Kreative Porträts im eigenen Zuhause. Selbstporträts mit einfachen Mitteln für DIY-Fotoprojekte
Kreative Porträts im eigenen Zuhause. Selbstporträts mit einfachen Mitteln für DIY-Fotoprojekte

Kreative Porträts im eigenen Zuhause. Selbstporträts mit einfachen Mitteln für DIY-Fotoprojekte inkl. 21 Tipps & Tricks

Das eigene Zuhause ist weit mehr als nur ein Wohnraum – es ist eine Kulisse voller kreativer Geschichten, Stimmungen und individueller Details, die sich perfekt für kreative Selbstporträts eignen. Du brauchst keine professionelle Fotoausrüstung oder ein perfekt eingerichtetes Studio, um ausdrucksstarke, kunstvolle Porträts von dir selbst zu machen. Vielmehr geht es darum, deine Umgebung bewusst wahrzunehmen, Lichtquellen kreativ einzusetzen und mit Perspektiven, Spiegelungen oder unkonventionellen Elementen zu experimentieren. Gerade in einer Zeit, in der Selfies und digitale Selbstdarstellung allgegenwärtig sind, kann ein bewusst gestaltetes Selbstporträt eine tiefere, persönlichere Ebene erreichen.

Inhalt

Die eigene Umgebung als Fotostudio

Dein Zuhause bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für kreative Porträts. Jeder Raum hat sein eigenes Flair, unterschiedliche Lichtverhältnisse und einzigartige Texturen, die du gezielt in deine Bilder einbauen kannst. Ein Fenster kann zum natürlichen Softbox-Ersatz werden, ein schlichter Vorhang eine minimalistische Leinwand, und Alltagsgegenstände wie Spiegel, Gläser oder Lampen können für interessante Effekte sorgen.

Überlege, welche Atmosphäre du erzeugen möchtest: Soll dein Porträt ruhig und introspektiv wirken? Dann bieten sich sanfte, diffuse Lichtquellen und gedeckte Farben an. Oder möchtest du ein kraftvolles, dramatisches Bild? Dann kannst du mit starken Kontrasten, direktem Sonnenlicht oder sogar Farbfiltern spielen.

Es lohnt sich, verschiedene Ecken deines Zuhauses mit neuen Augen zu betrachten: Vielleicht bietet eine unaufgeräumte Bücherwand eine spannende Kulisse voller Charakter, oder eine einfache weiße Wand lässt Raum für kreative Schatten- und Lichtspiele.

Licht als kreatives Gestaltungsmittel

Licht ist das wichtigste Element in der Fotografie – und gerade für Selbstporträts kannst du es bewusst einsetzen, um bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Natürliches Licht aus Fenstern ist oft die beste Wahl, weil es weich und schmeichelhaft wirkt. Morgens oder spätnachmittags fällt es besonders schön und erzeugt warme, goldene Töne.

Aber auch künstliche Lichtquellen aus dem Haushalt können für kreative Effekte sorgen. Eine Nachttischlampe, eine Lichterkette oder sogar der Bildschirm deines Laptops können außergewöhnliche Stimmungen erzeugen. Eine interessante Technik ist es, mit farbigem Licht zu experimentieren – zum Beispiel mit farbigen Transparentfolien oder LED-Leuchten, die den gesamten Raum in eine neue Atmosphäre tauchen.

Spannend sind auch Schattenwürfe: Wenn du durch eine Pflanze, eine Gardine oder eine Spitze fotografierst, entstehen interessante Muster auf deinem Gesicht oder Hintergrund.

Kreative Porträts im eigenen Zuhause. Selbstporträts mit einfachen Mitteln für DIY-Fotoprojekte
Kreative Porträts im eigenen Zuhause. Selbstporträts mit einfachen Mitteln für DIY-Fotoprojekte

Spiegelungen, Fenster und ungewöhnliche Perspektiven

Eine kreative Möglichkeit, dein Selbstporträt spannender zu gestalten, ist das Arbeiten mit Spiegeln oder Reflexionen. Ein einfacher Handspiegel kann für doppelte Bildebenen sorgen, ein großer Spiegel kann einen anderen Blickwinkel auf dich selbst eröffnen. Du kannst dich direkt in den Spiegel fotografieren oder durch Glasflächen hindurch arbeiten, um reflektierende Effekte zu erzeugen.

