Vorbereitung für die Aufnahme: Smartphone Video für Anfänger und Fortgeschrittene
Vorbereitung für die Aufnahme: Smartphone Video für Anfänger und Fortgeschrittene

Vorbereitung für die Aufnahme: Smartphone Video für Anfänger und Fortgeschrittene

Smartphone Videos sind längst kein kurzfristiger Trend mehr. Sie sind ein zentrales Werkzeug für Content-Creator, Unternehmen, Coaches, Selbstständige und Marken geworden. Ob Social Media, YouTube, Online-Kurse, Imagefilme oder interne Kommunikation – das Smartphone ist heute eine vollwertige Kamera, die professionelle Ergebnisse liefern kann. Doch die Qualität eines guten Videos entsteht nicht erst beim Drücken des Aufnahmebuttons. Sie beginnt lange vorher. Eine durchdachte Vorbereitung entscheidet darüber, ob dein Video überzeugt, emotional berührt, Vertrauen aufbaut und langfristig sichtbar bleibt.

In diesem ausführlichen Artikel erfährst du, wie du dein Smartphone-Videoprojekt von Grund auf professionell vorbereitest. Du lernst, wie Planung, Skript, Storyboard, Location, Licht und Ton zusammenspielen und warum diese Faktoren wichtiger sind als das neueste Smartphone-Modell. Egal, ob du gerade erst anfängst oder deine bestehenden Videos auf ein neues Level bringen möchtest – hier findest du tiefgehendes Wissen, das dir hilft, souverän vor der Kamera zu agieren und hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Warum Vorbereitung bei Smartphone Videos wichtiger ist als Technik

Viele glauben, dass gute Videos vor allem von teurer Technik abhängen. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass Vorbereitung, Klarheit und Struktur entscheidend sind. Ein ungeplantes Video wirkt oft chaotisch, unruhig oder inhaltlich schwach, selbst wenn es mit dem neuesten Smartphone aufgenommen wurde. Umgekehrt können hervorragend vorbereitete Videos mit einfachen Geräten professionell und überzeugend wirken.

Gerade beim Smartphone Filmen ist Vorbereitung besonders wichtig, da du meist alleine arbeitest. Du bist Kameraperson, Regisseur, Sprecher, Lichttechniker und Cutter in einer Person. Eine klare Struktur hilft dir, effizient zu arbeiten, Fehler zu vermeiden und selbstbewusst aufzutreten. Außerdem sparst du enorm viel Zeit bei der Aufnahme und Nachbearbeitung, wenn du weißt, was du sagen willst, wo du filmen möchtest und wie dein fertiges Video aussehen soll.


Planung eines Videoprojekts: Die Basis für erfolgreiche Smartphone Videos

Jedes gute Video beginnt mit einer klaren Idee. Bevor du dein Smartphone in die Hand nimmst, solltest du dir bewusst machen, welches Ziel dein Video verfolgt. Möchtest du informieren, erklären, verkaufen, unterhalten oder Vertrauen aufbauen? Dein Ziel beeinflusst die Länge, den Stil, die Sprache und sogar das Format deines Videos.

Ebenso wichtig ist die Frage, für wen du das Video produzierst. Deine Zielgruppe bestimmt, wie tief du in ein Thema einsteigst, welche Begriffe du verwendest und welchen Ton du anschlägst. Ein Video für Einsteiger braucht eine andere Sprache als ein Video für Experten. Auch Plattformen spielen eine Rolle. Ein Video für Social Media folgt anderen Regeln als ein Video für eine Website oder einen Online-Kurs.

In der heutigen Content-Landschaft gewinnen Authentizität und Persönlichkeit zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Nutzer weniger Hochglanz erwarten, dafür aber klare Botschaften, echten Mehrwert und eine erkennbare Haltung. Genau hier setzt eine gute Planung an. Sie hilft dir, deine Botschaft klar zu formulieren, ohne künstlich oder aufgesetzt zu wirken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planung ist der zeitliche Rahmen. Kurze Videos erfordern oft mehr Vorbereitung als lange, weil jede Sekunde sitzen muss. Gleichzeitig solltest du realistisch einschätzen, wie viel Zeit du für Aufnahme, Wiederholungen und Schnitt benötigst. Eine gute Planung sorgt dafür, dass du konzentriert arbeitest und dich nicht verzettelst.


