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Professor Pieps - Streaming: Das kleine Lied aus dem Internet

Professor Pieps – Streaming: Das kleine Lied aus dem Internet

Professor Pieps rückte seine kleine Brille zurecht.

„Heute reisen wir zu einer Erfindung, die die Welt verändert hat“, piepste er.

Dann drückte er auf den roten Knopf seiner Zeit-Käse-Maschine.

Wusch!

Schon begann das Abenteuer.

Die Zeit-Käse-Maschine ruckelte.

Sie summte.

Sie roch ein wenig nach warmem Käse.

„Hoffentlich landen wir nicht wieder in einem Suppentopf“, murmelte Professor Pieps.

Pling!

Die Maschine blieb stehen.

Professor Pieps öffnete die kleine Tür.

Er sah Computer.

Viele Kabel.

Große Bildschirme.

Und Menschen, die sehr aufgeregt waren.

„Aha!“, piepste Professor Pieps. „Wir sind in den 1990er-Jahren.“

Damals hatten viele Menschen noch keine schnelle Internet-Leitung.

Das Internet war langsam.

Sehr langsam.

Wenn man ein Lied hören wollte, musste man oft lange warten.

Wenn man einen Film sehen wollte, brauchte man meistens eine Kassette, eine DVD oder später eine Datei zum Herunterladen.

„Herunterladen bedeutet“, erklärte Professor Pieps leise, „dass eine ganze Datei erst auf den Computer kommt. Erst dann kann man sie ganz anschauen oder anhören.“

Er kletterte auf einen Schreibtisch.

Dort stand ein Computer.

Der Computer machte:
Biep.
Knack.
Surr.

Auf dem Bildschirm bewegte sich ein kleiner Balken.

Ein Mann sagte: „Wenn alles klappt, kann der Ton schon spielen, während er noch aus dem Internet kommt.“

Professor Pieps stellte die Ohren auf.

„Während er noch kommt?“, piepste er. „Das ist ja wie Käse essen, während der Rest vom Käse noch geliefert wird!“

Der Mann lachte nicht.

Natürlich nicht.

Er konnte Professor Pieps nicht sehen.

Professor Pieps versteckte sich hinter einer Kaffeetasse.

Auf der Tasse stand: „Internet“.

Der Mann startete ein Programm.

Es hieß RealAudio.

Das war ein frühes Programm, mit dem Menschen Ton aus dem Internet hören konnten, ohne lange auf die ganze Datei zu warten.

Erst knisterte es.

Dann kam Musik.

Ganz dünn.

Ganz leise.

Ein bisschen kratzig.

Aber es war Musik.

Direkt aus dem Internet.

Professor Pieps riss die Augen auf.

„Piep-piep-perfekt!“, flüsterte er.

Die Menschen im Raum klatschten.

Einer sagte: „Das ist Streaming.“

Professor Pieps schrieb das Wort auf:

Streaming

Dann schrieb er daneben:

Streaming bedeutet: Musik oder Filme kommen Stück für Stück aus dem Internet. Man kann sie abspielen, während noch weitere Stücke ankommen.

Professor Pieps nickte.

„Das ist wichtig“, sagte er. „Denn so müssen Menschen nicht immer warten, bis alles fertig geladen ist.“

Aber damals war noch nicht alles leicht.

Manchmal blieb der Ton stehen.

Dann wartete der Computer.

Das nannte man Puffern.

„Puffern“, erklärte Professor Pieps, „heißt: Der Computer sammelt kurz neue Daten, damit Musik oder Film weiterlaufen können.“

Professor Pieps setzte sich auf ein Kabel.

Das Kabel wackelte.

Der Ton stoppte.

Alle Menschen im Raum schauten erschrocken.

Professor Pieps wurde rot.

„Ups“, piepste er. „Mäuse sollten nicht auf Internet-Kabeln sitzen.“

Schnell sprang er herunter.

Der Ton lief weiter.

Nun stellte Professor Pieps die Zeit-Käse-Maschine neu ein.

„Weiter!“, rief er. „Wir müssen sehen, wie aus der kleinen Idee etwas Großes wurde.“

Wusch!

Dieses Mal landete er im Jahr 2005.

Er war in einem kleinen Büro.

Es war nicht besonders fein.

Es sah aus wie ein Ort, an dem viele Menschen viel arbeiten und wenig aufräumen.

Auf einem Tisch standen Computer.

Daneben lagen Pizzakartons.

Professor Pieps schnupperte.