Auch Fenster eignen sich perfekt für spannende Selbstporträts. Fotografierst du dich durch ein beschlagenes Fenster oder bei Nacht mit Lichtern im Hintergrund, entsteht eine stimmungsvolle, cineastische Wirkung.

Eine weitere Möglichkeit, dein Porträt einzigartig zu machen, ist das Spielen mit Perspektiven. Statt dich frontal in die Kamera zu setzen, probiere ungewöhnliche Winkel aus: eine Aufsicht von oben, eine Nahaufnahme nur eines Gesichtsdetails oder eine spannende Bildkomposition mit diagonalen Linien.

Accessoires und Inszenierung

Ein Selbstporträt muss nicht zwangsläufig nur dein Gesicht zeigen. Kleidung, Accessoires und sogar Alltagsgegenstände können Teil der Bildkomposition werden. Vielleicht nutzt du einen Schal, um dein Gesicht teilweise zu verdecken, oder du hältst eine durchsichtige Glasscheibe vor dich, um einen verschwommenen Effekt zu erzielen.

Auch Bewegung kann dein Porträt lebendiger wirken lassen: Ein Wassertropfen auf der Haut, fliegendes Haar oder ein sanfter Windzug durch ein offenes Fenster verleihen dem Bild eine natürliche Dynamik.

Ausdruck und Emotionen

Ein kreatives Selbstporträt ist mehr als nur ein ästhetisches Bild – es kann eine Geschichte erzählen, eine Emotion transportieren oder eine Seite von dir zeigen, die sonst verborgen bleibt. Versuche, dich in unterschiedliche Stimmungen hineinzuversetzen: Nachdenklichkeit, Freude, Sehnsucht oder sogar Melancholie. Kleine Veränderungen in der Mimik oder der Körperhaltung können große Wirkung haben.

Dabei musst du nicht immer direkt in die Kamera schauen. Manchmal wirkt es spannender, wenn dein Blick aus dem Bild hinauswandert oder du dich nur teilweise zeigst – etwa als Silhouette oder durch ein Fenster betrachtet.

Inspiration aus Kunst und Social Media

Die digitale Welt bietet eine Fülle an Inspiration für kreative Selbstporträts. Plattformen wie Instagram oder Pinterest sind voller ungewöhnlicher Fotoideen, die du für deine eigenen Projekte adaptieren kannst. Doch auch klassische Kunstwerke können als Inspiration dienen: Maler wie Vermeer oder Rembrandt haben meisterhaft mit Licht und Schatten gearbeitet – genau das kannst du in deine modernen Selbstporträts einfließen lassen.

Es kann auch spannend sein, eine kleine Serie zu erstellen – beispielsweise eine Reihe von Selbstporträts, die verschiedene Emotionen oder Jahreszeiten widerspiegeln. So entwickelst du nicht nur deine fotografischen Fähigkeiten weiter, sondern schaffst auch eine zusammenhängende, persönliche Geschichte in Bildern.

Kreative Selbstporträts im eigenen Zuhause sind eine wunderbare Möglichkeit, sich fotografisch auszudrücken, ohne teure Ausrüstung oder aufwendige Kulissen zu benötigen. Mit einfachen Mitteln wie natürlichem Licht, Spiegelungen oder ungewöhnlichen Perspektiven kannst du einzigartige Bilder erschaffen, die weit über ein gewöhnliches Selfie hinausgehen.

Nutze dein Zuhause als künstlerischen Spielplatz, experimentiere mit Licht und Schatten, entdecke neue Blickwinkel und erzähle deine eigene Geschichte – mit nichts weiter als deiner Kamera und deiner Kreativität.

Kreative Porträts im eigenen Zuhause – Inspiration für persönliche Selbstporträts

Kreative Porträts im eigenen Zuhause bieten dir die wunderbare Möglichkeit, deine Persönlichkeit, deine Stimmung und deine künstlerische Ausdruckskraft festzuhalten, ohne ein professionelles Studio betreten zu müssen. Gerade Selbstporträts sind ein spannendes DIY-Fotoprojekt, das mit Fantasie, Geduld und einfachen Mitteln eine eindrucksvolle Bildsprache entwickeln kann. Du brauchst dafür keine teure Ausrüstung – entscheidend sind dein Blick für Details, dein Gespür für Licht und deine Bereitschaft, dich selbst auf eine neue Art zu entdecken.


