbeit dir liegt und mit welchen Fotografen du dich wirklich kreativ verbunden fühlst. Diese Klarheit ist Gold wert – auch für potenzielle Kooperationspartner.
Nutze die Kraft von Instagram – aber richtig
Instagram ist für Models und Fotografen oft das erste Tor zur Zusammenarbeit. Doch einfach nur ein paar Bilder hochladen reicht nicht. Du solltest dein Profil als eine Art visuelle Visitenkarte sehen. Verwende eine durchdachte Bio mit Infos zu deinem Standort, deiner Erfahrung und deiner Offenheit für Projekte. Markiere bei jedem Bild die beteiligten Kreativen und sei aktiv – like, kommentiere, teile.
Besonders wichtig ist aber, dass du dich nicht nur in deiner eigenen Bubble bewegst. Folge Hashtags wie #modelberlin, #photographermunich oder #tfpshooting und interagiere mit Leuten aus deiner Region. Achte dabei auf Professionalität: Schreibe gezielte, respektvolle Nachrichten. Keine Copy-Paste-Texte. Sag, was dir an ihrer Arbeit gefällt, was du dir vorstellen kannst, und schlage eventuell gleich eine Idee vor. Fotografen merken sofort, ob du einfach nur „irgendwas“ suchst oder ob du dich wirklich mit ihrer Arbeit auseinandergesetzt hast.
TFP oder bezahlt – klug entscheiden
Besonders am Anfang wirst du viel über „TFP“ stolpern – das steht für „Time For Print“ oder „Time For Pictures“. Dabei arbeiten Model und Fotograf ohne Bezahlung zusammen, beide erhalten Bilder zur freien Verwendung. Das kann eine großartige Möglichkeit sein, Erfahrungen zu sammeln und dein Portfolio aufzubauen. Aber sei vorsichtig: TFP heißt nicht, dass du jede Art von Shooting kostenlos machen solltest. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Zeit, dein Einsatz oder dein Aussehen ausgenutzt werden, ist es okay, auch mal Nein zu sagen.
Mach dir klar: Deine Arbeit hat einen Wert. Und gute Fotografen wissen das. Je erfahrener du wirst, desto mehr wirst du auch über Bezahlung sprechen – entweder weil du gebucht wirst oder weil du dir selbst Honorare überlegst. Auch hier gilt: Kommunikation auf Augenhöhe ist alles. Verstehe, was ein Fotograf braucht und was du brauchst, und finde eine faire Lösung.
Fotografen offline treffen – das Comeback von realen Netzwerken
Auch wenn heute vieles online läuft, gibt es nach wie vor wunderbare Möglichkeiten, Fotografen im echten Leben kennenzulernen. Besuche lokale Fotografie-Events, Ausstellungen oder Modelsharings. Oft gibt es kleine Treffen von Kreativen, bei denen du nicht nur Kontakte knüpfst, sondern auch ein Gefühl für die Menschen bekommst. Diese Begegnungen sind oft viel nachhaltiger als eine Insta-Message.
Du kannst dich auch bei Hochschulen oder Kunstakademien umsehen – Fotografie-Studenten suchen oft Modelle für Projekte, die spannend und hochwertig sind. Gerade diese Verbindungen können dir kreative Möglichkeiten eröffnen, bei denen du nicht nur „Model“ bist, sondern wirklich Teil eines gestalterischen Prozesses.
Setze auf kreative Zusammenarbeit statt auf „höher, schneller, weiter“
In einer Welt, in der viele nur auf Reichweite, Likes und Perfektion achten, kann es erfrischend anders sein, wenn du dich bewusst für kreative, ehrliche und authentische Zusammenarbeiten entscheidest. Frag dich: Was willst du mit deiner Arbeit als Model ausdrücken? Willst du gesellschaftliche Themen ansprechen – zum Beispiel Body Positivity, Diversity, Nachhaltigkeit oder Mental Health? Es gibt heute eine wachsende Zahl an Fotograf*innen, die genau solche Themen ins Zentrum stellen.
