Stock im Arsch ist kein Rückgrat: Warum echte Stärke nichts mit Starrheit zu tun hat
„Der hat einen Stock im Arsch.“ Gemeint ist damit nicht etwa körperliche Haltung, sondern eine geistige und emotionale Starrheit. Es beschreibt Menschen, die unflexibel, humorlos und übertrieben korrekt wirken. Gleichzeitig wird oft angenommen, dass genau diese Härte ein Zeichen von Stärke, Disziplin oder Charakterfestigkeit sei. Doch genau hier liegt der Denkfehler. Ein Rückgrat zu haben bedeutet, für Werte einzustehen, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Ein „Stock im Arsch“ hingegen steht für Verkrampfung, Angst vor Kontrollverlust und mangelnde Anpassungsfähigkeit. Diese Unterscheidung ist heute wichtiger denn je, denn in einer sich rasant verändernden Welt brauchst du kein starres Geradesitzen im Leben, sondern Beweglichkeit, Selbstreflexion und Mut zur Veränderung. Warum Starrheit oft als Stärke missverstanden wird Viele Menschen sind in Umgebungen aufgewachsen, in denen Strenge und Disziplin als Tugenden galten. Emotionen zeigen galt als Schwäche, Zweifel wurden unterdrückt und Anpassungsfähigkeit wurde mit Wankelmütigkeit verwechselt. Diese Prägungen wirken bis heute nach. Starrheit vermittelt zunächst Sicherheit. Wer klare Regeln hat und nie davon abweicht, wirkt berechenbar. In unsicheren Zeiten erscheint das stabil. Doch diese Stabilität ist trügerisch. Sie basiert nicht auf innerer Stärke, sondern auf Angst vor Veränderung. Echte Stärke zeigt sich darin, flexibel zu bleiben, ohne die eigenen Werte zu verraten. Wer…