Work Hard! Play Hard!

Work Hard! Play Hard!

Es war wieder höchste Zeit für ein neues Tattoo, nur welches?! Wie war mein Lebensgefühl im Moment bzw. bis jetzt? Seit einiger Zeit begleitet mich schon dieser Spruch, der sehr gut zur damals aktuellen Situation passte.

Wenn mir schon ein Stempel aufgedrückt wird, dann mein eigener! 😉 Darum sollte das Tattoo auch so aussehen, wie ein Stempel auf einer alten Holzkiste. Viele sehen nur die Party und das Vergnügen, nur wenige die harte Arbeit, die dahintersteckt. Für mich ist es eine Erinnerung an die Zeit bis jetzt und was ich zukünftig besser machen werde. Darüber zu sprechen ist deutlich außerhalb meiner Komfortzone, und wahrscheinlich kennt nicht mal mein engstes Umfeld die ganze zusammenhängende Geschichte …

Hier wird nicht gejammert, das ist nur eine Geschichte, um den Hintergrund bzw. den Werdegang zu verstehen. Nur ein Teil meiner Wahrnehmung. Auch du kannst das Beste aus dir machen und alles im Leben erreichen. Es gibt keinen Grund, weiterhin alles so zu machen wie es immer schon war und dir scheinbar vorbestimmt erscheint…

Work Hard

Von klein Auf war das Mindset fest verankert, dass nur wenn du arbeitest, und am besten hart arbeitest, bist du wer. Sonst kommst zu nix und hast in der Pension nichts. Am Besten viel und lange arbeiten. Als Kind war es ganz normal überall und immer mitzuarbeiten. Schon während der Schulzeit habe ich immer wieder nebenbei gearbeitet. Mit 16 dann die Lehre angefangen.

Immer mehr machen! 40 Stunden Woche kannte ich nur von Geschichten bzw. wenn man nur einen Job hat. 60 bis 80 Stunden waren ganz normal. Für Freizeit ist eh das Wochenende da. Und da wird dann zuhause noch gearbeitet. Haus, Hof, Garten, Freunden helfen, … egal was. Hauptsache Arbeiten.

„Ausruhen kannst dich eh im Grab“ waren so weise Sprüche der älteren Generationen.

Auch in meinem Umfeld war es ganz normal. Wenn jemand in einem Geschäft arbeite, war es ganz normal früher zu kommen und später zu gehen und nur die „normale“ Zeit zu schreiben. Quasi wurde die Freizeit mit der Arbeitszeit ganz normal miteinander verschmolzen. Oder es gab die typischen Schichtarbeiter. Schicht vorbei => ab zum Schichtbier => Hauptabendprogramm => Schlafen => Schichtbeginn.

Mitte 20 glaubte ich dann etwas ändern zu müssen, da ich sonst mit spätestens 30 im Krankenhaus wegen Burnout landen würde. Ein Arbeitskollege machte mich damals darauf aufmerksam, dass ich eh schon eines hätte. Na toll. Gut gelaufen! Total logisch was ich dann darauf machte…

Ich reduzierte die Arbeitszeit und arbeite trotzdem 40 Stunden in der Woche, machte nebenbei die Abendschule und fing dann auch noch extrem zu klettern und fotografieren an. Ganz klar dass dann 24 Stunden pro Tag auch ein bisschen wenig sind. Kurz vor 30 brach ich dann 3 Monate komplett weg und konnte nur zur Toilette aufstehen und mich zum nötigsten zwingen. Kaum einer hat das mitbekommen. Zudem hatte ich mich dann auch noch mit 29 zusätzlich noch selbstständig gemacht. Dass das auch in punkto Familie nicht gut ausging, ist so erzählt, auch ziemlich klar. Jetzt auf damals zurückgedacht komplett eindeutig.

Die Arbeit brachte ich dann mal in den Griff und konnte sehr viel Zeit mit einem heranwachsenden Menschen verbringen. Das Thema Familie war dennoch, schon dank meiner jahrelangen Vorbereitung, lange Geschichte und dann endgültig aus. Und das ist nur eine sehr kurze und vereinfachte Zusammenfassung…

Von innen sieht das Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus

Und das war dann mein Übergang zu Play Hard.

Play Hard

Einige Dinge in meinem Leben sind eher weniger schön verlaufen. Das fing schon mit 5 Jahren, in meiner Kindheit an. Eigentlich dachte ich, alles abgeschlossen zu haben. Das mit der Vergangenheit ist so eine Sache… Alles, was doch noch offen ist, kommt irgendwann mal hoch… Ob du es willst oder nicht. Und wenn es noch so eine Kleinigkeit ist.

So konnte ich es kaum ertragen auch nur eine Sekunde daran zu denken bzw. mich mit allem zu beschäftigen. Dachte ja ohnehin, dass alles erledigt sei. Und so waren mir Ablenkungen jeglicher Art absolut recht. Die Arbeit allein war mir zu wenig um meinen Kopf zu beschäftigen, und sonst kannte ich in dieser Zeit keinen anderen Weg.

Also Party Hard und lass es krachen. Und vor allem, feiere dich selbst! Am besten jeden Tag. Teilweise fing die Party in der Studio Loft schon an. Aus einem gemütlichen Feierabendbier wurde schnell mal Party die ganze Nacht.

Burnout war schon einige Jahre kein Thema mehr, allerdings kam so eine Sache wie Depression und so ein Zeugs dazu. Was ich damals, bis vor kurzem, nicht wusste.