Die richtige Atmosphäre schaffen

Die Stimmung eines Fotos hängt stark vom Raum und der Atmosphäre ab. Auch in kleinen Wohnungen kannst du mit wenigen Handgriffen einen ganz individuellen Look erzeugen. Achte darauf, wie Tageslicht in den Raum fällt, wie Schatten Muster erzeugen und wie unterschiedliche Tageszeiten ein anderes Lichtgefühl entstehen lassen. Selbst eine schlichte Ecke mit neutraler Wandfarbe kann sich in eine spannende Fotokulisse verwandeln.


Spiel mit Licht und Schatten

  • Natürliches Licht nutzen: Stelle dich ans Fenster und experimentiere mit dem weichen Licht am Morgen oder dem goldenen Schimmer am späten Nachmittag.

  • Künstliche Lichtquellen einsetzen: Mit einer einfachen Lampe oder indirektem Licht kannst du gezielt Akzente setzen. Drehe die Lichtquelle, um Schatten stärker zu betonen oder das Gesicht sanft zu modellieren.

  • Lichtformen variieren: Probiere Silhouetten, Gegenlichtaufnahmen oder dramatische Schattenwürfe an Wänden und Vorhängen.


Kreative Ideen für deine Selbstporträts

  • Spiegel als Helfer: Nutze Spiegel in verschiedenen Größen, um ungewöhnliche Perspektiven einzufangen. Dadurch entstehen doppelte Bildwelten oder geheimnisvolle Fragmentierungen deines Gesichts.

  • Texturen einbeziehen: Stoffe, Vorhänge, Tücher oder durchsichtige Materialien vor der Linse schaffen Tiefe und weiche Farbspiele.

  • Requisiten improvisieren: Ein Alltagsgegenstand kann zum künstlerischen Element werden – etwa eine Tasse, ein Buch oder eine Pflanze, die du in deine Bildkomposition integrierst.

  • Persönliche Geschichten erzählen: Setze Gestik, Mimik und Körperhaltung bewusst ein, um Emotionen sichtbar zu machen. Ob nachdenklich, verspielt oder energiegeladen – deine Stimmung transportiert sich direkt ins Bild.


Tipps und Tricks für gelungene DIY-Selbstporträts

  • Achte auf eine ruhige Umgebung, in der du dich wohlfühlst und ungestört experimentieren kannst.

  • Verwende einen Selbstauslöser oder eine einfache Fernsteuerung, um dich ganz auf Pose und Ausdruck konzentrieren zu können.

  • Teste verschiedene Perspektiven: von unten, von oben oder aus ungewöhnlichen Winkeln.

  • Nutze schlichte Hintergründe, wenn du die Aufmerksamkeit auf dein Gesicht lenken möchtest.

  • Experimentiere mit Bewegungen – ein leicht gedrehter Kopf, ein Blick aus dem Fenster oder das Spielen mit den Haaren bringt Dynamik ins Bild.

  • Variiere deine Kleidung: von schlicht und minimalistisch bis farbenfroh und auffällig kannst du unterschiedliche Facetten deiner Persönlichkeit zeigen.


Inspiration durch kleine Details

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die ein Selbstporträt besonders machen. Ein zarter Schatten, der über dein Gesicht fällt, eine spontane Geste oder das zufällige Zusammenspiel von Farben und Licht kann ein Bild unverwechselbar wirken lassen. Erlaube dir, mit Unvollkommenheiten zu spielen – genau das macht dein DIY-Fotoprojekt authentisch.

21 Tipps & Tricks

🏠 1. Nutze natürliches Fensterlicht

Das beste Licht bekommst du oft von einem Fenster – weich, gleichmäßig und kostenlos. Drehe dich leicht seitlich zum Licht für schöne Schatten und Tiefe.

🪞 2. Verwende Spiegel kreativ

Spiegel bringen spannende Perspektiven ins Spiel. Fotografiere dich über Reflexionen oder kombiniere mehrere Spiegel für surreale Effekte.

📱 3. Nimm dein Smartphone als Fernauslöser

Die meisten Handys oder Kameras lassen sich mit einer App oder Bluetooth-Fernauslöser steuern – kein Stress mit Selbstauslöser-Timing.

🎨 4. Spiele mit Farben

Nutze farbige Lichter (z. B. LED-Lampen, Handybildschirme oder Folien über Lampen), um Stimmung und Ausdruck zu verändern.