„Keine Käsepizza“, seufzte er. „Schade.“

Drei Männer arbeiteten an einer neuen Internetseite.

Sie hießen Steve Chen, Chad Hurley und Jawed Karim.

Sie wollten, dass Menschen Videos leichter im Internet teilen konnten.

„Videos teilen?“, piepste Professor Pieps. „Also nicht in Stücke schneiden, sondern anderen zeigen!“

Er kicherte.

Die Seite hieß YouTube.

Dort konnten Menschen eigene Videos hochladen.

Hochladen bedeutet: Man schickt eine Datei vom eigenen Computer ins Internet, damit andere sie sehen können.

Im April 2005 wurde ein erstes kurzes Video hochgeladen.

Es zeigte Jawed Karim im Zoo.

Das Video war sehr kurz.

Aber es war ein Anfang.

Professor Pieps saß heimlich auf einer Mausmatte.

Das fand er lustig.

„Eine Maus auf einer Mausmatte“, piepste er. „Das ist fast schon Kunst.“

Immer mehr Menschen sahen Videos im Internet.

Manche Videos waren lustig.

Manche erklärten etwas.

Manche zeigten Musik.

Manche zeigten Tiere.

Professor Pieps mochte besonders die Tiervideos.

„Aus Forschungsgründen“, sagte er streng.

Dann schaute er noch drei Katzenvideos.

Auch aus Forschungsgründen.

Aber Professor Pieps bemerkte etwas Wichtiges.

Streaming war nicht nur zum Spaß da.

Menschen konnten damit lernen.

Sie konnten Nachrichten sehen.

Sie konnten Musik hören.

Sie konnten anderen Menschen etwas zeigen.

Ein Kind konnte ein Lied lernen.

Eine Oma konnte ein Konzert sehen.

Ein Schüler konnte eine Erklärung anschauen.

Ein Mensch in einem kleinen Dorf konnte etwas sehen, das weit weg passiert war.

„Das Internet macht die Welt kleiner“, schrieb Professor Pieps in sein Buch.
„Aber man muss klug damit umgehen.“

Wusch!

Die Zeit-Käse-Maschine sprang weiter.

Nun war es das Jahr 2007.

Professor Pieps landete in einem Büro von Netflix.

Netflix hatte früher DVDs per Post verschickt.

DVDs sind runde Scheiben.

Auf ihnen konnten Filme gespeichert sein.

Menschen bekamen die DVDs nach Hause.

Sie legten sie in ein Gerät.

Dann konnten sie den Film ansehen.

Professor Pieps kannte DVDs.

Einmal hatte er eine DVD als Spiegel benutzt.

„Meine Schnurrhaare sahen sehr gut aus“, erinnerte er sich.

Doch jetzt probierte Netflix etwas Neues.

Filme sollten direkt über das Internet kommen.

Ohne DVD.

Ohne Post.

Ohne Warten auf den Briefkasten.

Ein Mitarbeiter sagte: „Man klickt auf den Film. Dann kann man ihn ansehen.“

Professor Pieps klappte die Schnauze auf.

„Ein Film ohne Scheibe?“, piepste er. „Das ist Zauberei!“

Dann dachte er nach.

„Nein. Keine Zauberei. Technik.“

Der Film startete.

Er war nicht sofort perfekt.

Man brauchte eine gute Internetverbindung.

Manchmal war das Bild nicht so scharf.

Manchmal dauerte es einen Moment.

Aber die Idee war stark.

Ein Film konnte direkt zum Menschen kommen.

Ins Wohnzimmer.

Auf den Computer.

Später auch auf Fernseher, Tablets und Handys.

Professor Pieps schrieb:

Streaming veränderte, wie Menschen Filme schauen.

Früher musste man eine DVD kaufen oder ausleihen.

Oder man musste warten, bis ein Film im Fernsehen kam.

Beim Streaming konnten Menschen vieles dann anschauen, wenn sie Zeit hatten.

Das war bequem.

Sehr bequem.

Vielleicht sogar zu bequem.

Professor Pieps hob eine Pfote.

„Kinder“, sagte er ernst, obwohl ihn niemand hörte, „auch bei guten Erfindungen braucht man Regeln. Man kann nicht den ganzen Tag Filme schauen. Sonst verpasst man das echte Abenteuer draußen.“

Dann sah er auf seinen Bauch.

„Und man darf beim Schauen nicht alle Käsekrümel auf einmal essen.“

Das war eine sehr wichtige Regel.

Wusch!

Die Zeit-Käse-Maschine sprang weiter.

Professor Pieps landete im Jahr 2008.