Skripterstellung: Struktur statt Auswendiglernen

Ein Skript ist kein Gefängnis für deine Kreativität, sondern ein Sicherheitsnetz. Gerade beim Smartphone Filmen, wo du oft ohne Teleprompter arbeitest, gibt dir ein gutes Skript Orientierung und Ruhe. Dabei geht es nicht darum, jeden Satz auswendig zu lernen, sondern deine Gedanken klar zu strukturieren.

Ein effektives Skript besteht aus einer klaren Einleitung, einem logisch aufgebauten Hauptteil und einem sauberen Abschluss. Die Einleitung entscheidet darüber, ob deine Zuschauer dranbleiben. In den ersten Sekunden sollte klar werden, worum es geht und welchen Nutzen dein Video bietet. Der Hauptteil transportiert deine Inhalte in nachvollziehbarer Reihenfolge. Der Abschluss fasst zusammen, motiviert oder leitet zu einer Handlung über.

Moderne Videoformate zeigen, dass gesprochene Sprache anders funktioniert als geschriebener Text. Kurze Sätze, klare Aussagen und natürliche Übergänge wirken vor der Kamera überzeugender als komplexe Schachtelsätze. Beim Schreiben deines Skripts solltest du daher laut mitlesen und prüfen, ob sich die Worte natürlich anfühlen.

Für Fortgeschrittene bietet sich an, mit Stichwortskripten zu arbeiten. Diese geben dir Freiheit im Ausdruck und lassen Raum für spontane Nuancen, ohne den roten Faden zu verlieren. Gerade bei erklärenden oder persönlichen Videos wirkt diese Art der Präsentation besonders authentisch und zeitgemäß.


Storyboarding: Bilder im Kopf erzeugen

Während das Skript den Inhalt festlegt, kümmert sich das Storyboard um die visuelle Umsetzung. Ein Storyboard ist eine gedankliche oder skizzierte Abfolge deiner Einstellungen. Du legst fest, was zu sehen ist, während du sprichst oder handelst. Das ist besonders wichtig, wenn du mehr als eine Einstellung nutzen möchtest oder B-Roll, also ergänzende Bilder, einbauen willst.

Auch bei Smartphone Videos lohnt sich Storyboarding. Es hilft dir, bewusster mit Bildausschnitten, Perspektiven und Bewegungen umzugehen. Du überlegst im Vorfeld, ob du im Sitzen oder Stehen filmst, ob du Nahaufnahmen oder Halbtotalen nutzt und wie du visuelle Abwechslung erzeugst.

Aktuelle Sehgewohnheiten zeigen, dass visuelle Klarheit wichtiger ist als spektakuläre Effekte. Ein ruhiges, gut komponiertes Bild wird oft als professioneller wahrgenommen als hektische Schnitte. Storyboarding unterstützt dich dabei, diese Ruhe gezielt zu gestalten und dennoch dynamisch zu bleiben.

Besonders hilfreich ist das Storyboard, wenn du nicht alleine arbeitest oder an mehreren Tagen drehst. Es sorgt dafür, dass dein Video stilistisch konsistent bleibt und du jederzeit weißt, welche Einstellungen noch fehlen.


Auswahl von Drehorten: Mehr als nur ein Hintergrund

Der Drehort beeinflusst die Wirkung deines Videos stärker, als viele vermuten. Er transportiert Stimmung, Professionalität und Persönlichkeit. Ein unruhiger oder unpassender Hintergrund kann selbst gute Inhalte abschwächen, während ein stimmiger Ort dein Video aufwertet.

Bei der Auswahl deines Drehorts solltest du darauf achten, dass er zu deinem Thema und deiner Marke passt. Ein aufgeräumter Raum mit klaren Linien wirkt sachlich und professionell. Ein kreatives Umfeld kann inspirierend sein, solange es nicht ablenkt. Auch der Kontext spielt eine Rolle. Ein Video über Produktivität wirkt in einem strukturierten Arbeitsumfeld glaubwürdiger als auf dem Sofa.

Neben der Optik ist die Akustik entscheidend. Räume mit vielen harten Flächen erzeugen Hall, der den Ton unangenehm macht. Weiche Materialien wie Vorhänge, Teppiche oder Bücherregale verbessern den Klang erheblich. Gerade beim Smartphone Filmen, wo externe Mikrofone oft klein und mobil sind, solltest du den Raum bewusst auswählen.

