Warum du 100% aller Chancen verlierst, die du nicht nutzt – Die kraftvolle Basketball-Metapher für dein Leben. Mut statt Perfektion: Warum du jetzt den ersten Schritt machen musst.
Warum du 100% aller Chancen verlierst, die du nicht nutzt – Die kraftvolle Basketball-Metapher für dein Leben. Mut statt Perfektion: Warum du jetzt den ersten Schritt machen musst.

Warum du 100% aller Chancen verlierst, die du nicht nutzt – Die kraftvolle Basketball-Metapher für dein Leben. Mut statt Perfektion: Warum du jetzt den ersten Schritt machen musst.

Der Wurf, den du nicht nimmst

Stell dir vor, du stehst auf einem Basketballfeld und es wäre deine Chance. Die Uhr läuft, dein Team liegt knapp hinten, der Ball ist in deinen Händen. Ein Mitspieler ruft, die Zuschauer sind laut, dein Herz schlägt schneller. Du weißt: Wenn du jetzt wirfst, kannst du treffen oder daneben liegen. Wenn du aber gar nicht wirfst, passiert eines ganz sicher – du wirst keinen Punkt machen.

Genau hier steckt die Metapher, die dein Leben verändern kann: Du verlierst hundert Prozent aller Würfe, die du nicht ausführst. Es geht nicht um Basketball, es geht um dein Leben. Jeder Wurf ist eine Entscheidung, eine Bewerbung, ein Anruf, ein Gespräch, ein Projekt, ein „Ja“ oder ein „Nein“. Wenn du sie nicht ausführst, sind sie bereits verloren, bevor du überhaupt eine Chance hattest.

Vielleicht schaust du auf Situationen in deinem Leben zurück, in denen du den Ball in der Hand hattest, aber ihn nicht geworfen hast. Der Moment, in dem du fast jemanden angesprochen hättest, der dir wichtig war. Die Idee für ein eigenes Projekt, die du wochenlang mit dir herumgetragen hast, ohne sie wirklich anzugehen. Die Bewerbung, die du vorbereitest, aber nie abschickst. In all diesen Szenen warst du auf deinem persönlichen Spielfeld – und hast den Ball wieder festgehalten, statt ihn Richtung Korb loszulassen.

Der Korb steht für alles, was du erreichen willst. Du wirst ihn nie treffen, wenn du den Wurf nicht wagst. Und das Bittere: Du wirst nie erfahren, wie nah du vielleicht dran gewesen wärst.

Die unsichtbaren Erfolge, die nie eine Chance hatten

Dinge, die du nicht gemacht hast, bleiben unsichtbar. Sie haben keine Geschichte, keine Entwicklung, keinen Ausgang. Sie existieren nur als Möglichkeit in deinem Kopf. Und Möglichkeiten sind verlockend, weil sie in deiner Vorstellung oft perfekt sind. In deiner Fantasie klappt die Selbstständigkeit reibungslos, der neue Job ist wie für dich gemacht, die Reise verläuft ohne Probleme, das Buch, das du schreiben könntest, wird von allen geliebt. Aber damit etwas aus dieser Fantasie wird, musst du handeln. Du musst diesen inneren Wurf nehmen.

Was schmerzt dich im Rückblick mehr: die Dinge, die du versucht hast und die nicht geklappt haben, oder die Dinge, die du nie probiert hast? Meistens sind es die verpassten Chancen, die dich noch Jahre später beschäftigen. Du denkst vielleicht: „Wenn ich damals nur mutiger gewesen wäre …“ oder „Was wäre passiert, wenn ich ja gesagt hätte?“ Verpasste Würfe hinterlassen keine Statistiken, keine Punkte und keine klaren Ergebnisse. Sie hinterlassen nur Fragezeichen.

Diese Fragezeichen sind tückisch. Sie begleiten dich in leisen Momenten, wenn du abends im Bett liegst oder an einem grauen Tag in Gedanken versinkst. Sie sagen dir nicht: „Du hast versagt“, sondern: „Du wirst es nie wissen.“ Und genau dieses „nie wissen“ ist oft schlimmer als ein klares Nein, ein gescheitertes Projekt oder ein Korb, bei dem der Ball einfach wieder herausprallt.


Warum du den Ball oft lieber festhältst

Es klingt so logisch zu sagen: „Ich sollte mehr Würfe nehmen.“ In der Realität ist es aber ganz anders. Du bist nicht faul, dumm oder unfähig. Meistens bist du schlicht vorsichtig. Du willst dich schützen. Dein Gehirn ist darauf ausgerichtet, Gefahr zu vermeiden, nicht Chancen zu maximieren. Ablehnung, Scheitern, Peinlichkeit, Verlust von Sicherheit – all das fühlt sich bedrohlich an.