Wenn du für etwas stehst, ziehst du genau die richtigen Leute an. Und du wirst sehen: Diese Shootings sind oft die, die dich nicht nur als Model weiterbringen, sondern auch als Mensch.
Achtung Red Flags – wie du unseriöse Fotografen erkennst
Leider ist der Modelbereich auch ein Magnet für Menschen, die ihre Macht missbrauchen. Du solltest also immer aufmerksam sein. Wenn dir ein Fotograf komische Bedingungen stellt, sich nur auf körperliche Aspekte konzentriert oder dir das Gefühl gibt, dich beweisen zu müssen – geh. Es ist nie deine Aufgabe, dich unwohl zu fühlen, nur um Karriere zu machen. Hol dir im Zweifel Meinungen von anderen Models ein, lies Bewertungen oder frage in Communities nach Erfahrungen.
Respekt, Kommunikation und Transparenz sind die Grundlage jeder Zusammenarbeit – wenn das nicht gegeben ist, solltest du dich klar abgrenzen. Heute gibt es genug Möglichkeiten, mit guten, seriösen und inspirierenden Fotograf*innen zu arbeiten. Du musst dich nicht verbiegen.
Neue Wege: Virtuelle und KI-basierte Fotografie
Ein spannender neuer Trend ist der Einsatz von KI-generierten Hintergründen, 3D-Fotografie oder sogar Virtual Fashion Shoots. In diesen Bereichen entstehen gerade neue kreative Möglichkeiten – auch für Models. Wenn du technikaffin bist oder gerne Neues ausprobierst, könnten virtuelle Shootings, bei denen du z. B. via Greenscreen oder AR arbeitest, ein interessantes Feld für dich sein.
Das kann dir Zugang zu internationalen Projekten verschaffen, ganz ohne Reisen. Und: Du lernst, wie du dich auch digital in Szene setzt – was in der heutigen Welt ein echter Vorteil ist.
Werde sichtbar, aber bleibe immer du selbst
Am Ende geht es darum, sichtbar zu werden, ohne dich zu verlieren. Du wirst viele Arten von Fotograf*innen treffen – manche flüchtig, manche bedeutungsvoll, manche vielleicht sogar freundschaftlich verbunden. Wichtig ist, dass du dich bei jedem Schritt fragst: Bringt mich diese Zusammenarbeit weiter – als Model, aber auch als Mensch?
Dein Weg muss nicht perfekt sein. Aber wenn du ihn ehrlich, kreativ und mutig gehst, wirst du nicht nur Fotografinnen finden – sondern Mitstreiterinnen, die mit dir gemeinsam etwas erschaffen, das weit über ein hübsches Bild hinausgeht.
Deine Shootinganfrage als Model oder Visa – Dein Weg zum nächsten Shooting
Wie du als Model (oder Visa) den richtigen Kontakt zu Fotograf*innen findest und professionell anfragst
Eine Shootinganfrage ist dein Schlüssel zu neuen Projekten, Kontakten und kreativen Möglichkeiten. Sie ist weit mehr als eine kurze Nachricht – sie ist dein erstes Statement, deine Mini-Bewerbung, dein digitales Auftreten. Und sie entscheidet oft darüber, ob ein Fotograf deine Nachricht liest – oder übergeht.
Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du als Model oder Visa (Make-up Artist) souverän, sicher und professionell auf Fotograf*innen zugehst.
Am Ende findest du 37 wertvolle Tipps & Tricks – und eine Checkliste für Einsteiger, um deinen nächsten Schritt sofort umzusetzen.
Warum eine gute Shootinganfrage entscheidend ist
Viele warten, dass Fotografen sie entdecken. Doch Erfolg hat selten etwas mit Zufall zu tun.
Wer sich sichtbar, verbindlich und authentisch präsentiert, bekommt mehr Chancen.
Deine Shootinganfrage ist dein Werkzeug – um dich selbst ins Licht zu rücken, Verbindungen aufzubauen und deine Persönlichkeit zu zeigen.
In einer Zeit von Instagram, TikTok und Model-Kartei bedeutet Sichtbarkeit nicht Masse, sondern Qualität.