Ein weiterer Faktor ist die Kontrolle über den Drehort. Spontane Geräusche, vorbeilaufende Personen oder wechselndes Licht können deine Aufnahme stören. Wenn möglich, wähle Orte, an denen du ungestört arbeiten kannst und die du bei Bedarf anpassen kannst.


Natürliches Licht: Dein stärkster Verbündeter

Licht ist eines der wichtigsten Gestaltungsmittel im Video. Gutes Licht kann selbst einfache Smartphone Kameras beeindruckend aussehen lassen. Natürliches Licht ist dabei oft die beste Wahl, insbesondere für Anfänger.

Fensterlicht ist weich, schmeichelhaft und kostenlos. Wenn du dich seitlich oder frontal zum Fenster positionierst, entsteht eine gleichmäßige Ausleuchtung deines Gesichts. Die Tageszeit spielt dabei eine große Rolle. Morgens und am späten Nachmittag ist das Licht weicher und wärmer als zur Mittagszeit.

Wichtig ist, dass das Licht von vorne oder leicht seitlich kommt. Licht von hinten erzeugt Gegenlicht und lässt dein Gesicht dunkel erscheinen. Auch wechselndes Licht durch vorbeiziehende Wolken kann problematisch sein. In solchen Fällen hilft es, den Aufnahmezeitpunkt bewusst zu wählen oder den Raum mit Vorhängen zu kontrollieren.

Natürliches Licht unterstützt den aktuellen Trend zu authentischen, nahbaren Videos. Viele erfolgreiche Creator setzen bewusst auf Tageslicht, um eine natürliche Atmosphäre zu schaffen, die Vertrauen aufbaut und weniger künstlich wirkt.


Künstliches Licht: Kontrolle und Konstanz

Künstliches Licht bietet dir vor allem eines: Kontrolle. Es ist unabhängig von Tageszeit und Wetter und sorgt für gleichbleibende Ergebnisse. Für Fortgeschrittene oder regelmäßige Videoformate ist das ein großer Vorteil.

Beim Einsatz von künstlichem Licht geht es nicht darum, dein Gesicht grell auszuleuchten. Vielmehr solltest du auf weiches, diffuses Licht setzen. Eine einzelne Lichtquelle leicht seitlich vor dir kann bereits ausreichen, um ein professionelles Bild zu erzeugen. Wichtig ist, harte Schatten zu vermeiden und eine natürliche Ausleuchtung zu erreichen.

Ein weiterer Vorteil von künstlichem Licht ist die Wiederholbarkeit. Wenn du regelmäßig Videos produzierst, kannst du dein Setup einmal einrichten und jederzeit reproduzieren. Das sorgt für einen konsistenten Look, der deine Marke stärkt und Wiedererkennungswert schafft.

In aktuellen Videoformaten zeigt sich, dass Zuschauer visuelle Konstanz schätzen. Ein einheitlicher Look vermittelt Professionalität und Verlässlichkeit, selbst wenn die Inhalte variieren.


Ton und Mikrofon-Auswahl: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

Schlechter Ton ist einer der häufigsten Gründe, warum Videos abgebrochen werden. Zuschauer verzeihen unscharfe Bilder eher als unverständlichen oder störenden Ton. Deshalb sollte der Ton bei der Vorbereitung deines Smartphone Videos eine zentrale Rolle spielen.

Das integrierte Mikrofon deines Smartphones ist für Notfälle geeignet, stößt aber schnell an seine Grenzen. Raumhall, Umgebungsgeräusche und Entfernung zur Kamera beeinträchtigen die Qualität. Ein externes Mikrofon verbessert den Ton erheblich und ist eine der sinnvollsten Investitionen für Video-Creator.