🪟 5. Verwende Vorhänge oder Stoffe als Diffusor

Hänge einen hellen Stoff vor das Fenster, um hartes Sonnenlicht weich und schmeichelhaft zu machen.

🕯️ 6. Experimentiere mit Schatten

Verwende Pflanzen, Jalousien oder Spitze, um interessante Schattenmuster auf dein Gesicht zu werfen.

📷 7. Baue dir ein Mini-Studio

Ein heller Hintergrund (weiße Wand, Bettlaken, Duschvorhang) reicht oft völlig. Achte auf gleichmäßiges Licht.

🧃 8. Requisiten aus dem Alltag

Tassen, Bücher, Blumen oder Brillen können ein Porträt lebendiger machen und eine Geschichte erzählen.

🔦 9. Lichtquellen kombinieren

Setze eine Schreibtischlampe, Kerze oder Taschenlampe gezielt ein – für dramatische Low-Key-Effekte oder warme Lichtakzente.

🪑 10. Spiele mit Perspektive

Stell die Kamera mal von unten, oben oder im 45°-Winkel auf – kleine Änderungen verändern den ganzen Look.

🧍‍♀️ 11. Nutze Linien und Formen

Türen, Fensterrahmen oder Möbelstücke können dein Porträt rahmen und Tiefe schaffen.

🎭 12. Ausdruck und Pose üben

Kreative Porträts leben von Emotionen. Probiere verschiedene Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen vor dem Spiegel aus.

💡 13. Farbfilter oder Folien

Transparente Verpackungsfolien oder alte CD-Hüllen vor eine Lampe halten – so entstehen farbige Effekte ohne teure Filter.

🧩 14. Doppelte Belichtung oder Spiegelung

Viele Smartphones bieten Doppelbelichtungs-Modi – kombiniere dein Gesicht mit Strukturen, Pflanzen oder Mustern.

🪄 15. Verwende Glas oder Plastik

Ein Glas, eine transparente Folie oder ein Tropfen Wasser vor der Linse kann magische Unschärfen oder Lichtbrechungen erzeugen.

🕰️ 16. Golden Hour Indoor nutzen

Wenn die Sonne tief steht, kommt warmes Licht durchs Fenster – nutze das für goldene Hauttöne und verträumte Stimmung.

🖼️ 17. Spiele mit Bildkomposition

Probiere die Drittelregel, Zentrierung oder bewusstes Negativ-Space aus, um Spannung zu erzeugen.

🌈 18. Projektionen ausprobieren

Projiziere Bilder oder Muster mit einem Beamer oder Fernseher auf dich – futuristische und künstlerische Effekte garantiert.

🧍 19. Bewegung einfrieren oder mitziehen

Ein Ventilator für fliegende Haare oder ein leichtes Drehen während des Auslösens bringt Dynamik ins Bild.

💻 20. Nachbearbeitung mit kostenlosen Apps

Tools wie Lightroom Mobile, Snapseed oder VSCO helfen, Farben, Licht und Kontrast professionell zu verfeinern.

❤️ 21. Entwickle deinen Stil

Finde wiederkehrende Farben, Emotionen oder Requisiten, die deine Handschrift ausmachen – das macht deine Porträts einzigartig.

Deine persönliche Bildsprache entwickeln – der nächste Schritt deiner Selbstporträt-Fotografie

Wenn du bereits erste kreative Selbstporträts in deinem Zuhause fotografiert hast, wirst du schnell merken: Mit jedem Bild entwickelst du nicht nur deine fotografischen Fähigkeiten weiter, sondern auch ein stärkeres Gespür für deine eigene Bildsprache. Genau hier beginnt der spannendste Teil deiner kreativen Reise.

Selbstporträts sind nicht nur Fotos von dir – sie sind eine Form des visuellen Storytellings. Jedes Bild kann eine Stimmung, eine Erinnerung oder sogar eine kleine Geschichte transportieren. Vielleicht möchtest du deine ruhige Seite zeigen, vielleicht experimentierst du mit starken Kontrasten oder surrealen Ideen. Dein Zuhause ist dabei der perfekte Ort, um frei zu experimentieren, ohne Druck und ohne Publikum.

Je öfter du fotografierst, desto mehr erkennst du, welche Perspektiven dir gefallen, welche Lichtstimmungen deine Persönlichkeit unterstreichen und welche Bildideen wirklich zu dir passen.