Deine Anfrage soll zeigen: Du weißt, wer du bist, was du kannst – und warum genau du spannend für das nächste Projekt bist.
Der Aufbau deiner Shootinganfrage
1. Persönliche Anrede & Bezug:
Erwähne, was dich an der Arbeit des Fotografen fasziniert – sei konkret („Deine Serie mit natürlichem Licht in Lissabon hat mich sehr inspiriert“).
2. Kurze Vorstellung:
Name, Alter (optional)
Wohnort / Mobilität
Körpergröße, Maße, Haarfarbe (wenn relevant)
Stil oder Spezialisierung
Erfahrung oder Lernmotivation
3. Portfolio & Links:
Verlinke auf deine besten Bilder (Instagram, Behance, Model-Kartei, eigenes Portfolio).
Keine Selfies, keine Filterbilder.
4. Idee oder Shootinginteresse:
Formuliere klar, was du dir vorstellen kannst oder welche Art von Bildsprache dich reizt.
5. Verfügbarkeit:
Mach es einfach, ja zu sagen. Schreib:
„Ich bin am Wochenende 24./25. in Köln – hättest du Lust auf ein gemeinsames TFP-Projekt?“
6. Abschluss:
Freundlich, offen, respektvoll. Kein Druck, kein Betteln.
„Ich freue mich, wenn du Lust auf ein gemeinsames Projekt hast – liebe Grüße, [Name].“
Typische Fehler bei Shootinganfragen
Copy-Paste-Nachrichten
Übertriebene Emojis oder Drängen („Bitte bitte melde dich!!!“)
Keine klare Info, wer du bist
Zu viele Anhänge oder Selfies
Kein Bezug zur Arbeit des Fotografen
Fordernde oder unklare Erwartungen
Der richtige Zeitpunkt
Frage nur an, wenn dein Portfolio aktuell ist, du Kapazität hast und deine Motivation stimmt.
Du brauchst keine perfekte Sedcard – aber Ehrlichkeit und Engagement.
Schau, ob der Fotograf Anfänger*innen unterstützt oder Profi-Produktionen macht – passe deine Anfrage entsprechend an.
Wie du Fotografen findest
Online:
Instagram (Hashtags wie #tfpmodelberlin #portraitmunich)
Model-Kartei, Stylink, Behance, LinkedIn
TFP-Gruppen auf Facebook oder Discord
Offline:
Modelsharings, Fotowalks, Hochschulprojekte
Fotofestivals, Messen, lokale Kunstvereine
Empfehlungen durch andere Models oder Visas
Zusammenarbeit: TFP oder bezahlt?
Gerade zu Beginn lohnt sich TFP – Erfahrung und Bilder statt Honorar.
Aber: Setze Grenzen. Wenn du dich ausgenutzt fühlst, sag nein.
Mit wachsender Erfahrung darfst du selbstverständlich Honorare verlangen.
Red Flags – So erkennst du unseriöse Fotografen
Unprofessionelle Kommunikation („Hey Süße, Lust auf was Krasses?“)
Kein Portfolio oder nur private Bilder
Druck, sich umzuziehen oder mehr zu zeigen als vereinbart
Keine klaren Vereinbarungen zu Bildrechten
Keine Referenzen oder merkwürdige Kommentare in der Community
Tipp:
Frage andere Models nach Erfahrungen oder recherchiere Bewertungen.
Sicherheit geht immer vor.
Trends & Zukunft: KI, virtuelle Shootings & Social Media
KI-generierte Konzepte: Lernen, digitale Ästhetik und echte Emotion zu verbinden.
Virtuelle Shootings via Greenscreen oder Webcam: Perfekt für internationale Kooperationen.
Diversität & Authentizität: Fotograf*innen suchen echte Gesichter mit Haltung.
Social Proof: Saubere Profile, gepflegte Bio, regelmäßige Aktivität – Qualität vor Quantität.
Für Visas (Make-up Artists)
Auch du bist Teil der kreativen Anfragekette.