Entscheidend ist, dass das Mikrofon nah an deiner Stimme positioniert ist. Je kürzer der Abstand, desto klarer und präsenter klingt der Ton. Gleichzeitig solltest du darauf achten, Störgeräusche zu minimieren. Klimaanlagen, Straßenlärm oder elektronische Geräte können unbewusst die Aufnahme ruinieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der bewusste Umgang mit deiner Stimme. Sprechtempo, Betonung und Pausen beeinflussen die Verständlichkeit. Gerade bei erklärenden Videos wirkt eine ruhige, klare Sprechweise professionell und angenehm.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich Online-Content zeigen, dass Podcasts, Voice-Content und Videos mit starkem Fokus auf Sprache immer wichtiger werden. Ein guter Ton ist daher nicht nur technische Notwendigkeit, sondern Teil deiner Markenwahrnehmung.


Vorbereitung ist der Schlüssel zu erfolgreichen Smartphone Videos

Die Vorbereitung für Smartphone Videos ist kein lästiger Zusatz, sondern der entscheidende Erfolgsfaktor. Planung, Skript, Storyboard, Drehort, Licht und Ton greifen ineinander und bestimmen gemeinsam die Qualität deines Videos. Technik ist wichtig, aber sie ersetzt keine Klarheit, keine Struktur und kein Bewusstsein für Wirkung.

Wenn du dir die Zeit nimmst, dein Videoprojekt sorgfältig vorzubereiten, arbeitest du entspannter, effizienter und selbstbewusster. Deine Videos wirken professioneller, deine Botschaft kommt klarer an und deine Zuschauer bleiben länger dran. Egal, ob du Anfänger bist oder bereits Erfahrung hast – eine gute Vorbereitung hebt deine Smartphone Videos auf ein neues Niveau.

Die bisher beschriebenen Grundlagen bilden ein starkes Fundament für hochwertige Smartphone-Videos. Doch professionelle Ergebnisse entstehen nicht nur durch Planung, Licht und Ton. Ebenso entscheidend sind deine Präsenz vor der Kamera, dein Umgang mit Technik während der Aufnahme, eine klare Bildgestaltung sowie eine effiziente Nachbearbeitung. In diesem erweiterten Abschnitt vertiefen wir weitere Erfolgsfaktoren, die dein Smartphone-Videoprojekt noch wirkungsvoller machen und dir helfen, langfristig eine konsistente und überzeugende Videoqualität aufzubauen.


Präsenz vor der Kamera: Sicherheit, Authentizität und Wirkung

Viele Menschen unterschätzen, wie stark ihre Wirkung vor der Kamera die Qualität eines Videos beeinflusst. Selbst perfekt ausgeleuchtete und sauber aufgenommene Videos verlieren an Wirkung, wenn die Präsentation unsicher oder unnatürlich wirkt.

Souveränes Auftreten entsteht nicht durch Talent, sondern durch Vorbereitung und Wiederholung. Je klarer du weißt, was du sagen möchtest, desto entspannter wirkst du. Atme ruhig, sprich leicht langsamer als im Alltag und gönne dir kurze Pausen zwischen den Sätzen. Diese Pausen helfen nicht nur dir beim Denken, sondern erleichtern auch den Schnitt.

Authentizität ist heute wichtiger als Perfektion. Zuschauer bevorzugen echte Persönlichkeiten statt künstlicher Perfektion. Kleine Versprecher oder spontane Nuancen wirken menschlich und stärken Vertrauen. Entscheidend ist nicht Fehlerfreiheit, sondern Klarheit und Präsenz.

Ein hilfreicher Tipp ist, nicht in die Kamera zu “sprechen”, sondern mit einer Person zu reden, die du dir vorstellst. So wirkt deine Kommunikation natürlicher und persönlicher.


Bildkomposition: Wie dein Video sofort professioneller wirkt

Professionelle Videos unterscheiden sich oft nicht durch teure Technik, sondern durch bewusste Bildgestaltung. Ein paar einfache Prinzipien können deine Aufnahmen deutlich aufwerten.

Die Drittelregel ist ein bewährtes Gestaltungsmittel. Positioniere deine Augenlinie leicht oberhalb der Bildmitte. Dadurch wirkt das Bild harmonischer und natürlicher. Viele Smartphone-Kameras bieten Rasterlinien, die dir dabei helfen.

Achte außerdem auf:

  • ausreichend Abstand zum Hintergrund, um Tiefe zu erzeugen

  • ruhige, klare Bildlinien ohne visuelle Unordnung

  • einen aufgeräumten Bildrand ohne störende Objekte

  • stabile Ausrichtung ohne Schräglage

Tiefe im Bild sorgt für Professionalität. Wenn du dich nicht direkt vor eine Wand stellst, sondern etwas Abstand hältst, wirkt das Bild räumlicher und hochwertiger.