Er war in Stockholm.

Stockholm ist die Hauptstadt von Schweden.

Dort war es kühler als in der warmen Werkstatt.

Professor Pieps zog seine kleine Weste enger.

In einem Büro arbeiteten Menschen an Musik.

Nicht an einer CD.

Nicht an einem Radio.

An Musik aus dem Internet.

Die Firma hieß Spotify.

Sie war von Daniel Ek und Martin Lorentzon gegründet worden.

Die Idee war: Menschen sollten Musik einfach und legal hören können.

Legal bedeutet: Es ist erlaubt.

Die Musikerinnen, Musiker und Firmen sollten dafür Geld bekommen.

Professor Pieps fand das wichtig.

„Wer Musik macht, arbeitet auch“, sagte er. „Und Arbeit soll fair behandelt werden.“

Ein Mitarbeiter klickte auf ein Lied.

Es begann fast sofort.

Professor Pieps tanzte auf einer Tastatur.

Leider schrieb er dabei:

ppppppppiiiiieeeeps

Der Mitarbeiter wunderte sich.

„Komisch“, sagte er. „Die Tastatur spinnt.“

Professor Pieps sprang schnell hinter eine Lampe.

Die Musik lief weiter.

Ein Lied.

Dann noch eins.

Dann eine ganze Liste.

Eine Liste mit Liedern nennt man Playlist.

Professor Pieps schrieb:

Eine Playlist ist eine Sammlung von Liedern, die man nacheinander hören kann.

Er stellte sich vor, wie Kinder morgens Musik hören.

Wie Familien zusammen tanzen.

Wie jemand ein neues Lieblingslied findet.

Wie Menschen Musik aus anderen Ländern kennenlernen.

Das war schön.

Aber Professor Pieps dachte auch an etwas anderes.

„Wenn so viel Musik da ist“, sagte er leise, „müssen Menschen lernen auszuwählen.“

Denn Streaming brachte sehr viel Auswahl.

Sehr, sehr viel.

Filme.

Serien.

Lieder.

Videos.

Hörbücher.

Nachrichten.

Erklärungen.

Man konnte fast alles finden.

Doch nicht alles war richtig.

Nicht alles war gut.

Nicht alles war für Kinder geeignet.

Professor Pieps nahm sein Forscherbuch.

Er malte drei kleine Zeichen hinein.

Ein Auge.

Ein Herz.

Ein Fragezeichen.

Dann erklärte er:

„Das Auge fragt: Was sehe oder höre ich gerade?“

„Das Herz fragt: Wie fühle ich mich dabei?“

„Das Fragezeichen fragt: Stimmt das wirklich?“

Das war Professor Pieps’ Streaming-Regel.

Auge.

Herz.

Fragezeichen.

Nun stellte die Zeit-Käse-Maschine noch einmal ihre Räder.

Sie zeigte viele Jahre auf einmal.

Professor Pieps sah, wie das Internet schneller wurde.

Er sah Glasfaser-Kabel.

Das sind besondere Kabel, durch die Daten sehr schnell reisen können.

Er sah WLAN.

WLAN ist Internet ohne Kabel in der Wohnung.

Er sah Handys, die immer klüger wurden.

Man nannte sie Smartphones.

Er sah Menschen im Zug Musik hören.

Er sah Familien Filme schauen.

Er sah Kinder Lernvideos nutzen.

Er sah Konzerte, die Menschen von zu Hause aus verfolgen konnten.

Er sah auch, dass viele Menschen keine CDs und DVDs mehr kauften.

Manche Läden verkauften weniger Scheiben.

Manche Videotheken verschwanden.

Eine Videothek war ein Laden, in dem man Filme ausleihen konnte.

Professor Pieps wurde ein wenig still.

„Erfindungen helfen“, sagte er. „Aber sie verändern auch Berufe, Läden und Gewohnheiten.“

Das war eine wichtige Lernerfahrung.

Eine neue Erfindung macht nicht einfach nur alles besser.

Sie verändert die Welt.

Manchmal freuen sich viele Menschen.

Manchmal müssen andere etwas Neues lernen.

Manchmal entstehen neue Berufe.

Zum Beispiel Menschen, die Videos machen.

Menschen, die Apps bauen.

Menschen, die Musik im Internet veröffentlichen.

Menschen, die aufpassen, dass Filme und Musik richtig übertragen werden.

Professor Pieps sah in sein Buch.

Dort standen viele Fragen:

Wer macht die Musik?

Wer bezahlt die Künstler?