Natürlich ging ich sofort, den für mich einfachsten und einzig bekannten Weg. 😉

Bei jeder Kleinigkeit oder auch größeren Vorkommnissen, fand ich sofort eine schnelle Lösung in Alkohol und Sex. Und am besten beides gemeinsam. 🙁

Habe mich komplett im Außen verloren. Hauptsache Show & Shine. Nach außen hin musste alles passen und schön aussehen.

Die Welt raste an mir vorbei und ich bekam leider nicht mal mit, wenn etwas oder jemand Positives passierte. Ganz nach dem Motto „Reboot tut gut“ musste ich mich einfach jederzeit wegsprengen.

Unglaublich was der menschliche Körper aushalten kann. 3,75 Stunden Durchschnittsschlaf, laut Fitness Tracker, über Monate hinweg war ganz normal. Fette Party statt Lebensqualität. Gefühle durften auf gar keinen Fall an mich ran. Hauptsache keine Enttäuschungen mehr. Und dennoch schaffte es jemand…

Außer Fotos und Chatverläufe kann ich mich teilweise kaum noch an gewisse Ereignisse erinnern. Just Party und Highlife. Ein Highlight musste das nächste jagen. Mitten drin statt nur dabei. Ein Standard Spruch war damals: „Wie lange musste ich trinken um 0,5 Promille zu haben? Drei Tage nix! War die Antwort.“ 😉 Damals lustig, zurückbetrachtet ziemlich leichtsinnig. Das Leben zog einfach an mir vorbei.

All die erarbeiteten Jahre davor, allgemein als Ruf bezeichnet, waren innerhalb kürzester Zeit, vernichtet, und das wird noch Jahre anhalten…

Das habe ich richtig gut gemacht 🙁 sarkasmus

Was daraus entstanden ist, ist eher weniger gut. Bis dahin machte ich mir keine Gedanken über meinen Ruf und mein Umfeld. Bis es dann auf einmal jemanden anderen, ganz Besonderen, traf… Mitten in dieser Zeit tauchte ein Mensch in meinem Leben auf. Und ganz klar hab ich auch das, mit Anlauf, zum Scheitern bringen können.

Ist der Zug erstmal in voller Fahrt, dann dauert es ewig bis er stehen bleibt.

Auch wenn der Zugführer schon längst auf der Bremse steht – für andere spielte es (k)eine Rolle.

Für Reue ist es zu Spät und auch komplett sinnlos. War damals so. Nun ist alles ein Teil der Vergangenheit.

Im Herbst 2019 fing ich dann an, an mir weiter und härter zu Arbeiten und mein Leben umzukrempeln. Es gab da so vieles was ich noch nicht kannte und konnte.

Ich stand schon lange auf der Bremse. Zu spät… Egal was schon seit über einem Jahr alles Geschichte ist, der Zug rollt noch immer weiter…

Work Hard – Play Hard / Was ich jetzt darunter verstehe?

Arbeite täglich und hart an dir, statt an der Arbeit und dem Außen!
Täglich und effektiv!
Arbeite hart an deinen Zielen und erreiche sie! Im Business und Persönlich. Wenn du dich verloren hast, finde dich ganz schnell wieder! Mach es auf jeden Fall besser 😉

Ich könnte nun nur mehr Arbeiten und Party machen. Allerdings ist Arbeit keine Arbeit mehr und Party bedeutet Ausgleich, Entspannung, Weiterbildung, Familie uvw. …

Play Hard sorgt für gutes Work Hard und umgekehrt. Effektiv und mit genug Energie für das jeweils andere => Yin und Yang, sich ergänzen statt betäuben und bekämpfen.

Spaß, Freizeit, Partnerschaft, Familie, Lebensqualität, uvw. sind ganz wichtig im Leben. Nimm sie ganz bewusst war und genieße jede Sekunde.

Zwei Dinge wirst du nie beeinflussen können und bekommst du auch nie mehr zurück: Zeit und Gesundheit! Die Gesundheit kannst du ein bisschen unterstützen – auf die Zeit hast du absolut keinen Einfluss. Nutzte sie so sinnvoll und gut wie möglich!

Bücher sind ein wichtiger Bestandteil. Schau auch mal auf dieser Seite vorbei…

Lasse auch andere Menschen in dein Leben. Baue Brücken statt Mauern! Nimm deine Maske runter und sei ganz du. Das darfst du.

So Long – schönes Wochenende 😉 Work Hard! Play Hard!
Y.O.L.O. 😉 „you only live once“ („du lebst nur einmal“)! Es ist dein Leben! Mache das Beste daraus!

Du kannst dir jetzt denken was du möchtest oder dir das Beste daraus herausnehmen. Und, du kannst mir auch sehr gerne konstruktives Feedback und eine positive Bewertung dazu hinterlassen…

Work Hard – Play Hard Der Film

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll.

Regie: Carmen Losmann
Hauptdarsteller: Annette Labode, Alexander Steinmetz, Michael Schmid

Danke an Gerhard und Elfi Moser von Inspired Tattoo Hartberg! Danke euch für sehr vieles und natürlich auch für das Tattoo.

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Markus Flicker – Kreativer Unternehmer mit anhaltender konstruktiver Unzufriedenheit. „Das machen wir schon immer so!“ verursacht erhebliche Kopfschmerzen. Raus aus der Komfortzone und rein in das Leben! Markus Flicker Fotografie // Bildbearbeitung // Workshops // Reisen // Blog Steiermark Österreich // Finden und Erstellen von visuellen Lösungen für dein Unternehmen http://www.markusflicker.com

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