Die 36 Strategeme in der Weltpolitik – Wie alte chinesische Taktiken unsere Gegenwart lenken
Wenn du die Weltpolitik der letzten Jahre aufmerksam verfolgst, dann hast du wahrscheinlich das Gefühl, dass nichts mehr zufällig geschieht. Krisen eskalieren scheinbar aus dem Nichts, Bündnisse verschieben sich über Nacht, Konflikte werden nicht mehr offen erklärt, sondern indirekt geführt. Genau an diesem Punkt lohnt sich ein Blick auf ein jahrtausendealtes Konzept, das erstaunlich präzise beschreibt, was wir heute erleben: die 36 Strategeme. Die 36 Strategeme stammen aus der klassischen chinesischen Militär- und Machtphilosophie. Sie sind kein Moralkodex, keine Anleitung für Fairness, sondern eine nüchterne Analyse menschlichen Handelns in Konfliktsituationen. In der Weltpolitik sind sie allgegenwärtig, auch wenn kaum ein Staatschef sie offen erwähnt. Gerade weil moderne Politik oft als komplex, widersprüchlich oder irrational erscheint, helfen dir die Strategeme dabei, Muster zu erkennen und Handlungen besser zu verstehen. Die Denkweise hinter den 36 Strategemen Die Strategeme beruhen auf einem völlig anderen Weltbild als das westliche politische Denken. Während in Europa lange Zeit Recht, Vertragstreue und Transparenz als Ideal galten, geht die chinesische Strategem-Lehre davon aus, dass Konflikte immer indirekt geführt werden. Wahrheit ist verhandelbar, Stärke wird verborgen, Schwäche wird gespielt, und der direkte Angriff gilt als letztes Mittel. In der Weltpolitik bedeutet das, dass öffentliche Aussagen selten das wahre Ziel…