Kameraeinstellungen bewusst nutzen

Smartphones übernehmen viele Einstellungen automatisch. Für bessere Ergebnisse lohnt es sich jedoch, einige Parameter bewusst zu kontrollieren.

Auflösung und Bildrate

Filme möglichst in hoher Auflösung (z. B. 4K), selbst wenn du später in Full HD exportierst. Das ermöglicht flexiblere Ausschnitte im Schnitt. Eine Bildrate von 25 oder 30 fps wirkt natürlich und ist für die meisten Inhalte ideal.

Fokus und Belichtung

Tippe auf dein Gesicht, um Fokus und Belichtung zu fixieren. So verhindert du, dass das Bild während der Aufnahme ständig nachregelt.

Weißabgleich

Wenn dein Smartphone diese Funktion bietet, hilft ein fixierter Weißabgleich dabei, Farbveränderungen während der Aufnahme zu vermeiden.

Diese kleinen Anpassungen sorgen für ruhige, konsistente Bilder und erleichtern die Nachbearbeitung erheblich.


Stabilität: Ruhige Bilder schaffen Vertrauen

Verwackelte Aufnahmen wirken unprofessionell und können anstrengend anzusehen sein. Besonders bei erklärenden oder vertrauensbildenden Videos sind ruhige Bilder entscheidend.

Ein Stativ ist eines der einfachsten und effektivsten Hilfsmittel. Es sorgt für Stabilität und ermöglicht dir, dich ganz auf Inhalt und Präsentation zu konzentrieren.

Wenn du ohne Stativ filmst:

  • halte das Smartphone mit beiden Händen

  • stütze deine Arme am Körper ab

  • bewege dich langsam und kontrolliert

  • nutze vorhandene Flächen als Auflage

Bewusste Stabilität vermittelt Ruhe, Professionalität und Glaubwürdigkeit.


B-Roll gezielt einsetzen: Mehr Dynamik und visuelles Storytelling

B-Roll bezeichnet ergänzende Aufnahmen, die dein Gesagtes visuell unterstützen. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit und helfen Zuschauern, Inhalte besser zu verstehen.

Beispiele für B-Roll:

  • Detailaufnahmen deiner Arbeit

  • Umgebung und Arbeitsprozesse

  • Bildschirmaufnahmen oder Demonstrationen

  • Nahaufnahmen von Materialien oder Produkten

B-Roll lockert längere Sprechpassagen auf und verleiht deinem Video eine erzählerische Tiefe. Wichtig ist, dass diese Bilder den Inhalt unterstützen und nicht vom Kern ablenken.


Effizient aufnehmen: Zeit sparen und Stress reduzieren

Effizientes Arbeiten reduziert Frustration und verbessert deine Performance.

Hilfreiche Strategien:

  • Nimm Abschnitte statt eines langen Takes auf

  • Wiederhole schwierige Passagen sofort

  • Klatsche kurz in die Hände zur Markierung für den Schnitt

  • Kontrolliere Ton und Bild vor jeder Aufnahme

Kurze Takes erleichtern die Bearbeitung und geben dir Sicherheit.


Nachbearbeitung: Der letzte Schritt zur Professionalität

Die Nachbearbeitung ist kein Ort für Rettungsaktionen, sondern für Feinschliff. Wenn Vorbereitung und Aufnahme stimmen, wird der Schnitt effizient und kreativ.

Wichtige Schritte:

Schnitt

Entferne Pausen, Versprecher und unnötige Wiederholungen. Achte auf einen natürlichen Rhythmus.

Tonoptimierung

Passe Lautstärke an und reduziere Hintergrundgeräusche, wenn möglich.

Farbkorrektur

Leichte Anpassungen von Helligkeit und Kontrast können das Bild deutlich verbessern.

Texteinblendungen

Untertitel, Stichworte oder Hervorhebungen steigern Verständlichkeit und Barrierefreiheit.

Formatoptimierung

Passe Seitenverhältnis und Länge an die jeweilige Plattform an.


Konsistenz und Wiedererkennungswert aufbauen

Langfristiger Erfolg entsteht durch Wiedererkennbarkeit. Zuschauer sollten deinen Stil sofort erkennen.