Vielleicht hast du als Kind gelernt, dass Fehler etwas Schlechtes sind. In der Schule wurden rote Striche unter falsche Antworten gesetzt, und Lob gab es nur für richtige. Niemand hat dir gezeigt, dass du ohne Fehler gar nicht herausfinden kannst, wie du besser wirst. Im Sport siehst du im Fernsehen oft nur die Siegermomente, die erfolgreichen Würfe, die spektakulären Szenen. Die unzähligen Fehlwürfe im Training, die Frustration, den Schweiß, die Zweifel – das alles bleibt unsichtbar.

So entsteht in dir die Illusion, dass erfolgreiche Menschen einfach mehr „Talent“ haben, dass sie „von Natur aus“ besser werfen, besser entscheiden, mutiger sind. In Wahrheit haben sie nur mehr Würfe genommen. Mehr Versuche, mehr Rückschläge, mehr Lernschritte. Du siehst ihr Highlight-Video, aber nicht ihr Trainingsprotokoll.


Der Preis des Nicht-Handelns

Jeder nicht genommene Wurf hat einen Preis, auch wenn du ihn nicht sofort spürst. Er kostet dich Erfahrung. Er kostet dich Selbstvertrauen. Er kostet dich die Chance, etwas über dich zu lernen. Es ist, als würdest du ständig auf der Bank sitzen, während dein Leben weiterläuft. Du bleibst zwar „sicher“, aber du wirst auch nicht besser, nicht klarer, nicht lebendiger.

Wenn du einen Wurf nimmst und danebenliegst, passiert etwas Wichtiges: Du bekommst Rückmeldung. Du siehst, was nicht funktioniert hat. Vielleicht war dein Stand nicht stabil, dein Timing ungünstig, deine Vorbereitung zu kurz. Im übertragenen Sinn bedeutet das: Du erkennst, warum ein Gespräch schiefgelaufen ist, warum ein Projekt nicht fliegen wollte, warum eine Idee nicht umgesetzt wurde. Wenn du bereit bist hinzuschauen, bekommst du Hinweise, wie du es beim nächsten Mal anders machen kannst.

Wenn du keinen Wurf nimmst, hast du nichts, woran du wachsen kannst. Du bleibst in Gedanken hängen, in Spekulationen, in „Vielleicht war es ja besser so“. Doch das ist Selbstschutz, der dich klein hält. Der wahre Preis des Nicht-Handelns zeigt sich oft erst später, wenn du siehst, wie andere, die nicht „besser“ sind als du, sondern nur mutiger, plötzlich weiter sind, neue Wege gegangen sind, Türen geöffnet haben, die du auch hättest nutzen können.


Fehlwürfe als Trainingsmaterial

Im Basketball wäre es absurd zu erwarten, jeden Wurf zu treffen. Selbst die besten Spieler der Welt verfehlen regelmäßig den Korb. Sie treffen nicht immer, aber sie werfen oft. Genau darin steckt das Geheimnis. Die Quote entsteht durch die Summe der Versuche, nicht durch den einzelnen perfekten Moment.

Überträgst du das auf dein Leben, wird klar: Dein Ziel ist nicht, immer auf Anhieb zu treffen. Dein Ziel ist, so viele ehrliche, bewusste und mutige Würfe wie möglich zu nehmen. Jede Bewerbung, die du schreibst, bringt dich näher an ein „Ja“, selbst wenn zuvor einige „Neins“ kommen. Jede Präsentation, die du hältst, macht dich besser, selbst wenn die erste dir die Hände zittern lässt. Jede Idee, die du ausprobierst, schärft deinen Blick dafür, was wirklich funktioniert und was nicht zu dir passt.

Du darfst dabei menschlich sein. Es ist völlig normal, nach einem Fehlwurf frustriert zu sein. Vielleicht lachst du nicht sofort darüber, vielleicht möchtest du den Ball kurz in die Ecke werfen. Wichtig ist nur, dass du ihn wieder aufnimmst. Dass du nicht den Fehler mit deiner Identität verwechselst. Du bist nicht „der, der immer verfehlt“, sondern derjenige, der weiterhin wirft.