Wer prüft, ob ein Video stimmt?

Wie lange darf ein Kind schauen?

Was passiert mit den Daten?

Daten sind Informationen.

Zum Beispiel, welches Lied man gern hört oder welchen Film man auswählt.

Professor Pieps legte eine Pfote auf sein Buch.

„Auch kleine Mäuse müssen lernen: Im Internet hinterlassen wir Spuren.“

Dann lächelte er.

Denn Streaming hatte auch viel Gutes gebracht.

Ein Kind konnte ein Lied aus einem anderen Land hören.

Eine Klasse konnte einen Film über den Weltraum sehen.

Ein Mensch konnte eine Sprache üben.

Eine Familie konnte zusammen lachen.

Eine Musikerin konnte ihre Lieder vielen Menschen zeigen.

Ein junger Erfinder konnte ein Video ansehen und lernen, wie man etwas baut.

Professor Pieps nickte.

„Streaming ist wie ein großer Fluss“, sagte er.

„Filme, Musik und Wissen fließen durch das Internet.“

„Aber wer an einem Fluss steht, muss schwimmen lernen.“

Zum Schluss reiste Professor Pieps zurück in seine kleine Mäusebibliothek.

Dort setzte er sich an seinen Schreibtisch.

Er spitzte seinen winzigen Bleistift.

Dann schrieb er den Titel auf:

Streaming – Filme und Musik direkt aus dem Internet

Darunter schrieb er:

Früher brauchten Menschen oft CDs oder DVDs.

Dann lernten Computer, Musik und Filme Stück für Stück aus dem Internet abzuspielen.

Das nennt man Streaming.

Streaming wurde durch bessere Computer, schnelleres Internet und kluge Programme möglich.

Viele Menschen arbeiteten daran.

Nicht nur eine Person.

Erfindungen entstehen oft, wenn viele Ideen zusammenkommen.

Professor Pieps schrieb alles in sein kleines Forscherbuch.

„Eine gute Erfindung hilft nicht nur einem Menschen“, sagte er.

„Sie kann vielen Menschen das Leben leichter machen.“

Dann knabberte er an einem Krümel Käse und reiste weiter.


Was Kinder aus dieser Geschichte lernen können

Kinder können aus der Geschichte von Professor Pieps lernen, dass Erfindungen oft nicht plötzlich da sind.

Streaming wurde nicht an einem einzigen Tag von einer einzigen Person erfunden.

Viele Menschen haben daran gearbeitet.

Einige entwickelten Programme für Ton.

Andere bauten Webseiten für Videos.

Andere machten Filme über das Internet verfügbar.

Wieder andere bauten Musikdienste.

Und noch viele andere verbesserten Computer, Kabel, Handys und das Internet.

Das zeigt Kindern:

Große Erfindungen entstehen oft durch Zusammenarbeit.

Eine Idee wächst.

Dann probiert jemand etwas aus.

Manchmal klappt es.

Manchmal klappt es nicht.

Dann wird verbessert.

So entsteht Fortschritt.

Kinder können auch lernen, dass Technik ein Problem löst.

Das Problem war:

Menschen wollten Musik hören und Filme sehen.

Aber CDs, DVDs und große Dateien waren manchmal umständlich.

Man musste sie kaufen, ausleihen, verschicken oder lange herunterladen.

Streaming machte vieles einfacher.

Man klickt.

Dann startet Musik oder Film.

Das ist bequem.

Aber die Geschichte zeigt auch:

Bequem ist nicht immer automatisch gut.

Kinder lernen, dass man mit Medien achtsam umgehen soll.

Achtsam bedeutet: Man merkt, was man tut.

Man fragt sich:

Tut mir das gerade gut?

Ist der Film für mein Alter geeignet?

Habe ich schon lange genug geschaut?

Will ich noch spielen, lesen, malen oder nach draußen gehen?

Streaming kann Freude machen.

Streaming kann beim Lernen helfen.

Aber es soll nicht den ganzen Tag bestimmen.

Professor Pieps zeigt Kindern deshalb seine Regel:

Auge.

Herz.

Fragezeichen.

Das Auge fragt:

Was sehe oder höre ich?

Das Herz fragt:

Wie fühle ich mich dabei?

Das Fragezeichen fragt:

Stimmt das wirklich?

Diese Regel ist wichtig für die Zukunft.

Denn Kinder wachsen in einer Welt auf, in der es sehr viele Informationen gibt.

Man kann fast alles suchen.

Man kann fast alles anschauen.

Aber nicht alles im Internet ist wahr.