Deine Shootinganfrage an Fotografen oder Models sollte Folgendes enthalten:
Kurze Vorstellung + Spezialisierung (z. B. „Natural Beauty, Editorial, Glam“)
Arbeitsweise: mobil / Studio / mit Assistent
Hygienestandards und verwendete Marken
Portfolio-Link und vorherige Projekte
Angebot für Testshootings (TFP oder rabattiert)
Visas profitieren von stabilen Netzwerken – häufig entstehen dauerhafte Kooperationen, wenn du zuverlässig, pünktlich und kommunikativ arbeitest.
37 Tipps & Tricks für Models und Visas
📍 Grundlagen & Auftreten (1–10)
Sei pünktlich – Zeit ist Respekt.
Antworte klar, freundlich und zeitnah.
Nutze eine seriöse E-Mail-Adresse.
Aktualisiere dein Portfolio regelmäßig.
Kenne deine Maße und Daten auswendig.
Schreibe fehlerfrei – Grammatik zählt!
Achte auf klare, natürliche Profilfotos.
Zeige Vielfalt – verschiedene Looks und Posen.
Lächle auch in Textform – freundlich, aber professionell.
Reagiere auf Absagen souverän.
💬 Kommunikation & Anfrage (11–18)
Immer mit persönlicher Anrede.
Beziehe dich auf ein konkretes Werk.
Stelle dich kurz, aber vollständig vor.
Nutze direkte Links statt große Anhänge.
Schlage konkrete Termine oder Ideen vor.
Formuliere ehrlich, was du suchst (TFP, Paid, Portfolio-Aufbau).
Fasse dich klar – keine Romane.
Bedanke dich für jede Antwort, auch wenn sie negativ ist.
🎨 Portfolio & Social Media (19–25)
Nutze dein Instagram als Visitenkarte.
Halte deine Bio klar: Standort, Stil, Kontakt.
Verlinke beteiligte Kreative bei jedem Post.
Vermeide Filter und übertriebene Retusche.
Zeige Abwechslung: Studio, Outdoor, Close-ups.
Nutze Story-Highlights für Projekte.
Pflege dein Netzwerk aktiv, nicht aufdringlich.
🧍♀️ Persönlichkeitsentwicklung (26–31)
Entwickle dein Selbstbild – kenne deine Stärken.
Lerne aus jedem Shooting (Reflexion nachher!).
Sei kritikfähig – aber bleib dir treu.
Höre auf dein Bauchgefühl bei neuen Kontakten.
Investiere in Coachings oder Workshops.
Pflege Körper und Geist – Modeln ist auch mentale Arbeit.
💼 Professionalität & Sicherheit (32–37)
Lies Verträge immer genau.
Kenne deine Rechte an Bildern (Model Release).
Nimm bei Unsicherheit eine Begleitperson mit.
Führe ein Shooting-Logbuch – Erfahrungen, Kontakte, Learnings.
Baue dir langfristige Fotograf*innen-Beziehungen auf.
Bleib authentisch – das ist dein größter USP.
🗒️ Kurze Checkliste für Einsteiger:innen
Vor der Anfrage:
Portfolio aktuell & professionell
Social Media aufgeräumt
Klare Vorstellung, was du suchst (TFP oder Paid)
Geeignete Fotografen recherchiert
Persönliche Anrede und Bezug notiert
In der Anfrage:
Vorstellung mit Namen, Ort, Stil
2–3 aussagekräftige Links oder Bilder
Idee oder Zeitfenster genannt
Freundlicher Abschluss mit Kontaktdaten
Nach der Anfrage:
Geduldig warten (mind. 1–2 Wochen)
Einmal höflich nachfragen, falls keine Antwort
Kontakt speichern & bei passender Gelegenheit wieder aufgreifen
Eine Shootinganfrage ist kein Zufall – sie ist ein Handwerk.
Wenn du lernst, dich authentisch und professionell zu präsentieren, öffnest du dir selbst Türen.
Dein Stil, deine Haltung und dein Auftreten sind das, was bleibt.
Und genau das entscheidet oft darüber, wer dich sieht – und wer mit dir arbeitet.