Das erreichst du durch:

  • einheitliche Lichtstimmung

  • konsistente Bildausschnitte

  • wiederkehrende Begrüßung oder Abschlussformeln

  • klare visuelle Sprache

  • gleichbleibende Tonqualität

Konsistenz stärkt Vertrauen und Markenidentität.


Umgang mit Nervosität und Perfektionismus

Viele Creator warten zu lange auf den perfekten Moment. Doch Perfektion ist kein Startpunkt, sondern ein Prozess.

Erlaube dir, mit jedem Video besser zu werden. Routine reduziert Nervosität. Mit der Zeit wirst du sicherer, schneller und natürlicher auftreten.

Fehler sind Teil des Lernprozesses. Entscheidend ist Kontinuität.


Nachhaltige Video-Workflows entwickeln

Wenn du regelmäßig Videos produzierst, lohnt sich ein strukturierter Workflow:

  • feste Aufnahmezeiten einplanen

  • mehrere Videos in einer Session produzieren

  • wiederverwendbare Setups nutzen

  • Vorlagen für Skripte und Abläufe erstellen

So sparst du Zeit und bleibst konsistent sichtbar.


Die emotionale Ebene: Verbindung statt nur Information

Videos überzeugen nicht nur durch Information, sondern durch emotionale Resonanz. Menschen erinnern sich an Gefühle stärker als an Fakten.

Du kannst emotionale Verbindung schaffen durch:

  • persönliche Erfahrungen

  • klare Haltung und Werte

  • empathische Sprache

  • echte Begeisterung für dein Thema

Diese Faktoren fördern Vertrauen und Bindung.


Ergänzende Zusammenfassung

Professionelle Smartphone-Videos entstehen aus dem Zusammenspiel von Vorbereitung, Präsentation, Bildgestaltung und Nachbearbeitung. Technik bleibt ein Werkzeug – Wirkung entsteht durch Klarheit, Struktur und Persönlichkeit.

Wenn du bewusst planst, ruhig aufnimmst, authentisch sprichst und konsistent arbeitest, entwickelst du mit der Zeit einen eigenen Stil. Dieser Stil macht deine Videos unverwechselbar und stärkt deine Präsenz in einer zunehmend visuellen digitalen Welt.


17-Punkte-Checkliste für professionelle Smartphone-Videos

Vor der Aufnahme

  1. Ziel und Kernbotschaft klar definiert

  2. Zielgruppe und Plattform berücksichtigt

  3. Skript oder Stichpunkte vorbereitet

  4. Storyboard oder Einstellungsplan erstellt

  5. Drehort visuell und akustisch geprüft

  6. Hintergrund aufgeräumt und passend gestaltet

  7. Lichtquelle bewusst positioniert

  8. Tonumgebung auf Störgeräusche geprüft

Technik & Setup

  1. Kamera stabil positioniert (Stativ oder stabiler Halt)

  2. Fokus und Belichtung fixiert

  3. Externes Mikrofon korrekt platziert

  4. Bildkomposition und Abstand zum Hintergrund geprüft

Während der Aufnahme

  1. Ruhig und klar sprechen, bewusst Pausen setzen

  2. Mehrere kurze Takes statt eines langen aufnehmen

  3. B-Roll-Aufnahmen zur Ergänzung erstellen

Nach der Aufnahme

  1. Schnitt, Ton und Farbkorrektur optimieren

  2. Video plattformgerecht exportieren und konsistent veröffentlichen


Mit dieser erweiterten Vorbereitung und einem klaren Workflow entwickelst du nicht nur bessere Videos, sondern auch mehr Sicherheit vor der Kamera und eine nachhaltige Content-Strategie. Je bewusster du arbeitest, desto stärker wird deine Wirkung – unabhängig davon, welches Smartphone du verwendest.

Markus Flicker

Markus Flicker – Kreativer Unternehmer mit anhaltender konstruktiver Unzufriedenheit. Steiermark Graz Gleisdorf Österreich // Finden und Erstellen von visuellen Lösungen für dein Unternehmen. Markus Flicker Fotograf & Videograf Graz Contentcreator & Autor Fotografie / Bildbearbeitung / Workshops / Reisen / Blog / Podcast