Nicht alles ist freundlich.

Nicht alles ist gut erklärt.

Kinder sollen lernen, neugierig zu sein.

Aber sie sollen auch lernen, Fragen zu stellen.

Zum Beispiel:

Wer hat dieses Video gemacht?

Warum wurde es gemacht?

Will mir jemand etwas verkaufen?

Ist das Wissen richtig?

Kann ich eine erwachsene Person fragen?

So werden Kinder nicht nur Zuschauer.

Sie werden kluge Nutzerinnen und Nutzer.

Die Geschichte zeigt auch, dass Künstlerinnen und Künstler wichtig sind.

Musik entsteht nicht von selbst.

Filme entstehen nicht von selbst.

Menschen schreiben Lieder.

Menschen spielen Instrumente.

Menschen filmen.

Menschen schneiden.

Menschen sprechen Rollen.

Menschen malen Bilder.

Menschen programmieren Apps.

Wenn Kinder streamen, sehen oder hören sie die Arbeit vieler Menschen.

Daraus können sie lernen:

Kreative Arbeit hat Wert.

Man soll Musik, Filme und Geschichten fair nutzen.

Man soll nicht einfach alles stehlen oder unerlaubt kopieren.

Legal bedeutet: Es ist erlaubt.

Fair bedeutet: Es ist gerecht.

Kinder können außerdem lernen, dass Technik Berufe verändert.

Früher gab es viele Videotheken.

Dort lieh man Filme aus.

Heute streamen viele Menschen Filme zu Hause.

Das ist praktisch.

Aber dadurch verändern sich Läden und Arbeitsplätze.

Gleichzeitig entstehen neue Berufe.

Zum Beispiel:

Menschen, die Apps entwickeln.

Menschen, die Filme für Streamingdienste machen.

Menschen, die Musik online veröffentlichen.

Menschen, die Ton und Bild verbessern.

Menschen, die Daten schützen.

Menschen, die Kindern erklären, wie Medien funktionieren.

Das ist eine wichtige Zukunftslektion:

Wenn sich die Welt verändert, können Menschen dazulernen.

Kinder müssen keine Angst vor neuen Erfindungen haben.

Aber sie sollen wach bleiben.

Sie dürfen fragen.

Sie dürfen ausprobieren.

Sie dürfen Fehler machen.

Und sie dürfen lernen.

Die Geschichte zeigt auch, dass Erfindungen Verantwortung brauchen.

Verantwortung bedeutet:

Ich denke darüber nach, was mein Handeln bewirkt.

Beim Streaming bedeutet das:

Ich schaue nicht heimlich Dinge, die nicht für mich sind.

Ich frage, wenn ich unsicher bin.

Ich mache Pausen.

Ich respektiere die Arbeit anderer.

Ich glaube nicht sofort alles.

Ich schütze meine Daten.

Ich nutze Technik zum Lernen, Staunen und Teilen.

Für ihre Zukunft können Kinder mitnehmen:

Neugier ist gut.

Fragen sind gut.

Lesen ist gut.

Lernen ist gut.

Technik ist ein Werkzeug.

Ein Werkzeug kann helfen.

Aber der Mensch entscheidet, wie er es benutzt.

Ein Hammer kann ein Haus bauen.

Aber man muss wissen, wohin man schlägt.

Streaming kann Wissen, Musik und Geschichten bringen.

Aber man muss wissen, was man auswählt.

Professor Pieps würde sagen:

„Die beste Erfindung ist nicht die, die uns nur bequem macht.“

„Die beste Erfindung ist die, die uns klüger, freundlicher und neugieriger macht.“

Und genau das können Kinder aus Streaming lernen:

Sie können die Welt entdecken.

Sie können neue Sprachen hören.

Sie können Musik aus vielen Ländern kennenlernen.

Sie können Erklärungen finden.

Sie können Geschichten sehen.

Sie können sich inspirieren lassen.

Aber sie bleiben die Chefs über ihre Zeit.

Nicht der Bildschirm.

Nicht die App.

Nicht der nächste Film.

Kinder dürfen lernen:

Ich entscheide mit.

Ich mache Pausen.

Ich frage nach.

Ich denke selbst.

So wird aus Streaming nicht nur Unterhaltung.

Es wird eine Tür zur Welt.

Und hinter dieser Tür warten Wissen, Musik, Geschichten und viele neue Ideen.

Professor Pieps würde seine Brille zurechtrücken und sagen:

„Piep! Wer klug schaut, klug hört und klug fragt, ist bereit für die Zukunft.“