Serien statt Einzelbilder – so entsteht ein echtes Fotoprojekt

Viele kreative Fotograf*innen denken nicht nur in einzelnen Bildern, sondern in Serien. Das bedeutet: Mehrere Fotos gehören thematisch zusammen und erzählen gemeinsam eine Geschichte.

Gerade bei Selbstporträts zuhause lässt sich das wunderbar umsetzen.

Mögliche Serienideen könnten sein:

  • Selbstporträts zu verschiedenen Tageszeiten

  • Eine Bildreihe über unterschiedliche Emotionen

  • Minimalistische Porträts mit immer demselben Hintergrund

  • Selbstporträts mit verschiedenen Lichtfarben

  • Eine Serie über deinen Alltag zuhause

  • Vier Jahreszeiten im selben Raum

Eine Serie hat zwei große Vorteile:
Zum einen entwickelst du automatisch einen konsistenten Stil. Zum anderen lernst du, bewusst fotografische Entscheidungen zu treffen.

Ein einzelnes Bild kann zufällig gut werden – eine Serie entsteht dagegen durch Planung und kreatives Denken.


Minimalismus als Stilmittel

Gerade bei DIY-Selbstporträts im eigenen Zuhause wirkt Minimalismus oft besonders stark. Ein ruhiger Hintergrund, wenig Requisiten und ein klarer Bildaufbau lenken die Aufmerksamkeit vollständig auf dich.

Das bedeutet nicht, dass das Bild langweilig sein muss. Im Gegenteil.

Minimalistische Porträts leben von kleinen Details:

  • ein Lichtstreifen auf deinem Gesicht

  • eine einzelne Pflanze im Hintergrund

  • ein farbiger Pullover vor einer weißen Wand

  • ein Schattenmuster auf deiner Haut

Manchmal reicht ein einziges visuelles Element, um ein Bild spannend wirken zu lassen.


Kreative Experimente mit Bewegung

Viele Selbstporträts wirken statisch, weil man automatisch versucht, still vor der Kamera zu sitzen. Dabei kann Bewegung ein starkes Stilmittel sein.

Du kannst zum Beispiel:

  • deinen Kopf leicht drehen

  • deine Haare in Bewegung bringen

  • dich während des Auslösens bewegen

  • mit längerer Belichtungszeit arbeiten

  • einen Stoff oder Vorhang durch das Bild wehen lassen

So entstehen Bilder mit Dynamik, Energie und einer fast filmischen Atmosphäre.

Besonders spannend wirken leichte Bewegungsunschärfen, weil sie dem Bild eine emotionale Tiefe verleihen.


Die Rolle der Nachbearbeitung

Ein gutes Foto entsteht nicht nur beim Fotografieren – auch die Nachbearbeitung gehört zum kreativen Prozess.

Dabei musst du kein Photoshop-Profi sein. Schon einfache Anpassungen können dein Selbstporträt deutlich verbessern:

  • Helligkeit und Kontrast anpassen

  • Farben leicht verstärken oder reduzieren

  • Bild zuschneiden (Crop)

  • Schatten aufhellen

  • Farbtemperatur verändern

Viele Fotograf*innen entwickeln mit der Zeit einen eigenen Editing-Stil, der ihre Bilder wiedererkennbar macht.

Vielleicht bevorzugst du warme Farben und weiche Kontraste.
Vielleicht liebst du dramatische Schwarz-Weiß-Porträts.

Erlaubt ist alles, was deine persönliche Bildwirkung unterstützt.


Authentizität statt Perfektion

Gerade bei Selbstporträts ist es verlockend, alles perfekt wirken zu lassen. Doch oft sind es gerade die kleinen Unvollkommenheiten, die ein Bild interessant machen.

Ein leicht unscharfer Moment.
Ein spontanes Lächeln.
Ein zufälliger Schatten.

Diese Details machen dein Bild authentisch.

Die besten kreativen Porträts entstehen häufig genau dann, wenn du nicht versuchst, perfekt auszusehen – sondern einfach du selbst bist.


Routinen entwickeln – so bleibst du kreativ

Wenn du merkst, dass dir Selbstporträts Spaß machen, lohnt es sich, eine kleine kreative Routine aufzubauen.

