Warum jede Frau und jeder Körper fotogen ist – Akt- & Erotikfotografie neu gedacht. Ein neuer Blick auf Fotogenität und Körperbilder
Vielleicht hast du schon einmal gedacht, dass du nicht fotogen bist. Vielleicht hast du dich vor einer Kamera unwohl gefühlt oder dein Spiegelbild kritisch betrachtet. Diese Gedanken sind kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger gesellschaftlicher Prägung. Fotogenität wird häufig mit bestimmten Körperformen, Altersstufen oder Schönheitsidealen gleichgesetzt. Genau hier setzt die Akt- und Erotikfotografie an, um diese Vorstellungen aufzubrechen und neu zu definieren. Fotogen zu sein bedeutet nicht, einem Ideal zu entsprechen. Fotogen zu sein bedeutet, im richtigen Licht, mit dem passenden Blickwinkel und in einem sicheren Raum gesehen zu werden. Jeder Körper bringt Linien, Spannungen, Weichheit, Stärke und Geschichte mit. Genau diese Eigenschaften machen ihn einzigartig und damit fotogen. Die Illusion des perfekten Körpers Aktuelle Diskussionen rund um Body Positivity, Body Neutrality und Self-Acceptance zeigen, wie sehr sich das Bewusstsein verändert hat. Dennoch wirken soziale Medien weiterhin wie ein Verstärker für unrealistische Körperbilder. Retusche, Filter und künstliche Inszenierungen erzeugen eine Illusion von Perfektion, die mit realen Körpern nichts zu tun hat. Akt- und Erotikfotografie, die respektvoll und bewusst umgesetzt wird, kann ein Gegenpol sein. Sie zeigt nicht den perfekten Körper, sondern den echten. Dehnungsstreifen werden zu Linien des Lebens, Narben zu Zeichen von Erfahrung, Rundungen zu Ausdruck von Sinnlichkeit. Fotogenität…