Die Illusion der perfekten Gelegenheit

Oft wartest du auf den perfekten Moment, um zu werfen. Du sagst dir: „Wenn ich mehr Zeit habe“, „wenn ich mehr Erfahrung habe“, „wenn ich mich sicherer fühle“, „wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist“. Die Realität ist: Der perfekte Moment ist oft nur eine Ausrede, um noch nicht handeln zu müssen.

Auf dem Spielfeld gibt es selten den Lehrbuch-Moment, in dem alle Gegner weit weg sind, du völlig frei stehst, die Uhr noch lange läuft und alle auf dich warten. In den meisten Fällen sind deine Würfe improvisiert. Jemand steht dir im Weg, du bist etwas außer Atem, die Zeit drängt, du bist dir nicht ganz sicher. Und trotzdem: Du wirfst. Denn du weißt, dass du sonst keine Chance hast.

Im Leben ist es genauso. Du wirst nie alle Informationen haben. Du wirst nie komplett frei von Zweifel sein. Du wirst nie hundertprozentige Sicherheit haben, dass es „klappen wird“. Sicher ist nur eines: Wenn du gar nicht erst losgehst, wird es garantiert nicht klappen. Handlung schlägt Warten. Bewegung schlägt Stillstand.


Mut ist ein Muskel, kein Geschenk

Mut ist nichts, was du entweder hast oder nicht hast. Mut ist ein Muskel, den du trainierst. Jedes Mal, wenn du einen Wurf nimmst, obwohl du Angst hast, stärkst du diesen Muskel. Am Anfang zittern dir die Hände, du grübelst, du brauchst ewig, um dich zu entscheiden. Mit der Zeit wird es natürlicher. Du gewöhnst dich daran, dass Unsicherheit und Angst dazugehören, wenn du wächst.

Wenn du bewusst kleine Würfe im Alltag nimmst, bereitest du dich auf die größeren vor. Vielleicht fängst du damit an, deine Meinung in einem Meeting zu sagen, auch wenn du befürchtest, dass andere sie kritisieren könnten. Vielleicht probierst du eine neue Idee in kleinem Rahmen aus, bevor du sie groß aufziehst. Vielleicht meldest du dich für eine Aufgabe, bei der du noch nicht alles kannst, aber neugierig bist.

Jeder dieser Schritte ist ein Wurf. Manchmal triffst du, manchmal nicht. Aber jedes Mal wächst dein Gefühl: „Ich kann das. Ich halte es aus, nicht perfekt zu sein. Ich halte es aus, wenn etwas nicht klappt. Ich darf mich zeigen.“


Was du dir später erzählen willst

Stell dir vor, du schaust eines Tages auf dein Leben zurück, wie auf ein langes Spiel. Du siehst all die Momente, in denen du den Ball hattest. Manche Würfe waren verrückt, riskant, aus ungünstigen Positionen. Manche waren gut vorbereitet, durchdacht, sorgfältig aufgebaut. Manche gingen spektakulär daneben, andere landeten wie von Zauberhand genau dort, wo sie sollten.

Was willst du dir dann erzählen können? Willst du sagen: „Ich habe mich immer zurückgehalten, um ja keinen Fehler zu machen“? Oder willst du sagen: „Ich habe geworfen. Ich habe mich getraut. Ich habe nicht alles getroffen, aber ich habe gelebt, ausprobiert, riskiert“?

Dinge, die du nicht gemacht hast, werden in dieser Rückschau wie leere Stellen aussehen. Leerstellen, an denen eigentlich Szenen hätten entstehen können. Beziehungen, die nie begonnen haben. Wege, die nie gegangen wurden. Projekte, die nie über die Phase der Idee hinausgekommen sind. All diese Nicht-Taten sind unsichtbare Geschichten, die nie erzählt wurden.

Natürlich wirst du nicht jeden möglichen Wurf nehmen können. Es geht nicht darum, ständig in Aktion zu sein oder dich zu überfordern. Es geht darum, die wichtigen Würfe nicht aus Angst zu vermeiden. Die, bei denen dein Herz ein bisschen schneller schlägt. Die, bei denen du das Gefühl hast: „Das könnte etwas werden. Das bedeutet mir etwas. Das wäre mir wichtig.“


Lernen, den Ball zu fordern

Viele Menschen warten darauf, dass ihnen Chancen einfach zugespielt werden. Sie hoffen, dass jemand sie entdeckt, sie anspricht, sie auswählt. Doch wer wirklich Einfluss auf sein Spiel haben will, beginnt, den Ball aktiv zu fordern. Du sagst: „Ich will diese Aufgabe übernehmen.“ Du meldest dich, wenn eine Position frei wird. Du bietest deine Hilfe an, wenn ein spannendes Projekt entsteht. Du machst klar, was du kannst und wohin du willst.