Zum Beispiel:

  • ein Selbstporträt pro Woche

  • ein monatliches Fotoprojekt

  • eine saisonale Bildserie

  • ein kleines Fototagebuch

Diese Routine hilft dir nicht nur, kreativ zu bleiben. Sie zeigt dir auch, wie sich dein Stil mit der Zeit entwickelt.

Viele Fotograf*innen sind überrascht, wie stark sich ihre Bildsprache bereits nach wenigen Monaten verändert.


Checkliste: Kreative Selbstporträts zuhause planen

Bevor du dein nächstes Selbstporträt fotografierst, kannst du diese einfache Checkliste durchgehen.

Vorbereitung

  • Raum auswählen

  • Lichtquelle beobachten

  • Hintergrund aufräumen oder bewusst gestalten

  • Kamera oder Smartphone stabil positionieren

  • Selbstauslöser oder Fernauslöser aktivieren

Bildidee festlegen

  • Welche Stimmung soll das Bild haben?

  • Welche Emotion möchtest du zeigen?

  • Soll das Bild minimalistisch oder verspielt wirken?

  • Möchtest du Requisiten verwenden?

Licht prüfen

  • Natürliches Fensterlicht nutzen

  • Lichtquelle seitlich platzieren

  • Schatten bewusst einsetzen

  • ggf. Stoff oder Vorhang als Diffusor verwenden

Bildkomposition

  • Perspektive testen (oben, unten, seitlich)

  • Drittelregel ausprobieren

  • Linien oder Rahmen im Raum nutzen

  • Negativen Raum bewusst einsetzen

Aufnahmephase

  • mehrere Varianten fotografieren

  • unterschiedliche Gesichtsausdrücke testen

  • kleine Bewegungen ausprobieren

  • Details aufnehmen (Augen, Hände, Silhouette)


Praktische Tipps & Tricks für kreative Selbstporträts

1. Fotografiere mehr als du denkst

Die meisten starken Bilder entstehen erst nach mehreren Versuchen. Fotografiere lieber 50 Bilder statt nur 5.

2. Nutze den Serienmodus

Gerade bei Bewegung oder spontanen Momenten hilft der Serienmodus enorm.

3. Arbeite mit festen Kamera-Positionen

Wenn du die Kamera einmal richtig platziert hast, kannst du dich voll auf Ausdruck und Pose konzentrieren.

4. Verwende den Timer mit Verzögerung

10-Sekunden-Timer geben dir genug Zeit, um dich natürlich zu bewegen.

5. Fotografiere regelmäßig

Kreativität funktioniert wie ein Muskel – je öfter du sie nutzt, desto stärker wird sie.

6. Dokumentiere deine Ideen

Halte spontane Bildideen in einer Notiz-App fest. Gute Ideen kommen oft unerwartet.

7. Lass dich inspirieren – aber kopiere nicht

Pinterest oder Instagram können inspirierend sein, aber versuche immer deine eigene Variante zu entwickeln.

8. Nutze dein Zuhause bewusst

Fenster, Spiegel, Pflanzen, Bücherregale oder Türen können Teil deiner Bildkomposition werden.

9. Denke wie ein Regisseur

Stell dir vor, dein Bild ist eine Filmszene. Was passiert in diesem Moment?

10. Hab Spaß am Experimentieren

Manche Ideen funktionieren nicht – und genau das gehört zum kreativen Prozess.


Dein Zuhause ist dein kreatives Fotostudio

Kreative Selbstporträts im eigenen Zuhause sind eine der spannendsten Möglichkeiten, Fotografie mit persönlichem Ausdruck zu verbinden. Du brauchst weder ein Studio noch teure Technik – nur Neugier, Geduld und den Mut zu experimentieren.

Je mehr du ausprobierst, desto stärker wird deine eigene Bildsprache. Mit Licht, Perspektiven, Emotionen und kleinen Details kannst du Bilder erschaffen, die weit über ein gewöhnliches Selfie hinausgehen.

Dein Zuhause wird dabei zu deinem persönlichen Fotostudio – und jedes neue Selbstporträt zu einem kleinen kreativen Abenteuer.

Markus Flicker

Markus Flicker – Kreativer Unternehmer mit anhaltender konstruktiver Unzufriedenheit. Steiermark Graz Gleisdorf Österreich // Finden und Erstellen von visuellen Lösungen für dein Unternehmen. Markus Flicker Fotograf & Videograf Graz Contentcreator & Autor Fotografie / Bildbearbeitung / Workshops / Reisen / Blog / Podcast