Das bedeutet nicht, dass du laut, aufdringlich oder egoistisch sein musst. Es bedeutet nur, dass du dir erlaubst, sichtbarer zu werden. Wenn du dich ständig klein machst, dich zurückhältst und darauf hoffst, dass jemand schon sehen wird, was in dir steckt, gibst du deine Verantwortung ab. Der Coach im Leben bist du selbst. Du entscheidest, ob du dich versteckst oder ob du sagst: „Ich bin bereit für mehr Würfe.“

Mit der Zeit wirst du merken, dass Chancen häufig dort entstehen, wo jemand Initiative zeigt. Du musst nicht perfekt sein, um anzufangen. Du musst nur bereit sein, mit deiner Unvollkommenheit trotzdem zu handeln. Handlung erzeugt Resonanz. Keine Handlung erzeugt – nichts.


Vertrauen in den Prozess statt in den einzelnen Wurf

Wenn du jeden Wurf als endgültiges Urteil über deinen Wert betrachtest, setzt du dich unnötig unter Druck. Dann ist jede Bewerbung, die abgelehnt wird, ein persönliches Drama, jede Kritik ein Schlag ins Gesicht, jedes Scheitern ein Beweis, dass du „nicht gut genug“ bist. So wirst du zwangsläufig versuchen, riskante Würfe zu vermeiden.

Doch im Sport und im Leben zählt der Prozess. Es geht darum, dass du dich immer wieder zeigst, lernst, anpasst, weitermachst. Wenn du den Fokus vom einzelnen Ergebnis auf deinen Weg verschiebst, kannst du Fehlwürfe anders sehen. Sie gehören zur Geschichte deines Erfolgs. Sie sind nicht das Gegenteil von Erfolg, sondern die Bausteine davon.

Vielleicht erinnerst du dich an Situationen, in denen etwas zunächst wie ein Misserfolg aussah und sich später als entscheidender Lernmoment herausstellte. Eine abgelehnte Bewerbung, nach der du deinen Lebenslauf überarbeitet hast, bis er richtig gut war. Eine gescheiterte Beziehung, nach der du viel klarer wusstest, was du brauchst und was nicht. Ein Projekt, das nicht funktioniert hat, dich aber in Kontakt mit Menschen gebracht hat, die später wichtig wurden.

Jeder Wurf ist ein Teil dieses Prozesses. Und der Prozess gehört dir.


Deine Entscheidung: zuschauen oder spielen

Am Ende läuft alles auf eine einfache Frage hinaus: Willst du Zuschauer deines eigenen Lebens sein oder Spieler? Zuschauer sein ist bequem. Du kannst kommentieren, kritisieren, vergleichen, bewerten. Du kannst sagen: „Das hätte ich auch gekonnt“ oder „Wenn ich gewollt hätte, wäre ich genauso weit“. Aber all das bleibt Theorie.

Spieler sein ist anstrengender. Du kommst ins Schwitzen. Du machst Fehler vor den Augen anderer. Du wirst enttäuscht, kritisiert, vielleicht auch ausgelacht. Aber du bist es, der die Würfe nimmt. Du bist es, der erlebt, wie es ist, zu treffen. Du bist es, der echte Geschichten zu erzählen hat, nicht nur Meinungen.

Du verlierst hundert Prozent aller Würfe, die du nicht ausführst. Und du wirst bei allem, was du nicht tust, nie wissen, welche Erfolge darin gelegen hätten. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Einladung. Eine Einladung, heute – nicht irgendwann – bewusster zu prüfen, wo du den Ball viel zu lange festhältst.

Vielleicht gibt es schon jetzt eine Situation in deinem Leben, in der du tief in dir weißt: „Das ist mein Wurf.“ Ein Gespräch, das du führen solltest. Ein Schritt, den du aufschiebst. Eine Entscheidung, die du immer wieder vertagst. Du musst nicht perfekt vorbereitet sein. Du musst nur bereit sein, den Ball loszulassen.

Denn erst wenn er deine Hand verlässt, kann überhaupt etwas Gutes passieren.

Markus Flicker

Markus Flicker – Kreativer Unternehmer mit anhaltender konstruktiver Unzufriedenheit. Steiermark Graz Gleisdorf Österreich // Finden und Erstellen von visuellen Lösungen für dein Unternehmen. Markus Flicker Fotograf & Videograf Graz Contentcreator & Autor Fotografie / Bildbearbeitung / Workshops / Reisen / Blog / Podcast

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